Finanzspritze

Oberhausen erhält 28.900 Euro für neue Demokratie-Projekte

Dirk Paasch von der Oberhausener Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ freut sich auf die nächsten Projekte.

Dirk Paasch von der Oberhausener Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ freut sich auf die nächsten Projekte.

Foto: Kerstin Bögeholz / Funke Foto Services GmbH

Oberhausen.  Die Stadt stockt auf insgesamt 64.000 Euro auf. Davon ist etwa am Sophie-Scholl-Gymnasium ein Workshop rund ums Thema „Zivilcourage“ geplant.

Das Programm „Demokratie leben!“ des Bundesfamilienministeriums stellt 2020 rund 125.000 Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Allein Oberhausen wird davon in Höhe von 28.900 Euro profitieren. Denn vier Projekte mit eben jener Fördersumme hat der Oberhausener Begleitausschuss des Bundesprogramms soeben beschlossen. Damit stehen – mit den städtischen Eigenmitteln – 54.000 Euro für Projekte zur Verfügung. Dazu kommen für besondere Projekte im Jugendbereich weitere 10.000 Euro.

Diese Finanzspritze kommt genau zur richtigen Zeit, meint Dirk Paasch von der Oberhausener Koordinierungs- und Fachstelle des Bundesprogramms „Demokratie leben!“. Denn: „Die aktuelle Corona-Situation bedeutet einen massiven Einschnitt für unsere Arbeit.“ Viele der schon im Januar beschlossenen Projekte, gerade an Schulen, hätten abgesagt oder verschoben werden müssen.

Einige wenige Projekte laufen online weiter

Einige wenige Projekte hätten immerhin online realisiert werden können. Paasch meint: „Das wird sicherlich auch für unsere zukünftige Arbeit an Bedeutsamkeit gewinnen.“ Präsenzveranstaltungen dagegen seien im Augenblick auch mit Sicht auf das zweite Halbjahr nur schlecht planbar. „Umso mehr freuen wir uns, jetzt mit unseren Projektpartnern endlich wieder etwas auf den Weg bringen zu können.“

So sei etwa im Oktober am Sophie-Scholl-Gymnasium mit der gesamten Jahrgangsstufe 8 eine Projektwoche geplant. Mit Unterstützung des Theaterstücks „Zivilcourage“ gehe es in einem Workshop um den Mut zum Einmischen, in einem weiteren Workshop in der Gedenkhalle um die Jugend im Nationalsozialismus. Der Autor und Comic Zeichner Nils Oskamp wird aus seiner autobiografischen Geschichte lesen, in der es um rechte Gewalt an seiner Schule in Dortmund-Dorstfeld geht. Natürlich gehört der Film „Sophie Scholl – Die letzten Tage“ ebenfalls zum Programm.

Eine Demokratie-Zeitung für Oberhausen

Das zweite Projekt ist eine Fachtagung des Landesprogramms „Wegweiser“, in der es um Präventionsarbeit mit muslimischen Jugendlichen geht. Das Projekt „Zivilcourage“, das nachhaltig zur Stärkung einer multikulturellen toleranten Zivilgesellschaft beigetragen hat, soll nun in einen informativen Film umgesetzt werden. „Um auch in Corona Zeiten die Möglichkeit zu geben, ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen zur Verfügung zu stellen“, erläutert Paasch.

Über das „Antifaschistische Bündnis, Oberhausen für Demokratie und Toleranz“ soll außerdem eine Demokratie-Zeitung für Oberhausen mit einer Auflage von 100.000 Stück herausgeben werden, die Ende August/Anfang September an alle Haushalte verteilt wird.

Anträge und Fragen zum Bundesprogramm „Demokratie leben!“ können an Dirk Paasch gestellt werden, telefonisch unter 0208 850007088 (AWO) oder per Mail an paasch@awo-oberhausen.de. Weitere Infos gibt es auch online unter: demokratie-leben-oberhausen.de

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben