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Immer wieder neue Lösungsvorschläge für den Ebertplatz

Am Anfang stand die Diskussion über die­sen Treppenabgang des Ebertplatzes.

Am Anfang stand die Diskussion über die­sen Treppenabgang des Ebertplatzes.

Foto: Michael Dahlke

oberhausen.  Bis heute ist der Platz zwischen Theater und Ebertbad nicht barrierefrei erreichbar. Die Stadtverwaltung fasst den Diskussionsprozess zusammen.

Noch einmal zusammengefasst hat die Stadtverwaltung zum Jahresende den Diskussionsprozess über die bisher fehlende Barrierefreiheit auf dem Ebertplatz. Mehrfach wurde darüber im vergangenen Jahr in der Bezirksvertretung Alt-Oberhausen diskutiert. Einziges praktisches Ergebnis ist bislang, dass die Überlaufrinne des dortigen Brunnens mit einem Blech abgedeckt wurde, damit Rollstuhlfahrer und Fußgänger mit Rollator sie besser überschreiten können.

Den Anfang bildete im Mai der CDU-Vorstoß zum Treppenabgang von der Hochfläche zwischen Ebert­straße und Ebertplatz. Die Breite der Treppe beträgt stellenweise nur etwa einen Meter. Ansonsten stehen Passanten auf einer Baumscheibe mit Bordsteinkante. Peter Bruckhoff (BOB im Rat) gab den Anstoß dazu. Aber weil gestalterische Aspekte ei­ner Änderung der Stufen entgegenstanden, entwarf die Stadtverwaltung eine viel größere Lösung: Zwei senkrecht zu den Stufen angeordnete Rampen hinunter auf den Platz mit der den Vorschriften entsprechenden Neigung von maximal sechs Prozent. Da die Hochfläche allerdings auch noch Stufen aufweist, sollte auch sie entsprechend eingeebnet werden. Kostenpunkt insgesamt: rund 85 000 Euro.

Die dritte Lösung: Ein Wegstück wird gepflastert

Vor dieser Ausgabe schreckten die Verantwortlichen zurück. Eine kleinere Lösung wurde erwogen, eine Edelstahlrampe hinunter zum Platz, die im Bogen der Stufen verläuft. Die Hochfläche selbst sollte nur mit sogenannten taktilen Elementen versehen werden. Das sind Bodenmarkierungen, die von der Haltestelle zur Rampe führen. Es hätte rund 25 000 Euro gekostet, wurde aber ebenfalls verworfen, weil festgestellt wurde, dass die Haltestelle für den Theaterbus viel zu selten genutzt wird, nur sechs Wochen im Jahr.

Wenn überhaupt, so die letzten Überlegungen, dann müsste die Verbindung von der Stoag-Haltestelle am dortigen Büdchen verbessert werden. Nach einem weiteren Ortstermin wurde deshalb entschieden, als nunmehr dritte Lösung den bislang unbefestigten Weg, der von dort hinten herum auf den Ebertplatz führt, zu pflastern. Die genaue Planung steht noch aus.

In der Zwischenzeit wurde immerhin die Überlaufrinne des Brunnens mit Edelstahl abgedeckt und befahrbar gemacht.

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