SCHULPROJEKT

Plakette besiegelt Talentscouting an Gesamtschule Osterfeld

Die GSO ist offiziell eine „Schule im NRW-Talentscouting“: Sandra Satzki, Nils Bergenthum, Vanessa, Niki, Helin, Gabriele Vogt und Carsten Kühn freut’s (v.li.).

Foto: Jörg Schimmel

Die GSO ist offiziell eine „Schule im NRW-Talentscouting“: Sandra Satzki, Nils Bergenthum, Vanessa, Niki, Helin, Gabriele Vogt und Carsten Kühn freut’s (v.li.). Foto: Jörg Schimmel

Oberhausen/Osterfeld.  Die GSO ist nun offiziell Teil des stetig wachsenden Hochschul-Netzwerks. Ein Scout berät die Schüler. Erste positive Erfahrungen in der Praxis.

Schon im September 2017 haben die Gesamtschule Osterfeld (GSO) und die Hochschule Ruhr West den Kooperationsvertrag geschlossen, jetzt wurde die Plakette „Schule im NRW-Talentscouting“ offiziell überreicht.

Wie bereits an fünf weiteren Schulstandorten in Oberhausen haben nun auch die Osterfelder Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Angebot eines Talentscouts zu nutzen. Dieser Scout – im Falle der GSO ist das Nils Bergenthum – besucht die Osterfelder Schule einmal monatlich und bietet Interessenten aus der Oberstufe in halbstündigen Terminen an, mit ihnen über Berufswünsche und persönliche Ziele zu sprechen. Er hilft ihnen, den Weg an die Universität zu finden oder zeigt berufliche Alternativen auf.

Talenten den Weg an die Universität ebnen

Ein wichtiges Ziel des landesweiten Projektes ist es, Talenten aus Nicht-Akademikerfamilien den Weg an eine Universität zu ebnen.

Beim Scouting geht es nicht nur um Schüler mit einem Top-Zeugnis, sondern gerade um solche, die kontinuierliche Unterstützung und guten Rat benötigen. Wichtig für Talentscout Nils Bergenthum ist die Begegnung auf Augenhöhe. Er will die Stärken der Schüler gezielt fördern. Und so hat das Programm auch Vorteile für die Hochschulen, denn wenn die Schüler sich bereits frühzeitig darüber Gedanken machen, ob ein Studium wirklich der richtige Weg für sie ist, führt das zu weniger Abbrüchen. Im Zuge des Programms gibt es auch die Möglichkeit, Laboratorien zu besuchen und mit Studierenden über deren Studienfach-Auswahl zu sprechen.

Anlässlich der Plaketten-Übergabe waren auch drei Oberstufenschüler präsent, die bereits an dem Programm teilgenommen haben. Sie berichteten, dass sie die Unterstützung gut nutzen konnten.

Schon klare Studienziele gesetzt

Für ihr Studium haben sie sich bereits klare Ziele gesetzt: Helin (19) möchte Philosophie und Englisch auf Lehramt studieren, Vanessa (17) das Fach Sozialpädagogik und Niki (18), deren Eltern aus dem Iran und der Ukraine stammen, hat sich für eine besonders ungewöhnliche Fächer-Variante entschieden: Chinesisch und Koreanisch.

Ein Hauptinitiator der NRW-weiten Talentförderung ist der Oberhausener Suat Yilmaz, der das Programm an der Fachhochschule in Gelsenkirchen startete. Immer mehr Hochschulen im Land kamen hinzu und kooperieren mit allgemeinbildenden Schulen. Die Landesregierung bezuschusst das Programm bis 2020 jährlich mir 6,5 Millionen Euro. Yilmaz: „Es zeigt sich immer wieder, dass Schüler eine möglichst frühe Orientierung benötigen.“

Drei Talenscouts sind regelmäßig unterwegs

Als eine von insgesamt sieben Hochschulen in NRW hat sich die Hochschule Ruhr West über einen Wettbewerb der Landesregierung für das Programm Talentscouting qualifiziert.


Drei Talentscouts sind regelmäßig an den Kooperationsschulen in Oberhausen, Mülheim und Bottrop präsent.

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