Dialog-Tour

Oberbürgermeister Daniel Schranz startet neue Gesprächsreihe

Oberbürgermeister Daniel Schranz, hier bei seiner Rede zum Neujahrsempfang 2018.

Oberbürgermeister Daniel Schranz, hier bei seiner Rede zum Neujahrsempfang 2018.

Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Was bewegt Oberhausener Bürger? Was stört sie? Das möchte Oberbürgermeister Schranz vor Ort erfahren. 16 Stadtteile wird er dafür besuchen.

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Mit einem neuen Diskussionsformat will Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) in 16 Oberhausener Stadtteilen direkt vor Ort erkunden, was Bürger bewegt, was Bürger stört. „Auf ein Wort mit Daniel Schranz“ heißt die neue Veranstaltungsreihe des Stadtoberhaupts, die von Mitte November dieses Jahres bis Anfang 2020 laufen soll – und intern im Rathaus „Dialog-Tour“ heißt.

„Für mich ist das ein zusätzlicher Baustein der Bürgerbeteiligung“, meint Schranz. Die Leitlinien des Rates zur Beteiligung von Bürgern bei Stadtprojekten und Entscheidungen seien bereits ein voller Erfolg geworden; das neue Gremium Bürgerrat, das den Oberbürgermeister berät, sei mit dem Anspruch etabliert, die Stadtentwicklung weiter voranzutreiben.

Direkt und ungefiltert

An der Dialogtour als dritten Baustein kann jeder Bürger teilnehmen, jede Veranstaltung dauert anderthalb Stunden und hat kein vorgegebenes Thema. Anmelden muss man sich nicht, kostenlos sind die Gespräche mit Schranz ohnehin. „Das ist für Bürger eine sehr niedrigschwellige Chance, direkt und ungefiltert mit dem Oberbürgermeister über Themen zu reden, die sich jeder einzelne wünscht“, meint dieser.

Bezahlt wird die Tour aus dem Rathaus-Topf für Bürgerbeteiligung, gereicht wird den Bürgern vor Ort aber gerade mal ein bisschen Mineralwasser – kein Wein, kein Saft, kein Bier. Es soll halt ein Arbeitsgespräch werden.

Schranz beteuert, das neue Veranstaltungsformat sei kein Vorwahlkampf für die nächste OB-Wahl Mitte 2020. „Wir haben extra Wert darauf gelegt, dass die Dialogtour Anfang 2020 endet, um diese vom Wahlkampf klar zu trennen.“

Hohe Erwartungen

Ganz ohne heikle Nebenwirkungen ist so eine direkte Gesprächsreihe mit dem ersten Mann an der Stadtspitze für Schranz selbst allerdings nicht. „Wir wecken damit natürlich auch Erwartungen bei den Bürgern, dass wir deren direkt vorgetragenen Probleme lösen. Das wird aber nicht immer möglich sein – aus finanziellen oder personellen Kapazitätsgründen. Oder weil wir nicht zuständig sind. Das könnte deshalb zu Enttäuschungen führen“, ist sich Schranz über die Risiken bewusst.

Die erste Veranstaltung ist bereits am nächsten Donnerstag, 15. November, 18.30 Uhr im Jugendzentrum Emscherdamm, Flugstraße 1.

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