Drogenhandel

Mitglieder einer Oberhausener Drogenbande müssen in Haft

Das Landgericht Duisburg verhandelte den Fall der Oberhausener Drogenhändler.

Das Landgericht Duisburg verhandelte den Fall der Oberhausener Drogenhändler.

Foto: Volker Hartmann / picture alliance / dpa

Oberhausen.  Vier Männer aus Oberhausen haben kiloweise Marihuana geschmuggelt und verkauft. Dafür müssen sie nun für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Wegen Drogenhandels verurteilte das Landgericht Duisburg am Montag vier 24 bis 60 Jahre alte Männer aus Oberhausen zu Haftstrafen zwischen drei und fünf Jahren. Von September 2017 bis Ende Juli 2018 hatten sie in Oberhausen schwunghaften Handel mit größeren Mengen Marihuana betrieben.

Aus Sicht des Gerichts hatten sich zwei der Männer im Spätsommer 2017 mit weiteren Mittätern zu einer Bande zusammengeschlossen. Die Anklageschrift listete insgesamt 103 Fälle auf. Dabei ging es um rund 32 Kilo Marihuana, die ein als Kurierfahrer eingesetzter Angeklagter aus den Niederlanden nach Oberhausen schmuggelte.

Ein Täter bunkerte die Drogen

Rauschgift, das mehrfach den Besitzer wechselte und schließlich in Mengen zwischen 500 Gramm und zweieinhalb Kilo verkauft wurde. Einer der Männer hatte dabei als Bunkerhalter fungiert: Bei ihm wurden rund 14 Kilo des Rauschgifts sichergestellt. Mit vier Jahren und zehn Monaten fiel das Urteil gegen den 44-Jährigen vergleichsweise deutlich aus. Noch höher lag das Strafmaß nur beim 60-jährigen Kurier, der für fünf Jahre hinter Gitter muss.

Im Falle eines 34-jährigen Angeklagten ging das Gericht im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft nicht davon aus, dass er ein führendes Mitglied der Bande gewesen sei. Er hatte nur 14 Tage bei dem kriminellen Geschäft mitgemischt. Dafür muss er drei Jahre hinter Gitter. Milde vier Jahre Haft gab es für einen 24-Jährigen, der von Anfang an durch seine Aussage Aufklärungshilfe geleistet hatte.

Weiterer Prozess gegen 38-Jährigen

Im Laufe des elftägigen Prozesses waren die Verfahren gegen zwei weitere Angeklagte abgetrennt worden: Die Anklage gegen eine 26-jährige Oberhausenerin, die nur eine untergeordnete Rolle spielte, war gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt worden. Der Prozess gegen einen 38-jährigen Oberhausener wird fortgesetzt. Im Laufe des Verfahrens hatte sich herausgestellt, dass er noch in mehr Drogengeschäfte verwickelt gewesen sein soll.

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