Verkehrslenkung

Bessere Sicht auf die Straße Landwehr in Oberhausen

Schlecht ist die Einsicht von der Römerstraße nach links in die Landwehr, jedenfalls dann, wenn dort Autos parken. Deshalb sollen jetzt zwei Stellplätze dort fortfallen, außerdem der nicht rot gepflasterte Überweg.

Schlecht ist die Einsicht von der Römerstraße nach links in die Landwehr, jedenfalls dann, wenn dort Autos parken. Deshalb sollen jetzt zwei Stellplätze dort fortfallen, außerdem der nicht rot gepflasterte Überweg.

Foto: Kerstin Bögeholz

OBerhausen.   Die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen beschließt Änderungen bei der Verkehrsführung. Eine Querungsstelle über die Straße soll künftig entfallen.

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Gleich drei Querungsmöglichkeiten innerhalb von 100 Metern Strecke bieten sich an der Straße Landwehr zwischen den Einmündungen der Römerstraße und der Styrumer Allee. Auf die mittlere von ihnen wird in Zukunft verzichtet. Und zur besseren Sicht auf die Landwehr werden dort zwei Pkw-Stellplätze aufgehoben. Das hat die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen jetzt auf Empfehlung der Stadtverwaltung beschlossen.

Anlass waren Prüfaufträge der Be­zirksvertreter (siehe Infokasten). Die Stadtverwaltung räumte ein, dass die Verkehrsverhältnisse dort etwas ungeordnet seien. Dem soll jetzt ad hoc entgegengewirkt werden, in dem die mittlere der drei Querungsstellen aufgehoben wird. Sie ist im Gegensatz zu den beiden anderen nicht in rot gepflastert.

Verkehr mit Kameras erfasst

Weil wegen des südlichen Knicks der Straße Landwehr die Einsicht in die Vorfahrtstraße für Linksabbieger von der Römerstraße aus schlecht ist, werden am südlichen Straßenrand der Landwehr, kurz vor der Einmündung, zwei Pkw-Stellplätze aufgehoben.

Mit Seitenradar und Kameras hatte die Verwaltung den Verkehr dort erfasst. Danach wird der mittlere der drei Übergänge am wenigsten von Fußgängern und Radfahrern genutzt. 6230 Fahrzeuge binnen 24 Stunden wurden auf der Landwehr gezählt. Sie fuhren mit im Durchschnitt 34,4 km/h. 85 Prozent der Autofahrer dort fuhren nicht schneller als 40 km/h. Außerdem hatte es einen Ortstermin mit der Polizei gegeben.

„Die Auswertungen zeigen keine Auffälligkeiten bzw. erhöhte Verkehrsgefahren durch überhöhte Geschwindigkeiten“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Allerdings seien die Sichtbeziehungen schlecht. Fußgänger und Radfahrer würden sich aufgrund der ungeordneten Verhältnisse leicht irritiert verhalten.

Shared Space als Alternative

„Das entspricht ungefähr dem, was die Bürger damals wollten“, stellte Werner Nakot (CDU) fest. Auf seine Bitte hin kam eine Anwohnerin zu Wort. Sie regte an, dort einen Zebrastreifen anzulegen.

„Wir müssen uns das noch einmal anschauen“, erklärte dazu Ricarda Mauksch von der Stadtverwaltung. Die jetzigen Änderungen seien nicht abschließend. Sie konnte sich auch vorstellen, den gesamten Bereich zu einem sogenannten Shared Space (geteilter Raum) umzugestalten. Einmündungsbereiche, Fahrbahn, Geh- und Radwege würden zu einer Fläche, auf der alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt wären.

>>> Zwei Vorstöße aus der Bezirksvertretung

Bereits im Dezember 2016 hat die Bezirksvertretung Alt-Oberhausen auf Antrag von SPD, Grünen und FDP die Verwaltung um Prüfung der Frage gebeten, ob der Bereich der beiden Einmündungen von Styrumer Allee und Römerstraße in die Straße Landwehr übersichtlicher gestaltet werden kann.

Auf CDU-Antrag hin wurde die Verwaltung im Juni gebeten, das Linksabbiegen von der Römerstraße in die Landwehr sicherer zu gestalten.

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