Sturmtief

Nach "Burglind": Oberhausener sollten Wälder vorerst meiden

In den Oberhausener Wäldern besteht derzeit eine erhöhte Gefahr durch umstürzende Bäume. Das Bild zeigt Schäden nach dem Sturmtief Ela im Jahr 2014.

In den Oberhausener Wäldern besteht derzeit eine erhöhte Gefahr durch umstürzende Bäume. Das Bild zeigt Schäden nach dem Sturmtief Ela im Jahr 2014.

Foto: Tom Thöne (Archiv)

Oberhausen.   Nach dem Sturmtief "Burglind" rät die Oberhausener Gebäudemanagement vom Betreten der städtischen Wälder ab. Vier Einsätze für die Feuerwehr.

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Nach dem Durchzug des Sturmtiefs "Burglind" am frühen Mittwochmorgen bittet die Oberhausener Gebäudemanagement GmbH (OGM) darum, die Wälder im Stadtgebiet in der kommenden Woche nicht mehr zu betreten. Der zuständige Diplom-Forstingenieur Jürgen Halm sagte: „Im Wald besteht die latente Gefahr, dass augenscheinlich gerade stehende und damit scheinbar fest verankerte Bäume umfallen und ab- bzw. angebrochene Kronenteile völlig unvermittelt durch Sturmböen abgerissen werden und auf den Boden fallen.“ Außerdem seien die Böden wegen der ausgiebigen Regenfälle der letzten Tage aufgeweicht.

Wegen möglicher Sturmfolgen blieb am Mittwoch auch das Tiergehege im Kaisergarten geschlossen. Am Morgen hatte die Stadt außerdem den Wochenmarkt in Sterkrade wegen der aktuellen Wetterlage aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Steigende Pegel an der Emscher und ihren Zuflüssen

Aus Sicht der Feuerwehr war es trotz des stürmischen Wetters noch „recht ruhig“ geblieben, sagte Sprecher Jörg Preußner. Am Mittwoch gab es fünf sturmbedingte Einsätze: An der Kewer- und der Mergelstraße waren Bäume umgestürzt. Auf der Dinnendahlstraße drohte ein Ast auf die Fahrbahn zu stürzen. Auf der Pestalozzistraße zogen die Einsatzkräfte einen größeren Ast aus einer Schuleinfahrt. Außerdem hatte sich eine Kaminabdeckung am Schacht IV in Tackenberg gelöst.

Die Emschergenossenschaft teilte mit, dass durch das stürmisch-nasse Wetter und die entsprechenden Niederschläge mit steigenden Pegeln an der Emscher und ihren Nebenläufen gerechnet werden müsse. Eine akute Hochwassergefahr sei derzeit aber nicht erkennbar. Im Laufe des Mittwochmorgens erreichte der Fluss einen Pegelstand von 4,90 Meter an der Königstraße. Der mittlere Normalwert liege bei 2,74 Meter. Die Hochwassermarke liege bei 5,80 Meter.

Nach Auskunft des Deutschen Wetterdienstes wird der Sturm in Oberhausen noch bis Donnerstagnacht starken Wind und Regen mit sich bringen. (sk)

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