Kik-Haus

Neubau in Oberhausen-Sterkrade entpuppt sich als Höhenflug

Seit Jahren steht das frühere Kaufhaus in Sterkrade leer - der Entwurf des Architekten Meier-Ebbers zeigt einen kraftvollen Neubau.

Seit Jahren steht das frühere Kaufhaus in Sterkrade leer - der Entwurf des Architekten Meier-Ebbers zeigt einen kraftvollen Neubau.

Foto: Foto: Strauch/Grafik: Meier-Ebbers

Oberhausen.  Ist das sogenannte „Kik“-Haus in Oberhausen-Sterkrade erst abgerissen, soll im Stadtteilzentrum ein 24 Meter hoher Neubau entstehen. 17 Wohnungen sind geplant, rund 300 Quadratmeter Gewerbefläche im Erdgeschoss. Die OGM hat zudem Investoren an der Angel.

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Anfang des Jahres soll eines der seit langem bestehenden Probleme für Sterkrade-Mitte Stein für Stein von der Bildfläche verschwinden: Im Januar oder Februar könnte der Abriss des seit Jahren leerstehenden und maroden, ehemaligen „Kaiser und Ganz“-Kaufhauses an der Steinbrinkstraße beginnen. „2016 soll das neue Gebäude fertig sein“, sagt Hartmut Schmidt, Chef der Immobilieneigentümerin und Stadttochter OGM.

Zugleich kündigt er an: Nicht die OGM wird das Projekt umsetzen, vielmehr wollen zwei noch nicht benannte Oberhausener Handwerker zum Zuge kommen und der OGM das von zwei auf satte drei Millionen Euro gewachsene Investitionsprojekt abkaufen. Die Stadttochter würde dabei einen fünfstelligen Gewinn machen.

Der Coup gelingt, macht Schmidt deutlich, „weil unsere Architekten einen mutigen Entwurf erarbeitet haben, der dieses Objekt für Privatinvestoren interessant macht.“

Alle Wohnungen barrierefrei

Das Lob gebührt dem Team des Sterkrader Architekten-Büros Meier-Ebbers: Auf sieben Etagen plus zurückliegendes Staffelgeschoss statt bisher insgesamt fünf haben sie das neue Gebäude wachsen lassen. Mit 24,55 Metern zieht es nicht nur mit dem gegenüberliegenden Ärztehaus zudem höhengleich. Die zusätzlichen Etagen machen auf mehr als 1580 Quadratmetern Nutzfläche Raum für gleich 17 öffentlich geförderte Wohnungen.

1,5 bis 4,5 Zimmer große Wohnungen sind auf fünf Etagen geplant, zwischen 34 und 100 Quadratmeter sollen sie groß sein und Balkone erhalten – wie es sie einst am Stadtmitte-Haus gegeben haben soll. Im Staffelgeschoss sind zwei Loftwohnungen mit den Größen von 56 und 80 Quadratmetern geplant. Alle Wohnungen werden barrierefrei sein, zu erreichen sind sie über einen Aufzug, zu mieten sind die Wohnungen ab 5,25 Euro pro Quadratmeter.

OGM steckte Kritik ein

Das Erdgeschoss bietet rund 300 Quadratmeter gewerbliche Nutzfläche an. Eigentümer dieser Räume wird der Sterkrader Unternehmer Bernd-Josef Reuschenbach, der dort wohl ein Bistro eröffnen wird.

Für 171 .000 Euro hatte die OGM das auch nach dem letzten Mieter benannte „Kik“-Haus von der insolventen S&K-Gruppe gekauft – und steckte dafür auch Kritik ein. Rund um das nun abzureißende frühere Kaufhaus stehen zwei weitere Veränderungen an: der Center-Point wird wohl 2016 abgerissen, das Stadtmittehaus ab 2015 saniert.

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