Polizeieinsatz

Oberhausen: Mann (19) brutal erpresst – vier Haftbefehle

Foto: Patrick Schlos / FFS

Oberhausen.  SEK-Beamte unterstützten die Ermittler bei der Vollstreckung der Haftbefehle – vier Männern wird erpresserischer Menschenraub vorgeworfen.

Ermittler des Polizeipräsidiums Oberhausen durchsuchten am Donnerstag im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg insgesamt sieben Objekte in Oberhausen und Mülheim und vollstreckten mehrere Haftbefehle.

Dieser Fall hat laut aktuellem Polizeibericht einen besonders brutalen Hintergrund: In der Nacht vom 17. auf den 18. November 2019 sollen mehrere Personen einen jungen Mann (19) in einer Wohnung in Oberhausen festgehalten haben. Ihnen wird vorgeworfen, den jungen Mann geschlagen und mit einem Messer bedroht zu haben, um unter anderem Bargeld zu erpressen.

Anschließend sollen die Beschuldigten den 19-Jährigen gezwungen haben, in verschiedenen Handygeschäften in Oberhausen mehrere Mobilfunkverträge abzuschließen. Als Beute sollen die mutmaßlichen Täter die im Rahmen der Vertragsabschlüsse erlangten Handys im Wert von rund 1600 Euro behalten haben.

Mit SEK-Unterstützung

Vor diesem Hintergrund durchsuchten Ermittler des Polizeipräsidiums Oberhausen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Duisburg die insgesamt sieben Objekte; zudem vollstreckten die Beamten vier Haftbefehle gegen vier tatverdächtige Männer aus Oberhausen (18, 24, 26 und nochmals 26 Jahre alt).

Da eine Gewaltbereitschaft der Tatverdächtigen nicht ausgeschlossen werden konnte, unterstützte ein Sondereinsatzkommando (SEK) die Maßnahmen. Die vier festgenommenen Personen wurden am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Duisburg unter anderem wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen erpresserischen Menschenraubes dem Haftrichter beim Amtsgericht Duisburg vorgeführt. Die Ermittlungen in diesem Fall dauern laut Polizei an.

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