SCHULPROJEKT

„Elsa“-Medienscouts geben Grundschülern Tipps zum Internet

Medienscouts im Einsatz: Josephine, Moritz und Niklas erklären Emma und Judith Regeln zum Thema Passwörter; rechts „Elsa“-Lehrerin Katrin Krolzig.

Medienscouts im Einsatz: Josephine, Moritz und Niklas erklären Emma und Judith Regeln zum Thema Passwörter; rechts „Elsa“-Lehrerin Katrin Krolzig.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBERHAUSEn.   Elsa-Brändström-Gymnasium und Grundschule starten gemeinsame Aktion. Tipps zu Klassenchat, Passwörtern und zum besseren Miteinander im Internet.

Eine besondere Variante der schulformübergreifenden Zusammenarbeit verwirklichten am Mittwoch das Elsa-Brändström-Gymnasium und die Ruhrschule an der Straße Lickenberg in Alstaden: 20 Medienscouts vom „Elsa“ statteten der Grundschule eine Visite ab und gaben dort den Schülerinnen und Schülern aus den dritten Klassen Tipps und Hinweise zur Mediennutzung im Zeitalter des Internets.

Bei den Medienscouts handelt es sich um „Elsa“-Schüler aus der neunten Jahrgangsstufe, die von Katrin Krolzik in diesem Fach unterrichtet werden. Von 8.15 Uhr bis 11.45 Uhr war die Delegation des Gymnasiums an der Grundschule präsent.

Und es blieb nicht lange bei grauer Internet-Theorie, sondern schnell wurden ganz konkrete Handlungsfelder besprochen: „Wie verhälst du dich richtig in einem WhatsApp-Klassenchat? Was ist erlaubt? Was ist verboten?“ Darum ging es an der ersten Ar­beitsstation.

„Gute Passwörter, schlechte Passwörter“

Dann folgte das Thema „gute Passwörter, schlechte Passwörter“; weiter ging’s mit Tipps zum Hochladen von Fotos. Die abschließende Station Nr. 4 drehte sich um das Thema Cybermobbing und um geeignete Mittel dagegen.

„Nichts ist einfacher, als jemanden online zu beleidigen und zu ärgern“, so der Hinweis auf dem Laufzettel zum Projekt. „Dass das aber nicht nur blöd, sondern auch strafbar ist, lernst du hier.“

Dass es am „Elsa“ kompetente Medienscouts gibt, hat sich in weiten Teilen Oberhausens mittlerweile herumgesprochen. „Grundschulen sprechen uns deshalb immer wieder gezielt an und berichten, dass ihre Schüler immer häufiger Smartphones haben und tagtäglich damit umgehen“, erklärt „Elsa“- Lehrerin Katrin Krolzik. „Deshalb kommt unsere Aufklärungsaktion gut an. Wir waren bereits an der Landwehrschule und jetzt sind un­sere Medienscouts erstmals an der Ruhrschule präsent.“

Merkzettel mit wichtigen Regeln

In der Tat: Aufmerksam verfolgten die Grundschüler am Mittwoch die detaillierten Erklärungen und Tipps der Medienscouts, wobei das junge Alter der „Elsa“-Delegation deren Autorität und Glaubwürdigkeit bei den Drittklässlern eher noch verstärkte. Lehrerin Katrin Krolzik: „Die Kinder nehmen diese Hinweise viel ernster, wenn es Jugendliche sagen.“

Abschließend gab es für alle Teilnehmer übersichtliche Merkzettel zu einzelnen Themengebieten, zum Beispiel zu den Regeln des Klassenchats: „1. Wir beleidigen niemanden. 2. Wir versenden keine Fotos, an denen wir keine Rechte haben. 3. Wir beachten die Nachtruhe. 4. Wir schreiben nur Dinge, die alle betreffen. Für alles andere nutzen wir private Chats. 5. Es gibt Administratoren, die darauf achten, dass die Regeln eingehalten werden.“

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