Vortrags-Tipp

Linke Liste debattiert über Klinik-Sterben der Region

Das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) überprüft im laufenden „Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung“ alle drei Krankenhaus-Standorte genau. Auf dem Foto zu sehen ist das St. Josef-Hospital an der Mülheimer Straße in Alt-Oberhausen. Es ist eines von drei Krankenhäusern der KKO im Stadtgebiet Oberhausen.

Das Katholische Klinikum Oberhausen (KKO) überprüft im laufenden „Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung“ alle drei Krankenhaus-Standorte genau. Auf dem Foto zu sehen ist das St. Josef-Hospital an der Mülheimer Straße in Alt-Oberhausen. Es ist eines von drei Krankenhäusern der KKO im Stadtgebiet Oberhausen.

Foto: Gerd Wallhorn / Funke Fotoservice

Oberhausen.  Die Oberhausener Linke Liste befürchtet durch das Insolvenzverfahren des KKO erhebliche Einschnitte in der Gesundheitsversorgung in Oberhausen.

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Aufgeschreckt vom Insolvenzverfahren des Katholischen Klinikums (KKO) lädt die Linke Liste alle Bürger am Dienstag, 30. Juli, zum Diskussionsabend über die Gesundheitsversorgung in Oberhausen ein. Die Linken befürchten, dass künftig zu wenige Krankenhausbetten bereitstehen – zumal die Bertelsmann-Stiftung in einem Gutachten festgestellt hat, dass von den bundesweit über 1400 Krankenhäusern die Hälfte, vor allem die kleineren, wirtschaftlich nicht überleben können und für eine gute Gesundheitsversorgung überflüssig sind.

Zu starke Kommerzialisierung?

Linken-Ratsfrau Ingrid Diepenbrock macht die Kommerzialisierung der Behandlung von Patienten für die Existenzgefahr von Kliniken verantwortlich. „Am Beispiel des Klinikums KKO wird deutlich, wie sehr die Krankenhäuser unter der Kommerzialisierung durch Fallpauschalen und an der Unterfinanzierung der Investitionskosten durch die Länder leiden. Wenn Kliniken so unter ökonomischen Druck gesetzt werden, dass viele in den roten Zahlen sind, gefährdet dies die Versorgung der Bevölkerung.“

Leidtragende von Schließungswellen der Kliniken sind nach Ansicht der Linken Patienten, Angehörige und Beschäftigte.

Die Oberhausener Linken wollen nun ein lokales Gegenprogramm auf die Beine stellen. Startschuss dafür ist der Vortrag von Tobias Michel, Krankenpfleger, Betriebsrat, Verdi-Gewerkschafter und Autor der „Schichtplan-Fibel“. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 30. Juli, ab 18 Uhr im Linken Zentrum (Elsässer Straße 19) statt.

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