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Neue Fahrradtrasse quer durch Oberhausen geplant

Die Stadtspitze will ebenfalls die Fahrradkultur in Oberhausen heben – und demonstriert hier auf Diensträdern ihre Bereitschaft, aufs Rad als modernes Fortbewegungsmittel zu setzen: (v.l.) Ordnungsdezernent Frank Motschull, Sozialdezernentin Elke Münich, Immobilien- und Personaldezernent Jürgen Schmidt, Oberbürgermeister Daniel Schranz, Gleichstellungsbeauftragte Britta Costecki, Planungsdezernentin Sabine Lauxen. Jetzt hat die CDU-Ratsfraktion mehrere Vorschläge für Radfahrer gemacht.

Foto: Gerd Wallhorn

Die Stadtspitze will ebenfalls die Fahrradkultur in Oberhausen heben – und demonstriert hier auf Diensträdern ihre Bereitschaft, aufs Rad als modernes Fortbewegungsmittel zu setzen: (v.l.) Ordnungsdezernent Frank Motschull, Sozialdezernentin Elke Münich, Immobilien- und Personaldezernent Jürgen Schmidt, Oberbürgermeister Daniel Schranz, Gleichstellungsbeauftragte Britta Costecki, Planungsdezernentin Sabine Lauxen. Jetzt hat die CDU-Ratsfraktion mehrere Vorschläge für Radfahrer gemacht. Foto: Gerd Wallhorn

OBERHAUSEN.   Die CDU setzt sich dafür ein, dass es Oberhausener leichter haben, mehr mit ihrem Rad unterwegs zu sein. Sie plant nicht nur einen neuen Weg.

Die Oberhausener CDU möchte mehr Bürger dazu bringen, auf das Fahrrad zu steigen und weniger Wege mit dem Auto zurückzulegen. Drei Ideen dazu legten die Christdemokraten nun vor. So möchte die Fraktion etwa mehr sichere Unterstellmöglichkeiten für Räder – zum Beispiel Fahrradboxen – in Oberhausen einrichten. Zudem soll der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) stärker als bislang auch auf Radwegen patrouillieren, um so etwa gegen Falschparker vorzugehen. Als visionäres Projekt schwebt der CDU eine neue Fahrradtrasse von Nord nach Süd quer durch die Stadt vor.

Nur 6,3 Prozent fahren Rad

„Wir haben in der Stadt einen geringen Anteil an Radfahrern“, merkt CDU-Umweltpolitiker Frank Bandel an. Nur für 6,3 Prozent aller Wege, die Oberhausener am Tag zurücklegen, wird das Rad benutzt. Wünschenswert seien 25 Prozent.

Ein Ansatzpunkt, um das Radfahren in Oberhausen attraktiver zu gestalten, ist aus Bandels Sicht die Einrichtung von sicheren Parkboxen für Zweiräder. Bandel lobt hierbei die jüngste Umgestaltung des Holtener Bahnhofs. Dort gibt es bereits solche Unterstellmöglichkeiten. Nach dem Willen der CDU soll die Stadt nun prüfen, ob solche Radboxen oder „Bike-Safes“ nicht auch an weiteren zentralen Plätzen eingerichtet werden können – etwa am Rathaus, auf dem Altmarkt in Alt-Oberhausen, auf dem Ziliansplatz in Sterkrade oder auf dem Wappenplatz in Osterfeld.

Das visionärste Teilprojekt stellte Eugen Lenz kürzlich seiner CDU-Ratsfraktion vor. Er präsentierte die Idee einer neuen Fahrradtrasse durch Oberhausen von Osterfeld über die Neue und die Alte Mitte nach Styrum in Richtung Mülheim. Im Bereich Osterfeld soll die inzwischen stillgelegte Flachglasstrecke zur Radtrasse umgestaltet werden. „Diese Trasse ist ja bereits in der Prüfung“, führt Lenz an. So hat auch bereits der Regionalverband Ruhr (RVR) das Potenzial dieser möglichen Trasse erkannt.

Schwierig wird dagegen die Umsetzung zwischen Neuer Mitte und Hauptbahnhof. Hier schwebt der CDU eine Fahrradtrasse vor, die parallel zur Straßenbahntrasse beziehungsweise zur Bahnstrecke von und nach Altenessen verläuft – zum Teil auch in aufgeständerter Bauweise. „So etwas gibt es bereits in Kopenhagen, dort wurde eine solche Trasse errichtet“, berichtet Lenz.

Weiter schlägt der engagierte Radfahrer vor, den nicht mehr genutzten Hiberniadamm zu reaktivieren. Auf diesem könnte die Trasse in Richtung Mülheim fortgesetzt werden und dort am Radschnellweg RS1 andocken.

„Wir müssen dafür sorgen, dass sich der Radverkehrsanteil am Verkehr in Oberhausen deutlich erhöht“, sieht Fraktionsvorsitzende Simone-Tatjana Stehr einen akuten Handlungsbedarf. „Dafür dürfen wir auch nicht vor visionären Ideen die Augen verschließen.“

>>> Ordnungsamt soll Fahrradstreife fahren

Als weiteren Baustein im Fahrradkonzept der CDU schlägt die Ratsfraktion vor, dass künftig Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes auf Fahrrädern oder Pedelecs, also Räder mit kleinem Elektro-Motor, Streife fahren könnten.

Der Vorteil liegt für CDU-Umweltpolitiker Frank Bandel auf der Hand: „Sie nehmen so selbst die Perspektive der Fahrradfahrer an und bekommen die Probleme und Schwierigkeiten mit.“ So erhofft sich Bandel, das Problem mit Falschparkern auf Fahrradwegen in den Griff zu bekommen. Stärker auffallen würde dann vielleicht aber auch, wenn Radtrassen durch Baumwurzeln verengt oder uneben werden – oder zu viel zerborstenes Glas auf den Radwegen liegt.

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