Stadtentwicklung

Keine Fördermittel für Bauprojekt in Oberhausen

Das ehemalige Kaiser & Ganz-Gebäude an der Bahnhofstraße in Sterkrade wird zurzeit Etage für Etage abgetragen.

Das ehemalige Kaiser & Ganz-Gebäude an der Bahnhofstraße in Sterkrade wird zurzeit Etage für Etage abgetragen.

Foto: Funke Foto Services

Oberhausen.   OGM und Investor fahren für den Neubau auf dem einstigen Kaiser&Ganz-Gelände nun zweigleisig. Das Land hatte dem vorgelegten Plan nicht zugestimmt.

Ein Leerstand und Schandfleck verschwindet: Etage um Etage des einstigen Kaufhauses „Kaiser & Ganz“ in der Sterkrader Innenstadt wird derzeit abgetragen. „Der Abriss ist vollkommen im Zeitplan“, berichtet Hartmut Schmidt, Geschäftsführer der Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM). Die Planungen für den Neubau an gleicher Stelle sind dagegen noch längst nicht abgeschlossen. Wie Schmidt erklärt, wird das Bauministerium des Landes keine Fördermittel für den angedachten siebengeschossigen Neubau plus ein Staffelgeschoss genehmigen. Die OGM und der Osterfelder Investor Heinz Reimann werden darum zweigleisig planen, neben der ursprünglichen Variante auch mit einem nur insgesamt fünfgeschossigen Bau.

18 barrierefreie Wohnungen, Geschäftsräume im Erdgeschoss und Baukosten in Höhe von rund vier Millionen Euro, so sah der eigentliche Plan aus, den OGM und Reimann für den Standort im Herzen der Sterkrader Innenstadt hatten. Doch eine finanzielle Unterstützung seitens des Landes wird es wohl nur für eine viergeschossige Bebauung plus Staffelgeschoss geben. „Derzeit wird durchgerechnet, ob sich durch eine freie Finanzierung auch ein siebengeschossiger Bau lohnt“, sagt Schmidt. Gespräche mit der Hausbank stünden an: „Die Zinskonditionen haben sich verbessert.“ Da der Abriss noch zwei Monate dauere, habe man noch Zeit.

Weitere Interessenten

Bewegung gibt es beim nur wenige Meter entfernten Center-Point. „Für den Abbau des Flugdaches wurde uns von der Stadt die Genehmigung in Aussicht gestellt.“ Sowohl das Dach als auch das dazugehörige Ensemble könnten im Zuge der Umgestaltung der Sterkrader Innenstadt an einem anderen Ort wieder aufgebaut werden. Wann die Arbeiten beginnen, ist dagegen noch unklar. „Wir werden erst aktiv, wenn wir die Genehmigung im Briefkasten haben“, betont Schmidt. Zudem müsste mit Bernd-Josef Reuschenbach, der im Center-Point eine Filiale seiner Fleischerei untergebracht hat, ein Termin für die Arbeiten vereinbart werden. Was mit der Photovoltaik-Anlage der Energieversorgung Oberhausen AG (EVO) passiert, die auf dem Flugdach angebracht ist, ist noch nicht geklärt. „Der Brunnen am Center-Point bleibt in jedem Fall erhalten“, versichert OGM-Chef Schmidt.

Weitere Gespräche mit der Familie Reuschenbach habe es zudem über den Ankauf des Center-Points gegeben – den ursprünglich angesetzten Kaufpreis von 560.000 Euro sollte die OGM nach Aufforderung des Aufsichtsrates nachverhandeln. Noch gebe es keine Einigung, sagt Schmidt. Eine Variante sieht vor, dass Reuschenbach Miteigentümer des Neubaus gegenüber des Center-Points werden könnte. „Es gibt aber auch weitere Interessenten für das Gebäude.“ Am 9. September soll der OGM-Aufsichtsrat entscheiden.

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