SCHUL-ERINNERUNGEN

Abi-Nostalgie: Ex-Schüler sehen sich am 12. Januar wieder

Eine Kennerin der Alt-Oberhausener Schulhistorie: Gisela Oberland mit der Chronik des ehemaligen städtischen Mädchengymnasiums.

Eine Kennerin der Alt-Oberhausener Schulhistorie: Gisela Oberland mit der Chronik des ehemaligen städtischen Mädchengymnasiums.

Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen.  Der Verein der Ehemaligen der Alt-Oberhausener Gymnasien lädt wieder ein. Über 60 Anmeldungen liegen bereits vor.

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Bei Gisela Oberland laufen in diesen Tagen wieder alle organisatorischen Fäden zusammen für ein besonderes Treffen, das am Samstag, 12. Januar, auf dem Programm steht. Ehemalige der Alt-Oberhausener Gymnasien kommen dann zu einem stimmungsvollen Wiedersehen zusammen. Diese nostalgisch geprägte Zu­sammenkunft findet in der Luise-Albertz-Halle statt.

Über 60 Anmeldungen liegen bereits vor. Gisela Oberland ist die Vorsitzende des Vereins der Ehemaligen der Alt-Oberhausener Gymnasien, in dem 348 Mitglieder organisiert sind. Wenn nun das jährliche Treffen startet, reisen diese Mitglieder teils sogar aus München, aus der Eifel oder auch dem Münsterland an.

Gründung anno 1958

Im Jahr 1958 entstand der Verein. Im vorigen Jahr wurde das 60-jährige Bestehen gefeiert. Keimzelle des Vereins ist das einstige städtische Mädchengymnasium. Damals, 1958, wurde festgelegt: Jährlich sollen Wiedersehenstreffen für dessen einstige Schülerinnen stattfinden. Diese Idee fand Anklang und weitete sich aus. Der Verein öffnete sich schließlich für die ehemaligen Schülerinnen und Schüler bzw. Abiturienten aller Alt-Oberhausener Gymnasien.

Die Vereinsgründung ist eng mit einem tragischen Ereignis verbunden, zu dem es am 1. April 1945, kurz vor dem Ende des Zweiten Weltkriegs, in Österreich kam. Auf der Flucht kamen insgesamt 13 Schülerinnen des Oberhausener Mädchengymnasiums ums Leben, die sich damals dort in der Kinderlandverschickung befanden. Ein Militär-Lkw, auf dessen Ladefläche die Mädchen unterwegs waren, kippte um, die Kinder wurden von schweren Munitionskisten getroffen; ein Unfall, der viele Jahrzehnte lang in Oberhausen immer wieder in Erinnerung gerufen wurde.

„Mehr junge Leute – das wäre toll!“

Gisela Oberland hat die entsprechenden, historischen Zeitungsberichte parat. Zudem befindet sich ein ausführlicher Text von Margret Büngens, geb. Schlaghecke, in ih­ren Unterlagen, in dem sich die heute 89-Jährige an das Unglück erinnert. Als junges Mädchen überlebte Büngens das schlimme Geschehen. Heute lebt sie in einem Altenheim im Rheinland und kann leider nicht an dem Treffen in Oberhausen teilnehmen.

Was Gisela Oberland besonders am Herzen liegt: Sie würde es freuen, wenn künftig noch mehr junge Leute an den jährlichen Zusammenkünften in der Stadthalle teilnehmen. „Die Resonanz ist ja grundsätzlich da, wie unsere Anmeldezahlen zeigen“, berichtet sie. „Aber ein paar jüngere Mitstreiter mehr – das wäre gut!“

Um 15 Uhr geht es am 12. Januar los. Einen musikalischen Beitrag gibt es in diesem Jahr vom Bertha-von-Suttner-Gymnasium – entspannte Stunden ganz im Zeichen der Abi-Nostalgie sind in der Stadthalle angesagt.

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