Schulprojekt

Für junge Sanitäter am „Elsa“ gilt: Helfen ist Ehrensache

Schülerinnen und Schüler des Sanitätsdienstes mit ihrem Lehrer Roy Kriegesmann (hintere Reihe; 4. v. li.).   

Foto: EBG

Schülerinnen und Schüler des Sanitätsdienstes mit ihrem Lehrer Roy Kriegesmann (hintere Reihe; 4. v. li.).    Foto: EBG

Alt-Oberhausen.   Die Schulsanitäter am Elsa-Brändström-Gymnasium zeigen, wie wichtig praktizierte Verantwortung und gegenseitige Hilfe sind.

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Dieses Projekt entwickelt tagtäglich seine Erste-Hilfe-Wirkung: Am Elsa-Brändström-Gymnasium kümmern sich Schulsanitäterinnen und -sanitäter um plötzlich erkrankte Mitschülerinnen und Mitschüler.

Das Schulteam hat dazu in einer aktuellen Pressemitteilung ein konkretes Fallbeispiel parat: Sarah wird von der Sekretärin per Funk aus dem Unterricht der Oberstufe gerufen. Mitschüler Marvin aus der 6. Jahrgangsstufe geht es nicht gut, ihm ist schwindelig, er klagt über Kopfschmerzen.

Schulsanitäterin Sarah begleitet Marvin ins Sanitätszimmer und versorgt ihn: Wärme, viel Mineralwasser und ein kleines Gespräch bringen ihn schnell wieder auf die Beine. Die beiden können schon nach einer Viertelstunde wieder in den Unterricht zurückgehen.

Viele ‚Sanis‘ streben einen medizinischen Beruf an

In manchen Fällen haben die Schulsanitäter aber noch mehr zu leisten: „Gelegentlich sind wir als Ersthelfer vor Ort bis ein Arzt eintrifft, aber das ist eher selten“, berichtet Tim. Niemand müsse Angst haben, unprofessionell oder gar nicht versorgt zu werden.

Für fundierte Ausbildung sorgt Roy Kriegesmann, Lehrer für Biologie und Geschichte und jahrelang aktiver Rettungssanitäter und Erste-Hilfe-Ausbilder. Alle Jugendlichen absolvieren eine umfassende, mehrjährige Ausbildung, inklusive einer schriftlichen und praktischen Prüfung. Zudem kann das Fach „Gesundheit und Medizin“ in der Mittelstufe belegt werden.

„Viele unserer ‚Sanis‘ streben einen medizinischen Beruf an, und da sie am Ende der Schulzeit weit mehr als Ersthelferinnen und Ersthelfer sind, wissen sie schon ganz gut, worauf sie sich einlassen“, sagt Roy Kriegesmann. Er freut sich, dass einige ältere Schülerinnen und Schüler sogar die Möglichkeit eines offenen Kurses für den Schulsanitätsdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) nutzen.

Vom „Stiffneck“ zum Blutdruck

Neben der fachgerechten Anwendung eines „Stiffnecks“ (Halsverband zur Entlastung der Halsstrukturen) gehören auch das Blutdruckmessen, das Tragen der Patienten, das Anlegen von Verbänden, das Erkennen von Erkrankungen und vieles mehr zum Standard des Sanitätsdienstes am Elsa-Brändström-Gymnasium. Besonders bemerkenswert: Alle zwei Jahre werden auch Lehrerinnen und Lehrer zu Ersthelfern geschult.

„Egal, ob im Alltag, bei Schul- oder Sportfesten, bei Aufführungen in der Schule oder an den Tagen der offenen Tür: Unsere Schulsanitäterinnen und -sanitäter geben nicht nur das Gefühl der Sicherheit, sondern zeigen höchste Sensibilität im verantwortungsvollen Umgang mit Mitmenschen“, sagt Alice Bienk, Leiterin am Brändström-Gymnasium. Und das sei schließlich das größte gesellschaftliche Anliegen der Schule.

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