Verkehrsführung

Anwohner wünscht sich Spielstraße für Buschhausen

Sie arbeiten gemeinsam an einigen Veränderungen für Buschhausen, die vor allem den Verkehr beruhigen und verringern sollen: Jürgen Spaltmann, Manfred Flore und Albin Zupancic (v.l.)

Sie arbeiten gemeinsam an einigen Veränderungen für Buschhausen, die vor allem den Verkehr beruhigen und verringern sollen: Jürgen Spaltmann, Manfred Flore und Albin Zupancic (v.l.)

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Albin Zupancic möchte den Verkehr in seinem Ortsteil verlangsamen und stellte seine Ideen jetzt dem Netzwerk Buschhausen vor – mit Erfolg.

Albin Zupancic hat eine Vision: Er möchte Buschhausen, den Stadtteil, in dem er wohnt, autofreier sowie fußgänger- und kinderfreundlicher gestalten. Der 79-Jährige äußerte in der Jahreshauptversammlung des Netzwerks Buschhausen seine Idee.

„Mir schwebt eine lange Spielstraße zwischen dem katholischen St. Josef Friedhof an der Lindnerstraße sowie dem evangelischen Emmaus-Friedhof an der Lanterstraße vor.“ Ihm liege am Herzen, Kindern und Jugendlichen mehr Platz zum Spielen, Üben und Trainieren zu geben – vor allem auf der Straße.

Bei einem Ortstermin mit dem Vorsitzenden des Netzwerks, Jürgen Spaltmann, sowie dem Stadtverordneten Manfred Flore (SPD) erläuterte Zupancic seine Vorstellungen. Schnell wurde klar: Komplett wird sich die Idee nicht umsetzen lassen. Dafür entwickelten die Drei weitere Vorschläge, um Buschhausen verkehrsberuhigter und damit sicherer für Kinder und Fußgänger zu machen.

Diskussionsrunde mit Anwohnern geplant

Flore regte an, dass das Netzwerk demnächst bei einer Diskussionsrunde anderen Anwohnern die Ideen näher bringen könne. Für eine Bürgerversammlung seien später konkrete Pläne und von der Stadtverwaltung ermittelte genaue Kosten erforderlich.

Auf dem Stück zwischen Gudrun- und Krimhildstraße – am Nebeneingang zur Sportanlage vom SC Buschhausen 1912 und TuS Buschhausen – trafen sich die Männer. Beide Straßen trennen Poller, um Autofahrern keine Abkürzung zu ermöglichen. „Die Ecke wird viel von Kindern genutzt, nebenan ist der Spielplatz“, weiß Spaltmann. Flore: „Ein verkehrsberuhigter Bereich, bei dem die Poller bleiben, wäre sinnvoll. Möglicherweise könnte der Radweg von der Friesenstraße rüber bis zur Thüringer Straße geführt werden.“ Zupancic begrüßte den Vorschlag: „Ich möchte hier mehr Lebensqualität für die Anwohner erreichen.“

An der Lehmbachstraße würde Zupancic sich über ein niedrigeres Tempolimit freuen. „Eine Spielstraße ist aber wegen des Busverkehrs nicht möglich“, erklärte Flore. „Eine Möglichkeit wären aufgemalte optische Täuschungen, die Bodenschwellen darstellen.“ So könnten Autofahrer zum Bremsen verleitet werden. Eine solche Veränderung könnte einfach und kostengünstig umgesetzt werden. Vor der Kita St. Josef ist bereits die Fahrbahn auf eine Spur verengt und zwingt manchen Autofahrer auf die Bremse zu steigen.

Auch Fahrradschutzstreifen sind im Gespräch

Bei der Begehung der Lehmbachstraße kommt den Dreien eine weitere Idee: Fahrradschutzstreifen an den Seiten. Doch das scheint schwieriger umsetzbar, da mit den Schutzstreifen rechts und links die Fahrbahn der Autos möglicherweise zu eng sein könnte.

Von einer kompletten verkehrsberuhigten Straße über die gesamte Strecke muss sich Zupancic also wohl verabschieden. Dennoch resümiert Manfred Flore: „Insgesamt sind die Ideen von Herrn Zupancic und Herrn Spaltmann gut und die Umsetzung in einigen Schritten realisierbar.“

>>> Erste Bauernhöfe gab es schon um das Jahr 1000

Die ehemalige Gemeinde Buschhausen liegt im Südwesten des Stadtbezirks Sterkrade und umfasst rund 480 Hektar.


Erste Bauernhöfe siedelten sich um 1000 in der Emscheraue an, 1848 wurde die heutige Baumeister Mühle von der Familie Köster erbaut. Anno 1858 kam eine katholische Schule hinzu.

Das Zentrum bildet die Kreuzung der südwest-nordost verlaufenden Thüringer/Mecklenburger Straße mit der nordwest-südostverlaufenden Friesen-/Buschhausener Straße.

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