Verkehr

Neuer Abschnitt des Ruhrtalradwegs wird später fertig

In einigen Teilen Alstadens ist der Radweg bereits nahe an die Ruhr herangerückt. Auch im Grenzbereich sollen Radler künftig den Anblick des Flusses genießen können.

Foto: Gerd Wallhorn

In einigen Teilen Alstadens ist der Radweg bereits nahe an die Ruhr herangerückt. Auch im Grenzbereich sollen Radler künftig den Anblick des Flusses genießen können. Foto: Gerd Wallhorn

Oberhausen.   Zwischen Oberhausen und Mülheim soll die Strecke näher an der Ruhr entlang führen. Eine Artenschutzprüfung verzögert nun die Bauarbeiten.

Radfahrer müssen sich noch gedulden: Erst 2019 sollen sie über den Ruhrtalradweg zwischen Mülheim und Oberhausen näher am Fluss entlang fahren können. Die geplante Veränderung der Streckenführung verzögert sich.

Artenschutzprüfung

„Wir führen gerade eine Artenschutzprüfung durch“, erklärt eine Sprecherin des Regionalverbands Ruhr (RVR). Auf Mülheimer Seite befinde sich ein Naturschutzgebiet, auf Oberhausener Seite ein Landschaftsschutzgebiet. Der beliebte Radweg soll zwischen Styrum und Alstaden im Bereich des Ruhrparks näher an die Ruhr verlegt werden.

Die Artenschutzprüfung ziehe sich über der gesamten Winter hin. Dabei wird festgestellt, ob Tiere oder Pflanzen durch die Baumaßnahme gestört, verletzt oder getötet würden. „Im Herbst und Winter 2018/19 soll dann weiter gebaut und im Frühjahr 2019 eröffnet werden“, sagt die Sprecherin.

Artenschutzprüfung bei Planung immer berücksichtigt

Im Sommer kann nicht an der Strecke gearbeitet werden, weil auf die Brutzeiten der dort heimischen Arten geachtet werden muss. Ursprünglich sollte der neue Abschnitt schon im Frühjahr 2018 freigegeben werden.

Auswirkungen auf die Kosten hat die Verzögerung laut RVR nicht. Eine solche Artenschutzprüfung werde bei der Planung immer berücksichtigt. Insgesamt soll das Vorhaben 833 000 Euro kosten. Drei Viertel davon – also etwa 625 000 Euro – übernehmen Bund und Land im Rahmen des „Regionalen Förderprogramms NRW“. Den Rest zahlt der RVR. Die Städte Oberhausen und Mülheim tragen nach Fertigstellung den Unterhalt für den neuen Streckenabschnitt.

Bisher müssen Radler im Grenzbereich zwischen Mülheim und Oberhausen von der Steinkampstraße in Mülheim aus über die Solbadstraße am Naturbad Styrum und am Ruhrpark vorbei. Über die Kewerstraße und die Speldorfer Straße werden Fahrradfahrer innerstädtisch geleitet. Erst an der Straße Am Ruhrufer mündet der Radweg wieder auf eine eigenständige Trasse. Der neue Abschnitt wird etwa zwei Kilometer lang sein.

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