Zweirad-Freizeit

Neuer Treffpunkt für Biker-Touristen entsteht in Buschhausen

Die Fahrschule Krüssmann hat einen Treffpunkt eröffnet und will dort Dia-Vorträge, Seminare und Workshops anbieten. Im Bild: Klaus Krüssmann.

Foto: Christoph Wojtyczka

Die Fahrschule Krüssmann hat einen Treffpunkt eröffnet und will dort Dia-Vorträge, Seminare und Workshops anbieten. Im Bild: Klaus Krüssmann. Foto: Christoph Wojtyczka

Oberhausen.   Klaus Krüssmann setzt seine Idee um, bei der es ihm nicht ums Geldverdienen geht.Die Anlaufstelle soll Motorradfahrern bei Reiseplanung helfen.

Zu einer ungewöhnlichen Feier hat Klaus Krüssmann, Inhaber der gleichnamigen Fahrschule, im Gewerbegebiet Max-Eyth-Straße eingeladen. Bei Gegrilltem und Livemusik wollte er vor geladenen Gästen Werbung für seine Idee machen, dort einen „Biker’s Point“, einen Treffpunkt für Motorradfahrer, zu schaffen.

Eingeladen waren freilich nicht Liebhaber kraftstrotzender und lauter Boliden, Rocker schon gar nicht, sondern der kleine Kreis der Motorrad-Touristen. Denn zu ihnen gehört er selbst.

Motorrad-Touristen, das sind Leute, die sich samt ihrem mit Reisegepäck beladenen Zweirad zum Beispiel auf den Weg in die sehr ferne Mongolei und zurück machen oder in ihrem Urlaub die gesamte Mittelmeerküste Italiens von der Riviera über Sizilien und retour entlang der Adria abfahren. Beides hat Klaus Krüssmann schon gemacht. Er ist seit Jahrzehnten Motorrad-Tourist. Und deshalb weiß er, wie wichtig der gegenseitige Gedankenaustausch und die Vorbereitung auf solche Reisen sind.

„Der Schrauberprinz“ schreibt für Reisemagazine

„Der Biker’s Point – da bin ich nachts aufgewacht und hatte die Idee“, erzählt der 62-jährige Unternehmer. Eine reine Eingebung war es aber nicht. Schließlich leitet Krüssmann ein Schulungszentrum für angehende Kraftfahrer und Fahrlehrer. Damit organisiert er schon von Berufs wegen Sicherheitstrainings und lässt angehende Fahrlehrer in Motorradtechnik ausbilden.

Einer seiner Ausbilder ist Andreas Prinz, der in Essen eigentlich eine Motorradwerkstatt betreibt. In der Gemeinde der Biker heißt er nur „der Schrauberprinz“. Auch Prinz ist ein solcher Fernreisender auf zwei Rädern, schreibt nebenbei für spezielle Reisemagazine über seine Abenteuer. „Eine super Idee, eine wunderschöne Location. Da kann ich ganz viel Input geben“, sagt er bei der Feier.

„Ein bisschen Benzin reden“

Klaus Krüssmann schwebt vor, künftig vier Mal im Jahr zu Live-Musik und Bratwürstchen einzuladen, um einen Treffpunkt für Motorrad-Touristen zu etablieren, „wo man in schönem Ambiente ein bisschen Benzin reden kann“. Interessierte könnten darüber hinaus in seinen Räumen Kurse anbieten, etwa zur GPS-Navigation, zur Pannenhilfe bei solchen Langstrecken-Touren, zur medizinischen Behandlung bei leichten Stürzen, die es immer mal gibt, oder zu Entspannungstechniken.

Schließlich verbringt man als Motorrad-Fernreisender etliche Stunden am Tag im Sattel seiner Maschine. Auch an Reisevorträge denkt der Unternehmer. „Da sind der Fantasie ja keine Grenzen gesetzt.“ Geld will Krüssmann damit nicht verdienen. Deshalb müsse es sich um geschlossene Veranstaltungen handeln. Nur die Selbstkosten sollten hereinkommen.

„Das muss langsam wachsen“, gab aber der „Schrauberprinz“ zu bedenken. In Duisburg an der A 3 und in Wuppertal gebe es schon solche Biker’s Points. Vor allem Reisevorträge seien weit verbreitet. Seminare, wie sie Klaus Krüssmann vorschweben, dagegen weniger. Das sei eine echte Chance.

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