Friedhofskultur

Bibelpfad mit 15 Stationen für den Friedhof in Osterfeld

15 Stationen mit Bibel-Zitaten begleiten die Friedhofsbesucher in Osterfeld. Darüber freuen sich Propst Christoph Wichmann, Jürgen Fischer von Holz Osmann und Friedhofsgärtner Thomas Wieschenkämper (v.li.)

15 Stationen mit Bibel-Zitaten begleiten die Friedhofsbesucher in Osterfeld. Darüber freuen sich Propst Christoph Wichmann, Jürgen Fischer von Holz Osmann und Friedhofsgärtner Thomas Wieschenkämper (v.li.)

Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   In kürzester Zeit wurde dieses Projekt realisiert: Auf einem Bibelpfad lesen Besucher des Friedhofs Osterfeld Zitate aus der Heiligen Schrift.

Der Friedhof in Osterfeld ist nicht nur ein Friedhof, sondern zugleich auch ein idyllisch gelegenes Grün-Areal, das von zahlreichen Spaziergängern genutzt wird. Propst Christoph Wichmann liegt der Friedhof schon von Amts wegen sehr am Herzen. Wie kann man die Attraktivität hier für die Besucher weiter steigern? Diese Frage diskutiert der Propst auch immer wieder mit Friedhofsgärtner Thomas Wieschenkämper. Schließlich entstand eine wegweisende Idee: Wie wär’s mit einem Bibelpfad auf dem Friedhof?

Beim Osterfelder Frühstück im Januar schilderte der Propst diese Idee einem weiteren Osterfelder: Bei Jürgen Fischer, Geschäftsführer des an der Heinestraße gelegenen Unternehmens Holz Osmann, fand er sofort Gehör. Die Firma wurde umgehend ganz praktisch aktiv. Und seit einigen Tagen ist er nun bereits präsent: der neue Bibelpfad mit 15 Stationen auf dem Friedhof der Propstei St. Pankratius an der Bottroper Straße.

Trost, Hoffnung und Mut

Die Bibel-Zitate und -Sprüche spenden den Leserinnen und Lesern sozusagen im Vorbeigehen Trost, Hoffnung und Mut. So heißt es zum Beispiel an der Station direkt neben der Kapelle: „Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.“

Die einzelnen Bibelzitate sind hier auf einer grün unterlegten Plakette mit Propstei-Signet zu lesen, die auf einem Robinienstamm angebracht ist. Dieses Holz ist besonders haltbar und wetterbeständig.

„Uns geht es darum, mit dem Bibelpfad das Friedhofsgelände für die Besucher noch ansprechender zu gestalten“, erläuterte Christoph Wichmann. Umso erfreulicher sei es, dass mit Hilfe des Osterfelder Unternehmens Osmann eine so schnelle Verwirklichung des Projektes gelungen sei.

Patenschaften für die einzelnen Bibel-Stationen können nun übernommen werden. Zehn Stationen sind bereits an Paten übergeben, die zur Refinanzierung des Projekts dafür jeweils 111 Euro zahlen. Fünf Stationen sind noch frei, für die man sich als Pate melden kann (die Mail-Adresse dazu lautet: Christoph.Wichmann@bistum-essen.de).

Philosophische Weisheiten

Wieso 111 Euro? Da müssen Christoph Wichmann und Jürgen Fischer ein wenig lächeln: „Die Idee für den Bibelpfad ist ja schließlich in der Karnevalszeit entstanden. Da dachten wir, 111 Euro ist doch eine gute Zahl!“

Auf dem Friedhof an der Teutstraße soll schon nach Ostern ein ähnliches Projekt verwirklicht werden – ein Philosophenpfad, ebenfalls mit 15 Stationen. Der Propst stellt eine Sammlung von geeigneten Philosophie-Zitaten zusammen, die dann dort zu lesen sein werden. Auch für dieses Projekt können sich noch Paten melden, die ebenfalls mit jeweils 111 Euro dabei sind.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben