Notfall

Notfalldose im Kühlschrank soll in Oberhausen Leben retten

Die Notfalldose wird im Kühlschrank aufbewahrt.

Die Notfalldose wird im Kühlschrank aufbewahrt.

Foto: Dietmar Wäsche

Oberhausen.   Ab sofort können Bürger lebenswichtige Infos im Kühlschrank aufbewahren. Einsatzkräfte wissen so schnell über Krankheiten und Allergien bescheid.

Mit dem Tag des Notrufs am Montag, 11. Februar, startet auch in Oberhausen das Projekt Notfalldose. Bürger haben ab sofort die Möglichkeit, wichtige Informationen über mögliche Erkrankungen oder lebenswichtige Medikamente in ihrer Kühlschranktür aufbewahren. Im Notfall erhalten Rettungskräfte so alle nötigen Details, um Patienten richtig behandeln zu können.

Möglich macht dies eine gemeinsame Initiative der Feuerwehr und der Oberhausener Hilfsorganisationen. „Wenn jede Sekunde zählt, hilft jede einzelne noch so kleine Information den Rettungskräften weiter“, erklärt Rainer Porsch, Leiter Stabsstelle Rettungsdienst der Oberhausener Berufsfeuerwehr, die Motivation hinter dem Projekt. Lebensrettende Informationen müsse der Rettungsdienst schnell zur Hand haben.

Klein und handlich

Und so funktioniert die Dose: Die Notfalldose, klein und handlich wie eine Konserve, enthält ein Informationsblatt, auf dem alle wichtige Details über eine im Haushalt lebende Person zu finden sind. Jede weitere im Haushalt lebende Person füllt ein eigenes Blatt aus. Auf dem Zettel vermerkt sind Informationen über Vorerkrankungen, Allergien, die Einnahme von Medikamenten sowie die Adresse vom Hausarzt, einem eventuell vorhandenen Pflegedienst und Kontaktpersonen. Außerdem werden Fragen zum bevorzugten Krankenhaus, zu wichtigen operativen Eingriffen und, falls vorhanden, zum Haustier beantwortet.

Die Notfalldose wird in der Innentür des Kühlschranks aufbewahrt. Einheitliche Aufkleber auf der Innenseite der Haus- beziehungsweise Wohnungstür und auf der Außenseite des Kühlschrankes weisen Retter auf die Dose hin.

Erhältlich bei Feuerwehr und Hilfsdiensten

Oberhausen ist nicht die erste Stadt, in der die Notfalldose zum Einsatz kommt. Bochum beteiligt sich seit Ende vergangenen Jahres an dem Projekt; ebenso Witten, Mülheim und Gladbeck. Die Einschätzung des Projektes teilen alle beteiligten Hilfsdienste: Die kleine Dose im Kühlschrank kann im Ernstfall Leben retten. Überall gleich gilt aber auch: Die Dose ersetzt nicht den Notruf. Daher: Bei Gefahr um Leib und Leben die 112 wählen!

Erhältlich ist die Notfalldose bei der Feuerwehr sowie den teilnehmenden Organisationen: Deutsches Rotes Kreuz, Malteser Hilfsdienst, Die Johanniter und Arbeiter Samariter Bund. „Auch wenn die Dosen sich vom äußeren Erscheinungsbild unterscheiden, der Inhalt ist bei allen Dosen in Oberhausen der gleiche“, erklärt Rainer Porsch.

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