Ehrenamtliches Engagement

Besucherandrang beim Fest für Familien krebskranker Kinder

35 Helfer um Martin Pistone hatten zum ersten Mal im Kleingarten Rothebusch ein Frühlingsfest zugunsten der Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder organisiert - und sind mit großem Besucherandrang belohnt worden.

35 Helfer um Martin Pistone hatten zum ersten Mal im Kleingarten Rothebusch ein Frühlingsfest zugunsten der Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder organisiert - und sind mit großem Besucherandrang belohnt worden.

Foto: Franz Naskrent

OBERHAUSEN.   35 Helfer hatten erstmals ein Frühlingsfest im Kleingarten Rothebusch zugunsten der Elterninitiative krebskranker Kinder organisiert – mit Erfolg.

Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, ist das ein Drama. „Davon ist die gesamte Familie betroffen“, sagte Peter Hennig am Samstag. Der Sterkrader ist Vorsitzender der Essener Elterninitiative zur Unterstützung krebskranker Kinder. Zu ihren Gunsten richtete der Kleingartenverein Rothebusch an diesem Tag auf seinem Gelände an der Baumstraße erstmals ein Frühlingsfest aus. Nicht nur viele der 92 Kleingärtner und ihre Familien waren gekommen. Die halbe Nachbarschaft schien sich hier versammelt zu haben. Stolzer Erlös des Festes am Ende: 9649,83 Euro.

Viele Gäste auch von außerhalb

„Wir haben viel Werbung gemacht“, sagte Initiator Martin Pistone. „Es sind viele Gäste von außerhalb unseres Vereins da“, freute er sich. Der organisatorische Aufwand war für ihn und seine 35 Helfer beträchtlich. Sie waren am Samstag an ihren blauen T-Shirts mit dem Aufdruck „Pisi’s Team“ zu erkennen, betätigten sich beim Backen von Waffeln, beim Grillen, beim Verkauf der Wertmarken oder hinter dem Kuchenbüfett im Vereinsheim. Dort war auch eine riesige Tombola aufgebaut. Über 40 Sponsoren hatten Pistone und seine Mitstreiter gewonnen.

Den ganzen Nachmittag über lief ein Unterhaltungsprogramm ab. Tanzmariechen Emma (9) von der Karnevalsgesellschaft „Zickzack“ aus Eisenheim begeisterte die Zuschauer mit Radschlagen. Die Tanzgarde der KG bot gekonnten Rock’n-Roll-Tanz. Ein Gaukler erstaunte die Besucher mit Zauberkünsten. Im weiteren Verlauf sollten die Band Revier-Steirer und Schlagersänger Leon Dee auftreten. Sie alle verzichteten für den guten Zweck auf eine Gage. Daneben stellte die Feuerwehr ein Fahrzeug aus. Die Hüpfburg war den ganzen Nachmittag über belagert. „Es gefällt uns hier“, sagten beispielsweise Nicole Soetbeer und Ehemann Oliver aus Eisenheim.

Die Idee zu dem Fest hatte Martin Pistone. Er gehört dem Kleingartenverein erst seit 2015 an. „Ich bin im November 40 geworden“, sagte er. Dafür sei er sehr dankbar.

Mit einem Jahr an Krebs erkrankt

„Ich bin im Alter von einem Jahr an Krebs erkrankt“, erzählte er seine Geschichte. Für ihn, seine sechs Geschwister und die Eltern sei das eine schwere Zeit gewesen. „Ich selbst kann mich ja nur erinnern, dass ich in der Nachbarschaft das einzige Kind war, das keine Haare hatte.“

Aber für seine Familie sei die Belastung enorm gewesen. „Meine Mutter hat mich im Krankenhaus ein Jahr lang fast jeden Tag besucht.“ Seine älteste Schwester habe sie ersetzen müssen.

Betroffene Familien in dieser Situation zu unterstützen, ist das Ziel des 1983 gegründeten Essener Vereins. „Die Uniklinik Essen ist für Oberhausen die nächstgelegene Kinderkrebsklinik“, sagte Peter Hennig. Fünf Sozialarbeiterinnen beschäftigt der Verein, um die Familien zu unterstützen – finanziert durch Spenden.

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