Filmlegende

Neue Gedenktafel in Oberhausen erinnert an Romy Schneider

Romy im Blick: v.l. OB Daniel Schranz, Nehza Ringelings, Renate Glombitza (Bürgerverein Borbeck) und Reinhard Schüssler.  

Romy im Blick: v.l. OB Daniel Schranz, Nehza Ringelings, Renate Glombitza (Bürgerverein Borbeck) und Reinhard Schüssler.  

Foto: Hans Gonska

Oberhausen.   Zwei Weltstars in Oberhausen – Romy Schneider und Michel Piccoli sind auf einer neuen Gedenktafel zu sehen: „Großes Kino in Borbeck“!

Sechs Wochen nach der Wiederaufführung des nach seiner Premiere 1966 in Vergessenheit geratenen Films „Schornstein Nr. 4“ in der Oberhausener Lichtburg hat Oberbürgermeister Daniel Schranz in Borbeck eine Gedenktafel enthüllt.

In Borbeck wurde der größte Teil des Films gedreht. Die Dreharbeiten mit einer kleinen Crew erstreckten sich damals über neun Wochen. Der Film spiegelt die Kulissen einer dunkel-industriell geprägten Stadt Oberhausen in der Blütezeit des Nachkriegs-Wirtschaftswunders.

Film schildert Kampf um kleinen Sohn

Die neue Gedenktafel erinnert an die beiden Hauptdarsteller Romy Schneider und Michel Piccoli. Beeindruckend stellt die 1982 mit nur 43 Jahren verstorbene Romy Schneider im Film eine junge Mutter dar, die um ihren kleinen Jungen kämpft, den sie kurz nach der Geburt an die Familie eines Stahlarbeiters zur Pflege gegeben hat.

Mitte Mai sahen 350 Zuschauer im Saal des Lichtburg-Kinos an der Elsässer Straße die Wiederaufführung des Films. Lichtburg-Chefin Petra Rockenfeller hatte ihn bei einem kleinen Filmverleih ausleihen können. In den Zuschauerreihen wurden viele Erinnerungen an die 1960-er Jahre in Oberhausen und im Ruhrgebiet wach.

Standort am Buschkämpen

An der Gedenktafel-Zeremonie auf dem Gelände des Senioren-Wohnparks am Buschkämpen in Borbeck nahm nun auch Reinhard Schüssler teil, der den seinerzeit wenig erfolgreichen und verkannten Film durch seine – in dieser Zeitung im Februar 2019 veröffentlichten – detailreichen Recherchen über die Dreharbeiten wieder in Erinnerung gerufen hat. Gesponsert wurde die Gedenktafel vom Geschäftsführer des Sozialen Rings Rhein Ruhr, Hans-Peter Ringelings.

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