Struwwelpeter-Ausstellung

Oberhausen: Bilderbuchsammler erzählt von „bösen Kindern“

„Böse Kinder“ – nicht aus dem berühmten „Struwwelpeter“, sondern aus einem anderen Bilderbuch-Schatz der Sammlung von Hans Witte.

„Böse Kinder“ – nicht aus dem berühmten „Struwwelpeter“, sondern aus einem anderen Bilderbuch-Schatz der Sammlung von Hans Witte.

Foto: Sammlung Hans Witte / Ludwiggalerie

Oberhausen.  Begleitend zur „Struwwelpeter“-Ausstellung in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen lobt Hans Witte im Vortrag am 14. Dezember die Unangepassten.

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„Böse Kinder – die Wahrheit über Struwwelpeter, Max und Moritz und Konsorten“ – damit überrascht am Samstag, 14. Dezember, um 15 Uhr in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen ein besonderer Gast: Hans Witte, Kinderbuchsammler und Buchkünstler, hält einen Vortrag im passenden Rahmen der „Struwwelpeter“-Ausstellung.

Unter dem provokanten Titel „Böse Kinder“ schildert Hans Witte den pädagogischen Wandel des Kinder- und Bilderbuchs – ausgehend vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis heute. Dieser Wandel reicht vom fast immer guten, artigen, sauberen und frommen Kind bis zu den unangepassten Figuren späterer Generationen, prall mit Entscheidungskraft, Willensstärke und Durchhaltevermögen ausgestattet.

Für kindliche Leser sind sie Helden

„Nach den Regeln der Erwachsenenwelt“, so Hans Witte, „sind sie Unangepasste, Verlierer bis hin zu ihrem Untergang. Für den kindlichen Leser hingegen sind sie Helden, weil sie etwas sehr Ungewöhnliches und Schwieriges schaffen: nämlich fest gefügte Ordnungen in Frage zu stellen und zu durchbrechen.“

Im Anschluss an seinen Vortrag signiert der Buchkünstler, dessen „Typographischer Struwwelpeter“ in der Ausstellung zu sehen ist. Und am Sonntag, 15. Dezember,um 15 Uhr führt Kuratorin Linda Schmitz zum vorletzten Mal durch die „Struwwelpeter“-Ausstellung.

Vortrag und Führung sind kostenfrei in Verbindung mit dem Museumseintritt von 8 Euro, ermäßigt 4 Euro.

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