Weihnachten 2017

Besuch im Weihnachts-Wunderland in Oberhausen

Die üppige Illumination vor dem Haus an der Walsumermarkstraße gibt nur einen Vorgeschmack darauf, wie es im Inneren weihnachtlich ausgestaltet ist.

Die üppige Illumination vor dem Haus an der Walsumermarkstraße gibt nur einen Vorgeschmack darauf, wie es im Inneren weihnachtlich ausgestaltet ist.

Foto: Fabian Strauch

oberhausen-Walsumermark.  Das Weihnachtshaus der Eheleute van Acken ist nicht nur von außen illuminiert. Die eigentliche Überraschung erwartet die Besucher drinnen.

Wer eine Vorstellung davon bekommen möchte, wie es im Weihnachts-Wunderland wohl aussieht, der sollte sich das Haus von Barbara und Dirk van Acken an der Walsumermarkstraße 134 anschauen. Zwar ist seine weihnachtliche Illumination von außen schon eindrucksvoll. Die eigentliche Überraschung aber erwartet den Besucher drinnen: Die ganze Wohnung der Eheleute ist der Weihnachtszeit gewidmet, und zwar so umfänglich, dass dafür fast die Worte fehlen. Denn vom Bezug des Toiletten-Deckels über die Bettbezüge bis zum Wand- und Fensterschmuck weist alles auf das bevorstehende Fest der Geburt Christi hin – und zwar in sämtlichen Zimmern der Wohnung.

Da gibt es beleuchtete Glitzerspiele, bewegliche Weihnachtslandschaften, ein Terrarium mit einer Weihnachtskirmes, eine funkelnde Schlittschuhbahn im Kleinformat, Weihnachts-Puzzles an den Wänden und natürlich Weihnachtsmänner, Räuchermännchen sowie Nussknacker. 200 Artikel in der Wohnung sind über Steckdosen beleuchtet, weitere 150 über Batterien. Die Anzahl der Deko-Artikel dürfte bei rund 10 000 liegen. Das alles wirkt aber nicht überfrachtet – es lässt den Besucher eben in ein Weihnachts-Wunderland eintreten.

„Ich hatte immer etwas mehr Weihnachts-Deko“

Vor vier Jahren ist Dirk van Acken mit seiner Frau in sein Geburtshaus zurückgekehrt. Zur Familie gehören sechs Katzen und acht Landschildkröten. Die Katzen gehen überraschend pfleglich mit dem ungewöhnlichen Hausrat um.

„Ich hatte immer etwas mehr Weihnachts-Deko“, erzählt der 39-jährige Altenpfleger. Aber dann habe sich seine Sammlung nach und nach aufgebaut. „Irgendwann hatte ich so viel zugekauft, dass es über mein Zimmer hinausging“, erinnert er sich. Es ist der Zauber der Beleuchtung, die Dirk van Acken so in ihren Bann zieht. „Für mich ist das die schönste Jahreszeit“, sagt er. Religiöse Gründe gibt es für seine Leidenschaft keine, obwohl er sich gelegentlich in der katholischen Gemeinde St. Theresia engagiert.

Für dieses Faible im engsten Kreis Verständnis zu finden, war nicht ganz einfach. Eine Wohngemeinschaft habe er wegen seiner Leidenschaft vor Jahren verlassen, räumt der Oberhausener ein.

Gute Kunden der Deko-Branche

Aber Ehefrau Barbara, eine Verkäuferin, setzt nach Angaben ihres Man­nes nur in Nuancen andere Schwerpunkte: „Ich habe es mehr mit Räuchermännchen, Nussknackern und Nikoläusen. Sie kommt an keinem Schneemann vorbei.“

„Ich sammle das ganze Jahr über Überstunden an“, sagt der Besitzer des Weihnachtshauses. Anfang November beginne er damit, sie abzufeiern und die im Keller und in der Garage in über 70 Umzugskartons und etlichen Originalverpackungen verstauten Deko-Sachen auszupacken und zu reinigen. „Am Ersten Advent muss alles fertig sein.“ Drinnen wird nach dem Dreikönigstag langsam abgebaut, die Außen-Deko folgt Mitte bis Ende Januar.

„Nach Weihnachten ist vor Weihnachten“

Die van Ackens sind gute Kunden der Deko-Branche. Im vorigen Jahr gönnten sie sich eine Schneemaschine. „In diesem Jahr hab’ ich auch schon über 1000 Euro für neue Sachen ausgegeben“, berichtet der Weihnachtsfan. Entsprechend werde auch immer wieder ausrangiert. Dirk van Acken hat schon Besuchergruppen durchs Haus geführt, zum Beispiel aus dem Altenheim.

„Nach Weihnachten ist vor Weihnachten“, erzählt er weiter. Denn früh würden Überlegungen angestellt, welche neue Deko denn angeschafft wird. Möbel werden danach ausgesucht, dass sie sich für den Zweck eignen, zum Beispiel ein extra langer Wohnzimmertisch oder stufenförmige Regale, die Standfläche für neue Figuren schaffen.

>>>>>>>>> Besucher sind herzlich willkommen

Wer sich das Weihnachtshaus der Eheleute van Acken näher anschauen möchte, nimmt dazu am besten über das soziale Netzwerk Facebook im Internet Kontakt auf. Besuchstermine vergibt Dirk van Acken grundsätzlich gerne. Er muss sie nur mit seinem beruflichen Dienstplan abstimmen.

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