Kabarettpreis

Leipziger Lachmesse ehrt La Signora für ihre Kunst der Komik

Die Frau in der Schablone: Carmelo de Feo weiß den allzu eng gefassten Kabarett-Begriff allerdings souverän zu sprengen.

Die Frau in der Schablone: Carmelo de Feo weiß den allzu eng gefassten Kabarett-Begriff allerdings souverän zu sprengen.

Foto: Oliver Haas

Oberhausen.  Carmela de Feo, die Musikkabarettistin mit dem strengen Haarnetz, erhält die Auszeichnung „Löwenzahn“ des sächsischen Humor- und Satirefestivals.

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Die Leipziger Lachmesse vergibt ihre Auszeichnung „Löwenzahn“ an die Oberhausenerin Carmela de Feo, die Musikkabarettistin mit dem strengen Haarnetz und dem großen Akkordeon. Diese Wahl mag auf den ersten Blick überraschend wirken – weil die 46-Jährige gar keine Kabarettistin im engeren Sinn ist.

Doch was ist schon eng bis auf „die Schablone, in der ich wohne“. So heißt das Programm der in Alstaden aufgewachsenen Carmela de Feo, mit dem sie im Oktober am letzten Tag der Leipziger Lachmesse im „Academixer-Keller“ gastierte. Und für das sie nun den Preis des Humor- und Satirefestivals erhält, wie Lachmesse-Chef Frank Berger bekanntgab. Es ist das Urteil einer Fachjury.

„La Signora“ spielt virtuos mit dem Publikum

Carmela de Feo begann ihre Bühnen-Karriere mit dem Akkordeon. Das hat die Sängerin und Schauspielerin nach wie vor dabei. Vor allem aber spielt sie als „La Signora“ mit dem Publikum, wie nur wenige es beherrschen. Sie schmeichelt und lästert und bleibt dabei so fair wie nötig, während sie aus ihrem Künstlerinnen-Leben erzählt. An kaum einem Lachmesse-Abend wurde so befreit gelacht – über sich, die anderen und natürlich die Komödiantin.

Verliehen wird der Preis allerdings erst im nächsten Jahr – nämlich zur 30. Leipziger Lachmesse vom 18. bis 25. Oktober 2020: Sie eröffnet dann mit der Preisverleihung an Carmela de Feo.

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