LOKALPOLITIK

CDU Oberhausen will mehr Schwung für die City

Vom neuen Jobcenter am Altmarkt verspricht sich die CDU einen Belebung der unteren Marktstraße.

Foto: Tom Thöne

Vom neuen Jobcenter am Altmarkt verspricht sich die CDU einen Belebung der unteren Marktstraße. Foto: Tom Thöne

Alt-Oberhausen.   Sicherheit und Sauberkeit sind für die Christdemokraten der Schlüssel für eine Aufwertung der Oberhausener Marktstraße als Einkaufsstraße.

Sicherheit und Sau­­berkeit, das waren immer die Schwerpunkte der CDU für Alt-Oberhausen. Mit dem Rückenwind des Oberbürgermeisters wollen die beiden CDU-Ortsverbände Alt-Oberhausen West und Ost beide Themen künftig weiter voranbringen. Parteipolitischer Schlagabtausch in der Bezirksvertretung steht dabei aber nicht im Vordergrund. Schließlich fehlt ihr dort die eigene Mehrheit, sind alle Parteien da nicht weit auseinander.

„In der Bezirksvertretung stehen ja klar Sachthemen im Vordergrund. Da gibt es viel Übereinstimmung, etwa bei der Aufwertung der Marktstraße“, sagt Werner Nakot, Vorsitzender des Ortsverbandes Ost. „Wir handeln ja im Interesse der Bürger“, ergänzt sein Pendant Hans Tscharke, Vorsitzender des Ortsverbandes West.

Hoffnung ruhen auf dem Projekt „Brückenschlag“

Auf keinen Fall dürften Vorstöße anderer Parteien abgelehnt werden, nur weil es nicht die eigenen seien, betont Nakot. Deshalb seien auch Vorschläge der Linken in der Vergangenheit kein Tabu gewesen.

Schon vom Neubau des Jobcenters am Altmarkt verspricht die CDU sich ei­nen Schub für die Marktstraße. Erst recht vom Projekt „Brückenschlag“, dem millionenschweren Förderprogramm für Stadtmitte und Lirich. Auch wenn der Handel sich immer mehr ins Internet verlagert, sieht Werner Nakot für die City von Alt-Oberhausen durchaus das Potenzial, für Einzelhändler wie Käufer attraktiver zu werden. „Wir wollen, dass vor allem junge Leute hier Spaß haben und auch ihr Geld ausgeben“, sagt Nakot. Hans Tscharke ergänzt: „Die Kaufleute brauchen aber Unterstützung. Teilweise haben sie sie ja schon.“ Das Projekt diene ja nicht der Bespaßung der Menschen, sondern der aktiven Umgestaltung.

Auch für das Freizeitleben der Bewohner sehen die CDU-Politiker mit „Brückenschlag“ eine neue Perspektive. „Die City soll ein stabiles Stadtteilzentrum werden“, bekräftigen sie. Dazu müssten sich die Menschen dort aber sicher fühlen. An vielen Stellen sei es aber zu dunkel. Die CDU hofft, dass Ideen wie die Aufhellung der Unterführungen bald umgesetzt werden.

Open Space sorgt für Diskussionsstoff

Das heißt für die CDU freilich nicht, nach dem Motto „Augen zu und durch“ zu verfahren. „Wir nehmen die Bedenken gegenüber ,Open Space’, der geplanten Jugendfreizeitfläche am Südmarkt oder beiderseits der Grenzstraße, sehr ernst. Da muss ein Kompromiss zwischen den Interessen von Jugendlichen und Anwohnern gefunden werden“, sagt Nakot.

Ohne mehr Sauberkeit und Ordnung lasse sich die City nicht aufwerten. „Dafür haben wir ja den Kommunalen Ordnungsdienst aufgestockt, dass abends mal nach bestimmten Stellen geguckt wird“, erklärt Nakot.

Mit Genugtuung registriert die CDU, dass die jahrelangen Bemühungen, die Spielhallen-Flut einzudämmen, jetzt vom Land durch strengere Vorgaben unterstützt wer­den. Im Übrigen dürften auch die anderen Stadtteile nicht vergessen werden. Die CDU sei da für Anregungen aus der Bürgerschaft offen, ob von Einzelnen oder Vereinen wie dem Styrumer Bürgerverein und dem Alstadener Bürgerring. Werner Nakot wundert sich schon, dass sich die Anwohner der Mülheimer Straße zur hohen Verkehrsbelastung kaum äußern.

Wenn es insgesamt in Alt-Oberhausen weniger Initiativen von Bürgern gebe als im Norden der Stadt, liegt das nach Einschätzung von Hans Tscharke auch daran, dass viele Menschen hier jeden Tag um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen müssten. Das schwächste Glied in der Kette seien dabei die Flüchtlinge. „Für ihre Integration müssen wir auch auf Bezirksebene noch viel mehr Anstrengungen un­ternehmen“, sagt er. Viele von ihnen wohnten inzwischen fest hier. Ihre Interessen dürften nicht gegen die anderer ausgespielt werden.

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