Hochzeiten

Liebe in Zeiten von Corona: Weniger Hochzeiten in Oberhausen

Die Liebe in Zeiten der Corona-Pandemie: Auch im Krisenjahr 2020 gaben sich Oberhausener Paare das Ja-Wort.

Die Liebe in Zeiten der Corona-Pandemie: Auch im Krisenjahr 2020 gaben sich Oberhausener Paare das Ja-Wort.

Foto: BAUER, Dirk / WAZ FotoPool

Oberhausen.  Die Zahl der Hochzeiten in Oberhausen ging im Corona-Jahr 2020 um 15 Prozent zurück. Der Langzeitvergleich fördert eine Besonderheit zutage.

Hält die Corona-Pandemie Oberhausener Liebespärchen davon ab zu heiraten? Das Landesstatistikamt IT NRW hat Zahlen zu Eheschließungen in Nordrhein-Westfalen miteinander verglichen. Und auch in Oberhausen ist der Trend eindeutig: 2020 haben sich, bezogen auf den Zeitraum Januar bis November, rund 15 Prozent weniger Paare das Ja-Wort gegeben als 2019.

Exakt 812 Mal sind Paare im vergangenen Jahr bis einschließlich November den Bund fürs Leben eingegangen. Ein Jahr zuvor, im selben Zeitraum 2019, zählten die Statistiker noch 951 Hochzeiten. Damit liegt Oberhausen im Landestrend, NRW-weit liegt der Rückgang bei rund 16 Prozent.

Einen direkten Zusammenhang zur Corona-Pandemie ziehen die Statistiker nicht ausdrücklich. Die strengen Hygiene-Regeln wirken dennoch ein wenig abschreckend: Neben den beiden Brautleuten dürfen bei der Trauung derzeit nur zwei weitere Personen anwesend sein. Alle Teilnehmer müssen eine Schutzmaske tragen. Da überlegt sicherlich das ein oder andere Paar, die Trauung auf die Zeit nach Corona zu verschieben.

Viele Hochzeiten in den 2000er-Jahren in Oberhausen

Auffällig bei den Oberhausener Zahlen ist allerdings, dass es 2019 im Vergleich zu den Vorjahren sehr viele Eheschließungen gegeben hat. Betrachtet man das Coronajahr 2020 im Langzeitvergleich, ist der Rückgang nicht mehr so frappierend: 2018 haben bis einschließlich November 836 Paare in Oberhausen geheiratet, 2017 lediglich 720, 2016 insgesamt 812, im Jahr 2015 waren es 841.

Vergleichsweise viele Hochzeiten gab es in den 2000er-Jahren in Oberhausen. Von 2000 bis 2008 lag die Zahl Jahr für Jahr im vierstelligen Bereich. 2009 und 2010 waren es mit 963 beziehungsweise 945 nicht viel weniger.

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