Innenstadt

City-O-Management fordert klare Strategie statt Kosmetik

Das Kaufhofgebäude (großer Komplex rechts) wurde von einem Berliner Investor erworben, der seine Pläne dazu allerdings noch nicht vorgestellt hat.

Foto: Hans Blossey

Das Kaufhofgebäude (großer Komplex rechts) wurde von einem Berliner Investor erworben, der seine Pläne dazu allerdings noch nicht vorgestellt hat. Foto: Hans Blossey

Oberhausen.   Interessengemeinschaft blickt auf 2018. Zu ihren konkreten Vorschlägen zählt ein „echtes Scouting“ für potenzielle Investoren.

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Für die Interessengemeinschaft City-O-Management rückt die Entwicklung verlässlicher Innenstadt-Perspektiven im Jahr 2018 besonders in den Blickpunkt: „Hauptthema der nächsten Jahrzehnte wird die Funktion des Standortes Innenstadt Alt-Oberhausen im gesamtstädtischen Gefüge sein“, formulieren Vorsitzender Axel Schmiemann und sein Team auf Anfrage unserer Redaktion zum Jahresauftakt.

Das City-O-Management erwartet von Politik und Verwaltung „eine auf Jahre verbindliche Entwicklungsstrategie und eine konkrete Stadtplanung für die Gesamtstadt, abgestimmt auf die einzelnen Zentren und die City“.

Zugleich erteilen die Kaufleute aus der City allen rein kosmetischen Maßnahmen eine klare Absage: „Weiße Salbe in Form von Blümchen, Bäumchen, Bänken, Licht und Chichi in Schaufenstern von Leerständen helfen nicht weiter und sind kein Ersatz für ein seit Jahren fehlendes, konkretes Stadtentwicklungskonzept.“

Professionelle Investorenbetreuung

Die Mitglieder des City-O-Managements fordern ein investitionsfreundliches Umfeld für die Innenstadt und formulieren: „Jeder potenzielle Investor, sei er nun Privatmann, Banker, Großunternehmer, Filialist oder Start-up, will er in Gewerbe oder Wohnraum investieren, muss eine verbindliche Planungssicherheit für den Standort Oberhausen haben und optimale professionelle Betreuung in Form eines echten Scoutings erfahren.“

Nur auf diese Weise könne langfristig eine positive Entwicklung für die Innenstadt als interessanter Wohnort mit guter sozialer, medizinischer, kultureller und gewerblicher Infrastruktur erwartet werden. Das sei das Ziel, so das City-O-Management. Und um dieses Ziel zu erreichen, müssten alle Akteure mobilisiert werden und sich besonders anstrengen.

Eine passgenaue Imagewerbung

Zugleich setzt die Interessengemeinschaft mit Blick aufs Veranstaltungsprogramm 2018 in der Innenstadt auf schnelle Genehmigungsverfahren (auch bei verkaufsoffenen Sonntagen) und auf eine passgenaue Imagewerbung für Alt-Oberhausen. Weiter heißt es: „Damit zukünftig überraschende Absagen von Großveranstaltungen, wie zum Beispiel der beliebten Silvesterparty auf dem Altmarkt, vorgebeugt werden kann, sollten regelmäßig frühzeitige Treffen mit den zuständigen Dezernatsvertretern Standard sein.“

Vor dem Hintergrund der jüngsten Geschäftsschließungen an der Marktstraße und dem breiten Leser-Echo zu diesem Thema in unserer Zeitung gewinnen die Äußerungen des City-O-Managements besondere aktuelle Bedeutung, zumal das „Brückenschlag“-Projekt von diesem Jahr an mit einer Millionenförderung für neue Dynamik in der Stadtmitte und auch in Lirich sorgen soll.

>>>>>>>> 55 111 Besucher zum Jahresstart

Messungen der Kundenfrequenz finden sich auf der Internetseite des City-O-Managements (oberhausencity.de). Sie spiegeln, dass die Marktstraße beachtliche Resonanz findet. 55 111 Besucher konnten in der ersten Kalenderwoche 2018 im Kernbereich der Marktstraße gezählt werden. Der stärkste Tag war der Freitag mit 11 369.

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