STADTENTWICKLUNG

Neue Zukunft für alte Zeche Sterkrade rückt näher

Das Gelände der Zeche Sterkrade 1/2 mit dem roten Fördergerüst.

Foto: Hans Blossey

Das Gelände der Zeche Sterkrade 1/2 mit dem roten Fördergerüst. Foto: Hans Blossey

Oberhausen-SchWARZE HEIDE.  Bezirksvertreter stellen Weichen für die Nutzung des Areals in Sterkrade. Mit 185 000 Quadratmetern handelt es sich um eine große Flächenreserve.

Mit 185 000 Qua­dratmetern Größe ist das Areal der ehemaligen Zeche Sterkrade im Dreieck von Bahnstrecke, Von-Trotha-Straße und Weierstraße eine der großen Flächenreserven in der Stadt. Dafür hatte die Stadtverwaltung ursprünglich eine reine Wohnbebauung vorgesehen. Stattdessen sollen künftig Wohnen, „grünes Gewerbe“ und ein Grünzug auf dem Gelände miteinander kombiniert werden – unter Einbeziehung der Ergebnisse des Schlaun-Architekten-Wettbewerbs für genau dieses Areal aus den Jahren 2014/15.

In diesem Sinne hat die Bezirksvertretung Sterkrade jetzt die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans begrüßt. Er weist dort bislang Wohnbaufläche aus. Sie muss in „gemischte Baufläche“ umgewandelt werden. Das erfordert ein umfangreiches Planungsverfahren, bei dem zum Beispiel Umweltbelange geprüft werden müssen. Gebaut werden könnte allerdings erst, wenn es für das gleiche Gelände dann auch einen Bebauungsplan gibt.

Verfahren ruht

Aber das schon vor Jahren eingeleitete Verfahren ruht zur Zeit, weil erst die Planung der Betuwe-Güterzugstrecke am Rande der Fläche abgewartet werden muss. Sie steckt die Grenzen ab, innerhalb derer das Gebiet künftig entwickelt werden kann.

Die Stadt begründet ihren Kurswechsel unter anderem damit, es gebe noch enormen Bedarf auch an Gewerbeflächen. Oberhausen könne noch 300 000 Quadratmeter neuer Gewerbeflächen gebrauchen. Das ehemalige Zechengelände soll aber nur zum Teil entsprechend genutzt werden. Außerdem hätten sich die bisherigen Ziele, ein reines Wohngebiet zu schaffen, nicht verwirklichen lassen. Die entsprechende Neuausrichtung habe der Rat der Stadt schon 2013 beschlossen.

Günstige Verkehrsanbindungen

Probleme mit übergeordneten Vorgaben der Raumordnung sieht die Stadtverwaltung nicht. Schließlich werde dadurch eine ehemalige Industriebrache wieder nutzbar gemacht, statt zusätzlich Freifläche in Anspruch zu nehmen. Die Verkehrsanbindungen seien günstig. Auch ein regional bedeutsamer Radweg soll künftig das Gelände durchqueren. Außerdem ist die Renaturierung des Alsbachs vorgesehen, der in diesem Abschnitt noch verrohrt ist. Zudem wird die Fläche an den Volkspark Sterkrade und das dortige Nebenzentrum angebunden.

Der Schlaun-Wettbewerb von 2014/15 zeigte eindrucksvolle Brückenkonstruktionen, mit denen die Bahntrasse der Betuwe überspannt werden könnte. Sterkrades Bezirksbürgermeister Ulrich Real zeigt sich erfreut über den Beginn der Planung. „Damit kommen wir bei der Entwicklung rund um das Gelände der ehemaligen Zeche einen entscheidenden Schritt weiter.“ Real setzt darauf, dass viele Vorschläge aus dem Schlaun-Wettbewerb am Ende auch umgesetzt werden können. Auch die CDU zeigte sich in der Bezirksvertretung Sterkrade erfreut. „Wir haben dringenden Bedarf an Ar­beitsplätzen“, betonte Holger Ingendoh.

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