Musical

„Musical Emotions“ jetzt zum letzten Mal in Oberhausen

Dennis Treiblmeier setzt künftig andere Prioritäten.

Foto: Ayla Yildiz

Dennis Treiblmeier setzt künftig andere Prioritäten. Foto: Ayla Yildiz

oberhausen.   Dennis Treiblmeier verabschiedet sich nach zehn Jahren von seiner „Musical Emotions Show“ in Oberhausen.

Dennis Treiblmeier ist eigentlich ganz solide gekleidet mit Jeans und schwarzer Jacke. Wären da nicht diese silbernen, glitzernden Schuhe. Dezenter Hinweis darauf, dass zwei Herzen in der Brust des 37-Jährigen schlagen. Da ist der Kaufmann auf der einen Seite. Und da ist der schillernde Musical-Sänger und -Veranstalter auf der anderen. Und jetzt gerade kündigt Treiblmeier einen Abschied an. Keinen leisen. Die „Musical Emotions Show“ findet am 11. November zum zehnten und letzten Mal statt. Die Sänger, allesamt Profis, stehen für die größten Musical Hits.

Zugkraft hatte nachgelassen

So richtig traurig wirkt Treiblmeier nicht. Dafür hat er noch zu viel anderes vor. So eine gigantische Halloween-Show schwebt ihm vor neben vielen kleineren Aktionen. Außerdem hatte die Zugkraft der Emotions ein wenig nachgelassen. Die Zuschauer liebten die Veranstaltung nicht mehr so sehr wie zu Beginn, als oft drei Veranstaltungen komplett ausverkauft waren. Außerdem setzt Treiblmeier in seinem Leben neue Prioritäten. „Früher sah meine Prioritätenliste so aus: Emotions, Arbeit, Freundin“, sagt er. Die korrigierte Fassung heute heißt: „Freundin, Arbeit, Emotions.“ Da haben sich die Emotionen verschoben.

Solche Verschiebungen hin von einem Hobby bzw. einer Priorität zur anderen hat es im Leben des 37-Jährigen schon öfter gegeben. „Ich habe früher mal Tennis gespielt, sogar recht erfolgreich“, erzählt der Musical-Fan. Dann hatte er eine Freundin, die in Chören sang. „Ich fand die Chöre so schlecht“, sagt er. Und so wurde er selbst Sänger in Chören. „Aus dem Tennis-Hobby wurde das Hobby Singen“, erzählt er. Schnell wurde er überall die erste Stimme.

Es gibt nur eine Probe – denn alle sind Profis

Zum „Ruhrpottpourie Ensemble“, dessen Mitglieder bekannte Musical-Hits singen, stieß Treibl­meier 2004 dazu. 2007 kam ihm der Gedanke, „nicht immer nur Lieder wie „Wie vom Traum verführt“ aus „Joseph“ zu singen, sondern mal was Anspruchsvolleres“, sagt er. Eine Herausforderung für ihn sei etwa noch immer „Dies ist die Stunde“ aus „Jekyll & Hyde“. Treiblmeier ergänzt, es sei überhaupt schwierig Einzelstücke zu singen, weil die Emotionen wie bei einer vollständigen Show rübergebracht werden müssten. Wie auch immer. Weil er eben größere gesangliche Hürden suchte, machte der Sänger sich 2007 mit der „Emotions Musical Show“ selbstständig. Die erste Aufführung fand noch in Gelsenkirchen statt. Alle weiteren im Oberhausener Lito Palast. Und das kam nicht von ungefähr. Das „Ruhrpottpourie Ensemble“ war dort jahrelang aufgetreten, ehe es zu neuen Ufern aufbrach. Außerdem spielt Treiblmeier bei der Kleinstädter Bühne mit.

Wenn nun am 11. November der Abschied von Emotions vor der Tür steht, dann sind wieder so große Musical-Namen wie Chris Murray, Philip Polzin oder Lemuel Pitts dabei. Sie kommen kurz vor der Show. „Es gibt nur eine Probe“, sagt Treiblmeier. Es seien ja alles Profis.

Übrigens: Wie immer gibt es neben der Musik eine gute Portion Comedy. Treiblmeier und Deniz Fingskes sind ein eingespieltes Team rund um den Witz. Der ist nämlich für die Herren gedacht, die ihre Damen an dem gefühligen Abend begleiten.

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