Soziales

Ausgeschlafene Spende: 129 Matratzen für das Friedensdorf

Ziehen an einem Strang: Lisa Biastoch, Wolfgang Mertens, Klaus Kremers, Gabriele Bucksteeg, Rolf Kremers und Bernhard Uppenkamp (von links) mit Kindern.

Foto: Udo Gottschalk

Ziehen an einem Strang: Lisa Biastoch, Wolfgang Mertens, Klaus Kremers, Gabriele Bucksteeg, Rolf Kremers und Bernhard Uppenkamp (von links) mit Kindern. Foto: Udo Gottschalk

Oberhausen.   Die Unternehmer Rolf und Klaus Kremers aus Neukirchen-Vluyn am Niederrhein unterstützen auf diese Weise den Heimbereich.

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So eine ausgeschlafene Spende erlebt selbst das Team des Friedensdorfes Oberhausen nicht allzu oft: Exakt 129 Matratzen wurden dort jetzt übergeben. 115 größere und 14 kleinere Matratzen zählten dazu, zudem zahlreiche Kissen. All das wird für die Ausstattung des Heimbereichs verwendet, in dem kriegsverletzte Kinder aus aller Welt untergebracht sind.

Rolf und Klaus Kremers aus Neukirchen-Vluyn, die dort das Unternehmen „Paradies“ in fünfter Generation führen, kamen für die offizielle Übergabe eigens nach Oberhausen. Die Anfänge ihres Unternehmens reichen bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück: 1854 gründete Wilhelm Kremers, der Ururgroßvater der heutigen Kremers-Generation, in Vluyn am Niederrhein eine Watte- und Steppdeckenfabrik. Steter unternehmerischer Fortschritt folgte.

Anno 1953 rüstete das Unternehmen sogar das Team der Nanga-Parbat-Erstbesteigung im Himalaya mit Schlafsäcken aus. Jetzt sorgen die Kremers mit ihrer Spende für Schlafkomfort in der Ebene – im Friedensdorf mitten im flachen, nördlichen Oberhausen.

Viele Freunde in Japan

Sparkassen-Chef Bernhard Uppenkamp vermittelte diese Spendenaktion. Er kennt und schätzt die Unternehmerfamilie schon seit vielen Jahren und kam jetzt ebenfalls zur Matratzen-Übergabe an die Rua Hiroshima. Die Kremers pflegen nicht nur bundesweit, sondern auch international ihre geschäftlichen Verbindungen. Lieferungen erfolgen sogar bis nach Japan, was wunderbar passt. Schließlich hat das Friedensdorf seit Jahrzehnten in dem fernöstlichen Land viele tatkräftige Unterstützer und treue Freunde.

Lisa Biastoch und Gabriele Bucksteeg vom Friedensdorf-Team nahmen zusammen mit einigen Kindern jetzt im Friedensdorf die Matratzen-Spende entgegen und rüsteten sogleich die Betten eines Zimmers entsprechend aus.

Friedensfest am 30. Dezember

So können die Mädchen und Jungen besonders gut ausgeschlafen auch das kommende Friedensfest feiern, das am Samstag, 30. Dezember, an der Rua Hiroshima auf dem Programm steht. Weil die Kinder meistens nicht christlichen Glaubens sind, wird im Friedensdorf nämlich nicht Weihnachten gefeiert, sondern das besagte Friedensfest am zweitletzten Tag des Jahres.

Kleine Präsente werden aber – ganz wie zu Weihnachten – auch bei dieser Gelegenheit überreicht. Im Friedensdorf sind die Tage der Bescherung also noch gar nicht vorbei.

>>> Info: Das Friedensdorf gibt es seit 50 Jahren

Das Friedensdorf feierte 2017 mit vielen Veranstaltungen sein 50-Jahre-Jubiläum. Einen großen Festakt dazu gab es im Sommer. Viele Gäste waren dabei.

Das Friedensdorf wurde im Juli 1967 gegründet. Ursprünglich wollten die Gründer, so heißt es auf der Internetseite, Kindern aus dem Nahen Osten und Israel helfen („Sechs-Tage-Krieg“). Doch schnell rückte der Krieg in Vietnam in den Blick.

1972 lebten bereits 130 Kinder und Jugendliche aus Vietnam im Friedensdorf. Mittlerweile hilft und betreut die international bekannte Einrichtung kriegsverletzte Mädchen und Jungen aus aller Welt.

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