Schulprojekt

Sophie-Scholl-Gymnasium erforscht den 3D-Druck

Auch Marvin aus der Jahrgangsstufe 10 ist fasziniert von der funktionierenden 3D-Technik.

Auch Marvin aus der Jahrgangsstufe 10 ist fasziniert von der funktionierenden 3D-Technik.

oberhausen.   Sophie-Scholl-Gymnasium erkundet mit der Hochschule Ruhr West die dreidimensionale Zukunftstechnik. Schüler der Stufen 7 bis 12 sind dabei.

Die Kooperation der Hochschule Ruhr West (HRW) und des Zentrums „Zukunft durch Innovation“ (ZDI) mit Schulen in der Region hat sich bereits vielerorts bewährt. Das jüngste Beispiel dafür kommt nun vom Sophie-Scholl-Gymnasium in Sterkrade, wo ein „MINT 4 U- Workshop“ mit dem Titel „3D-Drucker bauen“ den Forschergeist weckte.

„Der Workshop, der am HRW-Standort in Bottrop stattfand, umfasste drei Werktage, an denen die Schüler einen 3D-Drucker in Dreier-Teams zusammenbauten und lernten, wie dieser kalibriert, gewartet und verwendet wird“, berichtet Sandra Gruschkuhn, MINT-Koordinatorin des Sophie-Scholl-Gymnasiums.

Von der ersten Schraube an

Anfangs sei es für die Schüler ungewöhnlich gewesen, an einem anderen Ort zu lernen und mit Schülern anderer Klassen und zumeist anderer Jahrgangsstufen zusammenzuarbeiten. Doch schnell hätten sich die Teilnehmer mit den ersten Erfolgen an diese Situation gewöhnt. Bemerkenswert: Die Schüler bauten die 3D-Drucker von der ersten Schraube an selbstständig zusammen. Die Workshop-Leitung stand dabei helfend zur Seite, machte auf Probleme und Fehler aufmerksam, setzte aber ansonsten weitgehend aufs eigene Erkunden, Tüfteln und Arbeiten der Teilnehmer.

Zentrales Ziel des Kurses war es, dass Interesse der Schüler für diese zukunftsweisende Technologie zu wecken.

Die jungen Forscher kamen aus den Jahrgangsstufen 7 bis 12, deckten also eine größere Altersspanne ab.

Einige konnten Vorerfahrungen im Bereich des 3D-Drucks vorweisen, weil sie an einer entsprechenden AG teilgenommen hatten. Doch die dafür notwendige Software und vor allem die Hardware waren zuvor unbekannt und wurden im Zuge des Workshops somit erstmalig im doppelten Sinne begreifbar gemacht. Ein unterhaltsamer Nebeneffekt: Besonders begeistert seien die Schüler – unisono – von der Möglichkeit gewesen, sich selbst mit Hilfe eines 3D-Scanners einzuscannen und diese Datei weiter zu bearbeiten, um abschließend eine Büste ihres eigenen Kopfes auszudrucken, berichtet Sandra Gruschkuhn. Auf diese Weise entstanden also kleine Workshop-Souvenirs, die jetzt wohl in zahlreichen Zimmern daheim zu bewundern sind.

Nun auch für die Drucker in der Schule zuständig

Geplant ist im Hinblick auf die Nachhaltigkeit dieses Workshops, dass die Schüler nun auch für die gebauten Drucker in der Schule zuständig sind. Das Starten von Druckaufträgen sowie das Warten der 3D-Drucker wird durch die Workshop-Teilnehmer unterstützt. Luca und Maximilian, beide aus der Klasse 9e, sehen das nicht als Pflichtaufgabe, sondern sind sich sicher: „Das macht Spaß.“

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