Stadtleben

Feierabendmarkt verabschiedet sich nur für kurze Zeit

Die Band LOFX unterhielt das Publikum beim Feierabendmarkt mit einem Mix aus Jazz, Country-Musik und Pop. Im Hintergrund ein Stand mit Trockenfrüchten.

Die Band LOFX unterhielt das Publikum beim Feierabendmarkt mit einem Mix aus Jazz, Country-Musik und Pop. Im Hintergrund ein Stand mit Trockenfrüchten.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEN.  Zum letzten Mal in diesem Jahr schlugen Händler ihre Stände auf dem Sapo-Platz auf. Nach kurzer Aus-Zeit im November geht’s ins Winterquartier.

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Auch der letzte Feierabendmarkt des Jahres unter freiem Himmel boomte am Donnerstagabend auf dem Saporishjaplatz. Dicht drängten sich die Menschen zwischen den Ständen, auf den Bänken und an den Stehtischen. Die Idee, statt einer Winterpause ein Winterquartier aufzuschlagen, kommt bei Besuchern und Händlern gut an.

„Der Grünkohl geht nicht aus heute“, versicherte der Mann am Grünkohl-Stand. Zuletzt hatte es damit Versorgungsprobleme gegeben. Aber noch stärker als Grünkohl waren Bratwürste und Pommes nebenan gefragt.

Zwei Frauen aus Sterkrade waren hier nicht zum ersten Mal verabredet. An ihrem Stehtisch hatten sie sich aber noch nicht mit einem Glas Rotwein oder einem Becher mit cremigem Kaffee versorgt. „Wir hatten uns erst Einiges zu erzählen“, berichteten sie. Dass es erstmals ein Winterquartier des Feierabendmarkts im Zentrum Altenberg geben wird, haben sie freudig registriert. Nicht zufällig hielten sie sich unweit des großen Standes mit exotischen Spezialitäten auf. „Ich habe ein Auge darauf geworfen“, erklärte eine der Frauen. Dort gab es zum Beispiel Flusskrebs-Schwänze in Honig-Senf mit Dill oder gegrillte Artischocken.

Ein Pärchen aus der Innenstadt hatte dort ebenfalls etwas gegessen. „Wir wollen jetzt noch Gemüse für den Feiertag einkaufen“, erklärte der Mann. Seine Partnerin hatte sich schon den Flyer für die Wintertermine eingesteckt, muss sie aber noch mit ihren Arbeitszeiten im Einzelhandel abstimmen.

Gut kam die Band LOFX aus Schermbeck/Dorsten mit Sängerin Michaela an. Das Quartett bot einen Mix aus Jazz, Country und Pop. Von der Möglichkeit, dazu zu tanzen, machten aber nur wenige Besucher Gebrauch.

Dass sich der Feierabendmarkt für die Händler lohnt, unterstrich Käse-Spezialist Michael Hericks aus Coesfeld. „Von mir aus könnte der Markt hier jede Woche sein“, sagte er. Es gebe auch in Oberhausen gute Nachfrage nach hochwertigen Lebensmitteln. „Ich wundere mich, dass der Wochenmarkt hier nicht läuft. Ei­gentlich müsste er doppelt so groß sein wie der in Sterkrade.“ Selbstverständlich ist He­ricks auch im Zentrum Altenberg mit dabei.

Gemütlich und ohne Zeitdruck

Dort wird auch Imker Martin Feldmann aus Bocholt mit seinen Honig-Spezialitäten nicht fehlen. Er ist von Anfang an beim Feierabend-Markt dabei. „Ich bin optimistisch, dass das auch gut ankommt“, sagte er. Der Markt treffe genau das Bedürfnis vieler Menschen, nach der Arbeit ohne Zeitdruck und in gemütlichem Rahmen noch Kleinigkeiten einkaufen zu können.

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