Gesundheit

Oberhausen: Amt kontrolliert Windpocken-Schutz bei Schülern

Der Impfstatus wurde bei Schülern der Gesamtschule Osterfeld mit Blick auf Windpocken überprüft.

Der Impfstatus wurde bei Schülern der Gesamtschule Osterfeld mit Blick auf Windpocken überprüft.

Foto: Mick_Tsikas / RN

Oberhausen.  Weil ein Kind an der Gesamtschule Osterfeld an Windpocken erkrankt war, hat das Gesundheitsamt dort die Impfausweise von Schülern kontrolliert.

Besuch von einem Ärzte-Team des Oberhausener Gesundheitsamtes hat an zwei Tagen die Gesamtschule Osterfeld (GSO) bekommen, weil dort ein Kind an Windpocken erkrankt war – eine meldepflichtige Erkrankung. „Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) sieht vor, dass die Gesundheitsbehörden durch Information und andere Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einer Ausbreitung der Krankheit entgegenwirken“, erklärt die Stadtverwaltung den Einsatz des Gesundheitsamtes an der Oberhausener Schule in einer Mitteilung an die Redaktion.

In Zusammenarbeit mit der GSO wurden insgesamt 386 Schülerinnen und Schüler identifiziert und überprüft, die Kontakt mit der erkrankten Person hatten oder gehabt haben könnten. Dabei wurden auch 281 Impfausweise überprüft: In 241 Fällen fanden zwei Impfungen statt – es bestand also nachweislich ein Schutz gegen die Erkrankung, in 24 Fällen wurde einmal geimpft, bei 16 Kindern wurde keine Impfung dokumentiert. Bei 128 Schülerinnen und Schülern, davon 105 ohne Impfdokument, wurde mittels zusätzlicher Befragung überprüft, ob es einen „infektionsrelevanten Kontakt“ gegeben hatte.

Amtsarzt: Kinder impfen lassen

An der GSO mussten letztendlich 32 Schülerinnen und Schüler für eine Woche vom Schulbetrieb ausgeschlossen werden. „Die gesamte Aktion ist zu unserer Zufriedenheit gelaufen, eine Ausbreitung des Infektionsgeschehens konnte so verhindert werden“, sagt Dr. Henning Karbach, Amtsarzt und Leiter des Bereiches Gesundheit. „Eine Impfpflicht für Windpocken besteht zwar nicht, empfehlenswert ist sie aber auf jeden Fall. Ich kann allen Eltern deshalb nur dringend raten, ihre Kinder impfen zu lassen. Denn nur so kann ein Schutz vor dieser Krankheit garantiert werden“, erklärt Sabine Lauxen, Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit und Mobilität.

Mitte Januar wurden auch die Schüler des Elsa-Brändström-Gymnasiums in Stadtmitte kontrolliert. An dieser Schule war ein Lehrer erkrankt, deswegen fiel die Aktion noch größer aus, weil ein Lehrer potenziell zu mehr Schülern Kontakt hat. Am „Elsa“ mussten rund 600 Schülerinnen und Schüler ihre Impfausweise vorzeigen.

Ab dem kommenden Montag können dann alle ausgeschlossenen Schülerinnen und Schüler der GSO die Schule wieder besuchen – sofern sie keine Krankheitssymptome aufweisen.

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