Stadtentwicklung

Neues Multifunktions-Zentrum für Oberhausen-Osterfeld

Der Siegerentwurf: eine homogene Ergänzung zur prägnanten Backsteinarchitektur der Gesamtschule.

Der Siegerentwurf: eine homogene Ergänzung zur prägnanten Backsteinarchitektur der Gesamtschule.

oberhausen.   OB Schranz zeichnet Preisträger für das Projekt an der Westfälischen Straße aus. Im November wird entschieden, welcher Entwurf realisiert wird.

Der wohl wichtigste städtebauliche Impuls für die Entwicklung der Osterfelder Innenstadt wird im nächsten Jahrzehnt an der Westfälische Straße gesetzt – hier entsteht direkt an der Gesamtschule Osterfeld ein neuer Multifunktions-Komplex mit zeitgemäßer Aula, moderner Stadtteilbibliothek und einem Jugendzentrum, das von den Falken betrieben wird.

Am Donnerstag wurden die Preisträger des Architektenwettbewerbs zu diesem Vorhaben im Stadteilbüro an der Gildenstraße von Oberbürgermeister Daniel Schranz (CDU) ausgezeichnet. Der 1. Preis ist mit 35 000 Euro dotiert und geht an das Kölner Büro Gernot Schulz Architektur GmbH. Dessen Entwurf sieht drei Baukörper vor, die sich an die vorhandene Backsteinarchitektur der Gesamtschule anpassen und den Gebäudekomplex bis zur Westfälischen Straße verlängern.

„Multifunktionskomplex klingt nicht gerade sexy“

Um Platz dafür zu schaffen, wird der bisherige Gebäudetrakt mit Aula, Räumen für die Schulverwaltung und dem ehemaligen Kinderpädagogischen Dienst weichen.

Jede der künftigen Nutzungen – Jugendzentrum, Bibliothek und Aula – erhält ein eigenes Gebäude: ein dreigeschossiger Kubus mit großer Freitreppe für die Bibliothek, ein eingeschossiges Jugendzentrum, das sich um einen Innenhof gruppiert, und einen Verbindungsbau mit Mehrzweck-Aula.

„Multifunktionskomplex – das klingt nicht gerade sexy“, scherzte OB Schranz bei der Preisverleihung. An der Gesamtschule entstehe tatsächlich ein Projekt, „das Zukunft gestalten soll und will in Osterfeld“ und das nachhaltig zur Revitalisierung des Stadtteils beitrage als „ein Ort der Kommunikation, Bildung und Partizipation“.

Der Förderantrag wird im Dezember gestellt

Der zweite Wettbewerbspreis wurde nicht vergeben. Der dritte, mit 18 000 Euro dotierte Preis ging an das Büro Boris Enning Architekt BDA Stadtplaner, ebenfalls in Köln beheimatet. Dieser Entwurf ähnelt in der grundsätzlichen Gebäudeaufteilung in mancher Hinsicht dem Siegerentwurf. Zwei weitere Büros aus Bochum und Berlin erhielten Anerkennungspreise. Am 16. November soll nun die Entscheidung fallen, für welchen Entwurf (Platz 1 oder Platz 3) die Landesförderung beantragt wird. „Der Förderantrag wird im Dezember gestellt“, erläutert OGM-Geschäftsführer Hartmut Schmidt.

Das Preisgericht empfiehlt die Realisierung des ersten Preises.

>>>>>> Insgesamt 2300 Quadratmeter Nutzfläche

Insgesamt wird der Multifunktions-Komplex an der Gesamtschule rund 2300 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Auf die Stadtteilbibliothek entfallen rund 1400 Quadratmeter, auf die Mehrzweckaula rund 500 Quadratmeter und auf das neue Jugendzentrum circa 400 Quadratmeter.

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