Weiterbildung

Netzwerk bietet kostenfreie Seminare für Ehrenamtliche an

Das Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (Beo) bietet auch in diesem Jahr wieder eine kostenlose Fortbildungsreihe an: v.l. Rafaela Schmitz (Ambulantes Hospiz Oberhausen, Sprecherin Beo), Josef Stemper (Tafel Oberhausen, Sprecher Beo), Inga Dander (Stadt Oberhausen, Büro für Chancengleichheit, Geschäftsführung Beo) und Matthias Ruschke, (Volkshochschule Oberhausen).

Das Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement in Oberhausen (Beo) bietet auch in diesem Jahr wieder eine kostenlose Fortbildungsreihe an: v.l. Rafaela Schmitz (Ambulantes Hospiz Oberhausen, Sprecherin Beo), Josef Stemper (Tafel Oberhausen, Sprecher Beo), Inga Dander (Stadt Oberhausen, Büro für Chancengleichheit, Geschäftsführung Beo) und Matthias Ruschke, (Volkshochschule Oberhausen).

Foto: Olaf Fuhrmann / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  Das Netzwerk Beo startet mit einer kostenfreien Seminarreihe für Ehrenamtliche durch. Auf dem Programm: Übungen gegen Stress und Steuerkniffe.

Wenn über 250 Teilnehmer kein Grund zum Weitermachen sind, was dann? Der Erfolg der alljährlichen Seminarreihe des Netzwerkes Beo (Bürgerschaftliches Engagement Oberhausen) kann sich sehen lassen – und findet selbstverständlich auch in diesem Jahr eine Fortsetzung.

Auch wenn das erste Thema trocken klingt, es steckt Zündstoff darin: „DSGVO für Vereine“ (Do., 19. September, 17-19 Uhr, VHS, Langemarkstr. 19-21, Raum 330a). Gemeint ist die Datenschutzorganisation im Verein und die benötigte Datenschutzdokumentation. „Die neuen Richtlinien haben die Vereinsarbeit gehörig auf den Kopf gestellt“, erzählt Josef Stemper von der Oberhausener Tafel. Was früher ging, sei heute verboten.

Formular in sieben Sprachen erstellt

„Bis zu der Änderung haben wir uns etwa von unseren Kunden einen Hartz IV-Bescheid oder Ähnliches zeigen lassen, das geht jetzt aber nicht mehr.“ Also erstellte der Verein ein Formular in sieben Sprachen, um von jedem Kunden eine Einwilligungserklärung zu erhalten. „Das war ein enormer Aufwand“, sagt Stemper. Auch die Listen, in denen festgehalten wurde, wer zu welcher Zeit kommt, seien nun verboten. „Dabei konnten wir mit Hilfe dieser Listen für uns besser den jeweiligen Aufwand planen.“ Fragen sind im Rahmen des Seminars erwünscht, Vereinsmitglieder, die ihre Erfahrungen weitergeben möchten, ebenfalls.

Übungen gegen Stress und Schmerzen

„Hilf dir selbst – Jin Shin Jyutsu (Do., 17. Oktober, 17-20 Uhr, VHS, Raum 602) heißt das nächste Angebot. „Gerade für Ehrenamtliche ist es wichtig, sich eine Auszeit zu gönnen“, weiß Rafaela Schmitz vom Ambulanten Hospiz Oberhausen. Und so vermittele der Kurs einfache Übungen zum Selbermachen gegen Stress, Schmerzen und Überforderung. Atemübungen gehören dazu, eine kurze Broschüre für zu Hause gibt es ebenfalls.

Auch der Klassiker für Vereine hat es in sich: „Steuerrecht für Vereine“ (Fr., 8. November, 17-19 Uhr, VHS, Raum 330a). „Dieses Seminar bieten wir alle zwei Jahre an, auch deshalb, weil sich ja immer wieder etwas ändert“, erläutert Inga Dander vom städtischen Büro für Chancengleichheit. So führt die Tafel etwa nach einer der letzten Änderungen des Steuergesetzes für Vereine seit 2018 für jede ihrer vier Zweigstellen ein eigenes Kassenbuch. „Das ist jetzt Pflicht oder aber die Beauftragung eines Steuerberaters“, gibt Stemper einen kurzen Einblick in seinen Vereinsalltag.

Einen Flyer per App erstellen

Den „digitalen Werkzeugkoffer fürs Ehrenamt“ hat Referent Carsten Weiß im Gepäck (Sa., 16. November, 10-12.30 Uhr, VHS, Raum 404). „Kostenfreie Apps können den Alltag im Ehrenamt enorm erleichtern“, sagt Matthias Ruschke vom Kooperationspartner Volkshochschule. Mal eben einen Flyer erstellen, sei damit ohne Weiteres möglich.

Das letzte Seminar in der Reihe: „Und wenn ich etwas Zeit habe… Ehrenamtliche Möglichkeiten in Oberhausen“ (Do., 21. November, 15-17 Uhr, VHS, Raum 330a). „Das nutzen wir gerne, um unsere Vereine und Organisationen in Oberhausen vorzustellen“, erläutert Inga Dander. Diesmal stellen sich die Diakonie und der Verein „Kinder in Rio“ vor. „Das ist eine prima Sache“, schwärmt Rafaela Schmitz. Denn: „Erfahrungsgemäß können wir jedes Mal neue Ehrenamtler dazugewinnen.“

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