Leidenschaftlicher Blues-Rock vom Polarkreis

Eine kleine Vorratspackung „Blues Pills“ könnte jedes skandinavische Land vertragen . . . Das schwedische Heavy-Blues-Quartett um Frontfrau Elin Larsson hatte im Vorjahr mit dem Album „Lady in Gold“ nicht nur in der Turbinenhalle abgeräumt – sondern europaweit.

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Eine kleine Vorratspackung „Blues Pills“ könnte jedes skandinavische Land vertragen . . . Das schwedische Heavy-Blues-Quartett um Frontfrau Elin Larsson hatte im Vorjahr mit dem Album „Lady in Gold“ nicht nur in der Turbinenhalle abgeräumt – sondern europaweit.

Am Mittwoch, 30. September, um 20 Uhr kommt mit „Pristine“ eine heiße Konkurrenz ins Zentrum Altenberg, die mit ihrem Album „Ninja“ und der charismatischen Stimme von Heidi Solheim die schöne Elin auf ihren hohen Absätzen schon fast eingeholt hat.

„Pristine“ zog aus der nordnorwegischen Idylle der polaren Universitätsstadt Tromsö in die weite Welt hinaus. Waren das Debüt „Detoxing“ und der Nachfolger „No Regret“ noch ausschließlich in Norwegen erhältlich, so erschien „Reboot“ Anfang 2016 erstmals international – in Deutschland beim Label der „Blues Pills“, mit denen die jungen Norweger auch zu einer Tournee von Göteborg bis Lissabon durchstarteten. Weitere Gigs buchte „Pristine“ mit den Briten von „The Brew“.

Schwerstarbeiterin am Mikrofon

Band-Leaderin Heidi Solheim dürfte zu den „hardest working women“ im Rockbusiness zählen. Ende 2016 kehrte sie in ihre Heimat zurück, setzte sich ans Piano, atmete tief durch und begann mit den Songs fürs aktuelle Album „Ninja“.

Aufgenommen wurden die neun Titel im Januar an sage und schreibe einem einzigen Tag. Fast ein halbes Jahrhundert nach dem ähnlich rasanten Debüt von Led Zeppelin ist derart kreativer Ungestüm schon wieder ein produktionstechnisches Novum. Im Studio folgten drei Tage Overdubs, und das Ergebnis sprüht vor Leidenschaft. „The Rebel Song“, „Sophia“ und der Titelsong sind harte Rocker mit Drive, mit „Jekyll & Hyde“ gibt es eine zu epischer Länge ausgebreitete Psychedelic-Nummer. In „The Perfect Crime“ frönen Pristine dem Blues gospelhaft intensiv.

Eine tighte Rhythmusgruppe trifft mit Espen Elverum Jakobsen auf einen Gitarristen, der die Rock’n’ Roll-Roots tief verinnerlicht hat. Der Sound des Organisten rundet das Klangbild auf dem vierten Album perfekt ab. Über allem dominiert der Gesang Heidi Solheims, die auch alle Texte und Songs schreibt. Sie ist „der Kapitän an Bord“, heißt es in Pristines Presseinfo.

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