Zukunftsstadt 2030

Oberhausen startet zweite Runde der „Zukunftsstadt 2030“

Das Projektteam der „Zukunftsstadt“.

Das Projektteam der „Zukunftsstadt“.

Foto: Dresen/Umsicht

OBERHAUSEN.   Oberhausener haben Hunderte Ideen gesammelt, wie die Stadt schöner werden kann. Ein Projektteam prüft nun, ob man sie in die Tat umsetzen kann.

Oberhausen sprudelt offenbar vor Ideen, wie die Stadt lebens- und liebenswerter werden kann. Die große Herausforderung: Wie können diese Ideen gebündelt werden? Wo fließen sie zusammen? Und: Wie lassen sie sich umsetzen? Vor diesen Fragen stehen derzeit Vertreter von Stadt, dem Forschungsinstitut Umsicht, der Wirtschaftsförderung und anderer lokaler Akteure wie das Künstlerkollektiv Kitev. Sie alle sind Teil des Wettbewerbes „Zukunftsstadt“, einem Förderprogramm des Bundesbildungsministeriums. Bei einem gemeinsamen Treffen haben sie sich nun einen Fahrplan gesteckt, wie es mit der Ideenschmiede weitergehen soll.

Wissenschaft ist mit an Bord

Denn Oberhausen steckt schon mitten in Phase 2 des Projektes, das 2015 gestartet ist – mit der Entwicklung von Ideen und Visionen. Bürger haben ihre Wünsche geäußert: mehr Treffpunkte in der Stadt, mehr Grün, ein einheitliches Image, eine kreative Bebauung entlang des Rhein-Herne-Kanals. Nur drei Beispiele von insgesamt 2000, die im Laufe eines Jahres eingegangen sind. Bei 700 von ihnen geht es nun um oben genannte Ziele: Wie lassen sich vorhandene Strukturen in der Stadt nutzen, um die Visionen in die Tat umzusetzen? Wo kann die Zusammenarbeit verbessert werden? Wo gibt es Schnittstellen zwischen Verwaltung und „Machern“ wie Kitev, wie Yvonne Johannsen, Koordinatorin der „Zukunftsstadt Oberhausen“, sagt.

Konkretes zu nennen, sei in dieser Phase des Wettbewerbes schwierig, erklärt sie. Die Ideen sind da – gesammelt in Phase 1. Jetzt werden Strategien entwickelt, um sie umzusetzen. Erst in Phase 3, die bei hoffentlich erfolgreicher Bewerbung Oberhausens 2018 startet, geht es dann um die Umsetzung an sich.

Austausch von Bürgerschaft und Wissenschaft

Grundlegende Idee des Wettbewerbes ist die Zusammenarbeit von Bürgerschaft und Wissenschaft. „Die Städte der Zukunft sind ein Gemeinschaftsprojekt, das alle angeht“, heißt es von offizieller Seite. Deshalb hat sich die Stadt das Forschungsinstitut Fraunhofer Umsicht an die Seite geholt. Gemeinsam engagieren sich nun alle Teilnehmer in einer Ideenfabrik – auch für mehr Austausch untereinander.

Wichtiger Bestandteil der künftigen Arbeit sei die Transparenz, erklärt Yvonne Johannsen. Sie ist sich sicher: „Die Ideen sind da, man muss sie nur besser abrufen können.“ Bürger sollen besser bescheid wissen, wo und wie sich einbringen können. Bürgerbeteiligung soll künftig zu jeder Zeit möglich sein, nicht nur punktuell. „Viele Bürger bekommen Dinge erst mit, wenn sie entschieden wurden“, meint Johannsen. Auch das soll sich ändern, Ziel ist eine frühzeitige Beteiligung.

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