Kundgebung

Maria 2.0 lässt nicht locker – Demo in Essen am 12. Oktober

Die Initiative Maria 2.0. demonstrierte bereits im Mai vor der St.-Clemens-Kirche in Sterkrade gegen die mangelhafte Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Katholischen Kirche.

Die Initiative Maria 2.0. demonstrierte bereits im Mai vor der St.-Clemens-Kirche in Sterkrade gegen die mangelhafte Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Katholischen Kirche.

Foto: Franz Naskrent / FFS

Oberhausen.  Reformen in der katholischen Kirche sind ihr Ziel. Die Initiative Maria 2.0, auch in Oberhausen präsent, ruft für den 12. Oktober zur Demo auf.

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Die kirchenkritische Frauen-Initiative Maria 2.0 lässt nicht locker. Am Samstag, 12. Oktober, ist in Essen eine Kundgebung geplant. Auch Frauen aus Oberhausen sind dann in der Nachbarstadt präsent.

„Es ist fünf nach zwölf für unsere Kirche!“ So überschreibt der Vorstand des Stadtverbandes Oberhausen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschland (kfd) die jüngste Pressemitteilung dazu. Die kfd-Frauen zählen auf: Nach dem Missbrauchsskandal, nach der mangelhaften Aufarbeitung und der fehlenden Reformbereitschaft sei die Zeit „überreif für eine Erneuerung“. Und es sei höchste Zeit für diejenigen, die zur Kirche gehören und weiter zu ihr gehören wollen, „ihre Stimme zu erheben und Flagge zu zeigen“.

Deshalb rufen die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland, Diözesanverband Essen, die Bewegung Maria 2.0 im Bistum Essen und die Initiative #NichtmitUns der Pfarrei St. Josef (Essen-Ruhrhalbinsel) am Samstag, 12. Oktober, um 12 Uhr zu einer Demonstration und Kundgebung auf. Begleitet von Trommeln und Schellenkränzen werden Frauen und Männer mit Bannern und Plakaten vom Startpunkt Willy-Brandt-Platz am Hauptbahnhof Essen zum dortigen Domplatz an der Kettwiger Straße ziehen.

Prof. Agnes Wuckelt, stellvertretende Bundesvorsitzende der kfd, wird in ihrer Rede auf die Positionen und Forderungen der unterschiedlichen Gruppen eingehen. Das gemeinsame Ziel sei eine Erneuerung der Kirche: „geschlechtergerecht, mit dem Zugang für Frauen zu allen Diensten und Ämtern, offen für Menschen gleich welcher Herkunft, Nationalität, sexueller Orientierung, gleich mit welchen Brüchen und Umwegen in ihren Lebens- und Glaubenswegen“. Ziel sei auch eine erneuerte Kirche, die dafür sorge, dass „Verbrechen und Fehlverhalten in der eigenen Struktur benannt, verfolgt und bestraft werden“.

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