2. Ideenmarkt Sterkrade

Wünsche für Sterkrade: Frische Fontänen, begrünte Fassaden

Beide Ideenmärkte fanden in Sterkrade in diesem Frühjahr viel Resonanz und regen Andrang –vor allem mit Blick auf den Kleinen Markt entfaltet die Ideenschmiede nun konkrete Wirkung.

Beide Ideenmärkte fanden in Sterkrade in diesem Frühjahr viel Resonanz und regen Andrang –vor allem mit Blick auf den Kleinen Markt entfaltet die Ideenschmiede nun konkrete Wirkung.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.  Wenn Sterkrade-Mitte und vor allem der Kleine Markt attraktiver gestaltet werden, soll trotz aller Neuerung genug Platz für die Kirmes bleiben.

Es wird langsam ernst: Der zweite Ideenmarkt im Bistro Jahreszeiten in Sterkrade ist geprägt von behutsam vorgehenden Planungsbüros und der Hoffnung, alles mag so bleiben, wie es ist – nur eben schöner und grüner als bisher soll die City gerne werden. Welche Leitidee die 30-köpfige Jury am 11. April überzeugt, bleibt aber weiterhin die spannende Frage.

Wer schafft es, die vielfältigen Interessen von Bürgern, Händlern, Experten, Planern und Stadt am besten zu bündeln? Grundsätzlich wollen natürlich alle „ihr“ Sterkrade lebenswerter machen und wirtschaftlich stärken. Doch über das „wie“ wurde auch beim 2. Ideenmarkt fleißig diskutiert.

Planungsbüros aus Köln, Essen, Düsseldorf und Krefeld

80 Bürger kamen nach Feierabend zusammen, um den Planern in die Karten zu schauen. Carolin Rusek, zuständig für die Stadtplanung, ist sehr zufrieden mit der Teilnehmerzahl und der Arbeit der Büros. „Was die vier Bewerber seit dem ersten Treffen erarbeitet haben, ist beeindruckend“, betont die 30-Jährige und deutet auf die farbigen Plakate der Büros an der hinteren Wand im Saal.

Auf den ersten Blick ist da vieles gleich grün, obwohl vier Planungsbüros aus Köln, Essen, Düsseldorf und Krefeld unabhängig voneinander am Projekt arbeiten. Bänke, Gräser, ganze Baumhaine und eingefasste Sträucher – Sterkrade soll in allen Plänen der Natur näher sein als jetzt.

Plaza mit Sonnenschirmen

Dennoch zeigt jede der vier 25-minütigen Präsentationen auch Unterschiede auf. Plan Nummer eins sieht das Straßenkreuz Bahnhofsstraße/Steinbrinkstraße zum Beispiel als Plaza mit Sonnenschirmen und Gastronomie rundherum, während die Planer aus Köln dagegen die Vision eines „grünen Kabäusken“ ausmalen; das als zweite Etage den vorhandenen Pavillon ergänzt und aufwertet.

Viel Platz für die Kirmes bleibt

Spruchreif sind allerdings nur die Pläne zum kleinen Markt, weil der Antrag auf die sechsstellige Fördersumme hierfür im September gestellt werden soll – wird diesem zugestimmt, könnte es womöglich schon bald begrünte Fassaden, neue Wasserfontänen und LED-Beleuchtung auf dem derzeit recht trist wirkenden kleinen Markt geben.

Kirmesbetreiber und Markthändler haben mit den gezeigten Entwürfen deutlich weniger Bauchschmerzen als beim ersten Ideenmarkt. Buden und Karussells behalten ihren Platz. Die Büros setzten damit also einen Hauptkritikpunkt aus der ersten Runde sofort um.

Fronleichnamskirmes ist Wirtschaftsfaktor

Rudolf Schütze vom Schaustellerverband zeigt sich zwischen den ersten beiden Präsentationen sehr angetan. Dem Vorsitzenden gefallen die Entwürfe, wobei er eins unmissverständlich klarstellt: „Natürlich wollen wir beides: eine Fronleichnamskirmes als wichtigen Wirtschaftsfaktor und wichtige Veranstaltung für ganz Oberhausen und eine dauerhaft attraktive und starke Sterkrader Innenstadt.“

>>> Info: „Kein Muster ohne Wert“

Die Liste der Beteiligungsformen für Sterkrades City ist lang: Ideenmärkte, Stadtteilkonferenzen, Internet-Umfragen und Workshops zählen dazu.

Ina Schauer, Betreuerin der Planungsbüros, bekräftigte beim zweiten Ideenmarkt die Relevanz dieser Bürger-Abende: „Der Ideenmarkt ist kein Muster ohne Wert. Im Gegenteil: Er soll die Grundlage des integrierten Handlungskonzeptes für Sterkrade sein und ist wichtig, weil die Arbeiten zeitnah beginnen.“

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