Tradition

Königshardt feierte wie eine große Advent-Familie

Bei der vorweihnachtlichen Begegnung auf dem Theodor-Spiering-Platz war auch der evangelische Posaunenchor Königshardt-Schmachtendorf präsent.

Bei der vorweihnachtlichen Begegnung auf dem Theodor-Spiering-Platz war auch der evangelische Posaunenchor Königshardt-Schmachtendorf präsent.

Foto: Jörg Schimmel

oberhausen-Königshardt.   Vorweihnachtliche Begegnung und Weihnachtsmarkt auf dem Theodor-Spiering-Platz lockten Sonntag zahlreiche Besucher an.

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Egal wohin man läuft, überall duftet es nach Glühwein, Plätzchen und Waffeln. Kein Wunder also, dass den Besuchern auf dem Markt der vorweihnachtlichen Begegnung das Wasser im Mund zusammen läuft. Dass es sich hierbei längst um keinen Geheimtipp mehr handelt zeigt die Tatsache, dass die ersten Stände auf dem Theodor-Spiering-Platz bereits am Sonntag um 16.30 Uhr „ausverkauft“ waren. „Wir haben neben Schnaps auch Lachs- und Matjesbrötchen verkauft. Die waren jedoch schon sehr früh weg“, erzählt zufrieden Frank Brüggemann, der den Stand der katholischen Kirchengemeinde St. Theresia vom Kinde Jesu betreute.

„Der Markt gehört hier auf der Königshardt mittlerweile schon als feste Veranstaltung zur Adventszeit dazu und findet in diesem Jahr bereits zum 31. Mal statt“, wie Mitorganisator Thomas Meller von der Königshardter Interessensgemeinschaft (KIG) verrät. Neben Glühwein, Punsch, Waffeln und Fischbrötchen wird auch Hochprozentiges angeboten. Doch auch die Kleinsten kommen nicht zu kurz.

Hier soll es nicht um Kommerz gehen

In der Mitte des Marktes steht ein Kinderkarussell, auf dem die Kinder sich austoben können. Der Markt unterscheidet sich deutlich von anderen Weihnachtsmärkten und ist nicht vergleichbar, meint Meller: „Hier kann man nichts kaufen. An jedem Stand sind lediglich Spendenboxen aufgestellt.“ Das begründet der Mitorganisator mit der Tatsache, dass es bei dem Markt nicht um Kommerz gehen soll, sondern andere Werte im Mittelpunkt stehen. „Die Speisen und Getränke, die hier gegen Spende an den Mann gebracht werden, sind alle von Vereinen aus dem Stadtteil gesponsert. Das bedeutet, dass die Einnahmen komplett an den guten Zweck gehen.“

In diesem Jahr profitieren gleich fünf Jugendeinrichtungen und Vereine in Königshardt von den Spenden. Dass das Geld für Dinge im Stadtteil eingesetzt wird, ist den Eheleuten Gresshoff besonders wichtig. Die beiden kommen jedes Jahr her und sind begeistert vom Markt. „Der gute Zweck ist sehr wichtig“, sagt Sylvia Gresshoff, „und ich finde es gut, dass das Geld hier im Stadtteil bleibt und man auch sehen kann, was mit dem Geld passiert.“

Toller Gemeinschaftssinn

Ehemann Michael Gresshoff lobt zudem das Beisammensein. „Der Markt ist wie eine Familie: Hier kennt jeder jeden.“ Das Beisammensein ist auch Herrmann Raape wichtig. Der Senior stärkt sich gerade am Stand der katholischen Kirchengemeinde St. Barbara mit Panhas. „Das ist eine echt westfälische Spezialität aus Blutwurst und schmeckt sehr gut. Ich komme jedes Jahr her, da man immer bekannte Gesichter trifft.“

Doch auch aus Sicht der Veranstalter ist die vorweihnachtliche Begegnung mit ihrem bunten Markttreiben mehr als gelungen. „Wir sind super zufrieden, dass so viele Menschen gekommen sind“, zieht Wilfried Rasokat eine Bilanz. Und so steht auch schon der wenig überraschende Termin für die kommende Ausgabe fest: „2018 wird der Markt wieder am dritten Advent stattfinden“, verkündet Thomas Meller.

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