Christuskirche

Kantor Konrad Paul zieht es von Oberhausen nach Münster

Über 13 Jahre war die Christuskirche seine Heimat: Kantor Konrad Paul wechselt ab April nach Münster.

Über 13 Jahre war die Christuskirche seine Heimat: Kantor Konrad Paul wechselt ab April nach Münster.

Foto: Wallhorn

Oberhausen.   Kirchenmusiker der Christuskirchengemeinde verlässt zum 1. April Oberhausen. Zur Universitätsstadt in Westfalen hat er eine besondere Beziehung.

Kantor Konrad Paul blickt auf ein sehr geschäftiges vor ihm liegendes Frühjahr, denn am 1. April tritt er seine neue Stelle als Kantor der Apostelkirche in Münster an. Nach über 13 Jahren eines facettenreichen Wirkens in Oberhausen sagt der 39-Jährige dem Ruhrgebiet ade. Für den März hat er den Umzug geplant, zugleich gibt es eine ganze Reihe von Abschiedskonzerten in Oberhausen.

„Es war eine schöne und sehr intensive Zeit in Oberhausen. Ich kam als ganz junger Mann an die Christuskirche und habe hier auch im sozialen Miteinander viel lernen können. Jetzt ist es Zeit für mich, künstlerisch etwas Neues anzufangen eine neue Herausforderung zu suchen“, sagt der Kirchenmusiker am Donnerstag im Gespräch mit unserer Redaktion.

„Sehr viele, menschlich wunderbare Kontakte“

In einer Fachzeitschrift war die Stelle in Münster ausgeschrieben. Konrad Paul bewarb sich – und das mit Erfolg, wobei er eine besondere persönliche Beziehung zu der westfälischen Universitätsstadt hat: „Mein Großvater ist dort aufgewachsen. Von daher hat mich Münster immer in besonderer Weise interessiert.“

Konrad Paul freut sich sichtlich auf seine neue Kantoren-Stelle in Münster. Die Apostelkirche ist die evangelische Hauptkirche der Stadt, „ganz in der Nähe des Doms“, wie er erläutert. Zugleich betont er immer wieder, wie dankbar er für die zurückliegende Zeit in Oberhausen ist. „Hier gab es wirklich sehr viele, menschlich wunderbare Kontakte.“ Im Herbst 2005 kam der damals 26-jährige Kirchenmusiker nach dem Studium in Lübeck und Leipzig in die Christuskirchengemeinde.

Konzerte, musikalisch geprägte Gottesdienste, intensive Chorproben, gefolgt von Chor-Auftritten und vieles mehr: Auf vielen Feldern bereicherte er mit fachlicher Kompetenz als Organist, Dirigent und Kantor sowie als Kreiskantor das evangelische Leben.

Eine Chance für die Gemeinde

Konrad Paul sieht seinen Weggang nun als eine Chance für die Gemeinde, ein neues Kapitel aufzuschlagen. „Ich bin zuversichtlich, dass die Gemeinde und das Presbyterium einen Weg finden werden, damit auch zukünftig hoch qualifizierte evangelische Kirchenmusik an der Christuskirche und im Kirchenkreis erklingt“, formuliert er. Die Gemeinde habe bereits signalisiert, dass man sich bemühen werde, seine Stelle „in diesem Format“ wieder zu besetzen.

Seinen Weggang hatte er der Gemeinde gegenüber bereits im Oktober bekanntgegeben, so dass dieser Stellenwechsel mit weitem Vorlauf und begleitet von vielen Gesprächen in die Tat umgesetzt wird. Konrad Paul liegt ein nahtloser Übergang am Herzen – für die von ihm betreuten Chöre soll es mit Interims-Lösungen in der Leitung möglichst bruchlos weitergehen.

>>>>>>>>> Motto: „Time to say goodbye“

Nach so langem und nachdrücklichem Wirken in Alt-Oberhausen ist es mit einem einzelnen Abschiedskonzert nicht getan. Vielmehr setzt – beginnend am Sonntag, 20. Januar, um 16 Uhr – ein kleinerer Reigen von Konzerten ein, alle unter dem (denkt man an die Filmmusik) ein bisserl pathetischen Motto: „Time to say goodbye“. Das Sonntagskonzert in der Christuskirche zählt zur Reihe der „Licht und Glanz“-Konzerte bei Kerzenschein und bietet ein Überraschungsprogramm.

Vom „Fun Vocal“-Chor verabschiedet sich Konrad Paul konzertant am Sonntag, 10. März, um 18 Uhr, ebenfalls in der Christuskirche mit Liedern zur Passionszeit

Das Abschiedskonzert von der Ev. Singgemeinde, Oberhausens überregional bekanntem Kirchenchor, beginnt am Samstag, 30. März, um 19.30 Uhr. Dirigent, Stimmen und das Sinfonieorchester Ruhr gestalten dann Mozarts Requiem, eingeleitet von Mozarts Sinfonie Nr. 39. Das gleiche Passions-Programm erklingt tags darauf, am Sonntag, 31. März, um 18 Uhr in der Evangelischen Kirche Schmachtendorf.

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