Drogen

Nicht mehr bekiffte Fahrer in Oberhausen unterwegs

Der Konsum von Cannabis ist verboten. Autofahrer sollten sich einen Joint aber ganz sicher verkneifen.

Foto: Frank Rumpenhorst

Der Konsum von Cannabis ist verboten. Autofahrer sollten sich einen Joint aber ganz sicher verkneifen. Foto: Frank Rumpenhorst

Oberhausen.  In Oberhausen sind 2017 nicht mehr bekiffte Autofahrer unterwegs gewesen als ein Jahr zuvor. In Essen sieht es ganz anders aus.

Die Nachbarstadt Essen schlägt Alarm. Dort hat die Polizei im vergangenen Jahr 1822 berauschte Verkehrsteilnehmer erwischt. Im Verkehrsbericht 2017 ist die Rede von einer Steigerung von 40 Prozent. Besonders der Drogenkonsum der Fahrer ist demnach nach oben geschnellt.

Und wie sieht es hinter der Stadtgrenze in Oberhausen aus? Setzen sich auch hier jüngere Fahrer bekifft hinters Steuer – im festen Glauben daran, dass ihnen nichts passiert, weil sie ja schließlich keinen Alkohol getrunken haben?

Nein, in Oberhausen ist dieser negative Aufwärtstrend von Drogenfahrten nicht zu beobachten. „Die Anzahl der Verkehrsunfälle unter Alkohol oder Drogen ist weitestgehend gleichbleibend“, heißt es im Verkehrsbericht 2017. Es wurden 69 Unfälle aufgenommen, bei denen Alkohol im Spiel war. Drogen spielten in 16 Fällen eine Rolle. Ein Jahr zuvor fielen 70 Fahrer durch Alkohol auf und 16 wegen Drogen.

Schüler werden konfrontiert

Auffällig: Es sind gar nicht so viele junge Erwachsene, die mit Alkohol oder Drogen erwischt wurden. Alkohol hatten acht getrunken (ein Jahr zuvor elf). Zur Droge hatten sieben gegriffen. 2016 wurde allerdings nur ein junger Erwachsener erwischt.

Die Polizei hält einen ganzen Maßnahmenkatalog parat, um die Oberhausener Autofahrer in Schach zu halten. Polizeikontrollen zu jeder Tages- und Nachtzeit auch auf Schleichwegen.

In höheren Schulklassen werden die Jugendlichen mit dem Projekt „Crash Kurs NRW“ konfrontiert. Dort berichten etwa Eltern, wie es war, das Kind durch einen Alkoholisierten Raser zu verlieren.

Die Polizei setzt außerdem auf Medienberichte, in denen immer wieder auf die Gefahr von Alkohol- und Drogenfahrten hingewiesen wird. Das Risiko, das solche Fahrer eingehen, die Strafe und der Verlust des Führerscheins tun das Ihrige.

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