AMBULANTES HOSPIZ

Erstmals in Oberhausen ein Kurs zur Letzten Hilfe

Der Kurs zur Letzten Hilfe findet am 14. November statt und vermittelt wichtige Grundkompetenzen im Umgang mit sterbenden Menschen.

Foto: Norbert Försterling / dpa

Der Kurs zur Letzten Hilfe findet am 14. November statt und vermittelt wichtige Grundkompetenzen im Umgang mit sterbenden Menschen. Foto: Norbert Försterling / dpa

Oberhausen.   Ambulantes Hospiz Oberhausen e.V. bietet einen Kurs, den es in dieser Form in der Stadt noch nicht gegeben hat. Es geht um die Letzte Hilfe.

Erste-Hilfe-Kurs – das kennt jeder. Schon wer den Führerschein machen will, kommt darum nicht herum. Doch einen Kurs zur Letzten Hilfe hat es in Oberhausen noch nicht gegeben. Jetzt ist es am nächsten Dienstag, 14. November, erstmals so weit.

Dass man nach Unfällen Erste Hilfe leistet, gilt als selbstverständlich. Doch wie kann man einem Menschen helfen, der im Sterben liegt? In Anlehnung an die Erste-Hilfe-Lehrgänge bietet das Ambulante Hospiz Oberhausen e.V., das an der Marktstraße 165 beheimatet ist, jetzt den ersten Letzte-Hilfe-Kurs in Oberhausen an.

Das Lebensende macht oft hilflos

Entwickelt wurde dieser Kurs von dem Anästhesisten und Palliativmediziner Dr. med. Georg Bollig. „Das Lebensende und Sterben machen uns als Mitmenschen oft hilflos“, heißt es im aktuellen Info-Flyer des Ambulanten Hospizes zum kommenden Lehrgang. Altes Wissen zur Sterbebegleitung sei verloren gegangen. Umso wichtiger sei der Kurs zur Letzten Hilfe, in dem interessierte Bürgerinnen und Bürger lernen könnten, was sie für die ihnen nahestehenden Menschen am Ende des Lebens tun können.

Sterbebegleitung soll keine Wissenschaft für Experten sein, sondern ein Angebot von Mitmensch zu Mitmensch – so lautet das Ziel des Kurses, der ermutigen will, „auf einen sterbenden Nachbarn, Freund oder Angehörigen offen und anteilnehmend zuzugehen“.

Kompetenz für sensible Themen

In dem dreistündigen Kurs werden Grundkompetenzen zu sensiblen Themen erworben, die im Alltagsleben nicht oder kaum angesprochen werden: Sterben als ein Teil des Lebens; Vorsorgen und Entscheiden; körperliche, psychische und existentielle Nöte lindern; Abschied nehmen vom Leben.

Insofern passt dieses neue Angebot auch allerbestens in das Programm und Engagement des Ambulanten Hospizes Oberhausen, das in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert und das auf eine erfolgreiche Geschichte seit dem Gründungsjahr 1997 zurückblicken kann. Der Trägerverein, beheimatet an der Marktstraße 165, hat über 680 Mitglieder. 170 Ehrenamtliche engagieren sich in seinen Reihen.

Erstmals am 14. November

Erst 2016 bezog das Hospiz-Team weitere Räume in der zweiten Etage des Hauses an der Marktstraße, so dass dieser innerstädtische Standort und Anlaufpunkt nochmals erweitert werden konnte. Nicht nur zu Hause, sondern auch in Krankenhäusern und Altenheimen begleitet das Team der speziell geschulten Ehrenamtlichen die Menschen.

Der Letzte-Hilfe-Kurs findet erstmals am Dienstag, 14. November, 17 bis 21 Uhr, im Ambulanten Hospiz an der Marktstr. 165 statt. Weitere Infos gibt es unter Tel. 810 11 10 oder unter: kontakt@hospiz-oberhausen.de. Der Kurs ist gratis; weitere Infos auch unter www.hospiz-oberhausen.de

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik