Landtagswahl 2022

NRW-Landtagswahl in Oberhausen: Alle Ergebnisse im Überblick

| Lesedauer: 35 Minuten
Unsere Wahl-Analyse: Wer regiert künftig in NRW?

Unsere Wahl-Analyse- Wer regiert künftig in NRW?

In unserer Sondersendung diskutieren wir unter anderem mit Wahlforscher Manfred Güllner über mögliche Koalitionen und politische Stolperfallen.

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Oberhausen.  NRW hat gewählt. Über alle Hintergründe und Ergebnisse der Landtagswahl 2022 in Oberhausen informieren wir in unserem Newsticker.

  • NRW hat gewählt: Die Grünen jubeln über enorme Stimmzuwächse, die CDU ist Wahlsieger, die SPD fährt ein historisch schlechtes Ergebnis ein
  • Die SPD holt in Oberhausen die Mehrheit, die Direktkandidaten Sonja Bongers und Stefan Zimkeit ziehen in den NRW-Landtag ein, ebenso Frederick Cordes über die Landesliste
  • Alles rund um Wahltag sowie alle Ergebnisse der Landtagswahl in unserem Newsticker:

16. Mai 2022, 13 Uhr: Das vorläufige Endergebnis der NRW-Landtagswahl 2022 liegt nun vor. Demnach entsendet Oberhausen drei SPD-Abgeordnete ins Landesparlament: Neben Sonja Bongers und Stefan Zimkeit, die ihre Wahlkreise direkt gewonnen haben, ist auch Frederick Cordes wieder im Landtag vertreten. Der ehemalige Vorsitzende der Landes-Jusos zieht über die Landesliste seiner Partei ins NRW-Parlament ein.

23 Uhr: Die Stimmen sind ausgezählt, der Wahlabend geht zu Ende. Wir schließen den Newsticker mit unserer Zusammenfassung: Oberhausener Grüne jubeln, SPD tief betrübt.

22.50 Uhr: Nun sind auch die letzten Stimmen ausgezählt, im Wahlkreis Oberhausen-Dinslaken. Als Direktkandidat zieht Stefan Zimkeit für die SPD in den Landtag ein (39,8 Prozent). Simone-Tatjana-Stehr (CDU) holte 29,7 Prozent. Bei den Zweitstimmen holte die SPD 36,1 Prozent der Stimmen, die CDU 30,5 Prozent, die Grünen kommen auf 15,3 Prozent, die AfD landet bei 5,9 Prozent, die FDP bei 4,6 Prozent.

21.55 Uhr: Die Grünen gewinnen sensationell viele Oberhausener Wählerinnen und Wähler hinzu. Redaktionsleiter Peter Szymaniak analysiert den Wahlerfolg und fragt sich mit Blick auf die ernüchternden Ergebnisse der SPD: „Was wäre eigentlich gewesen, wenn...?“

21.40 Uhr: Die Zweitstimmenverteilung im Stadtgebiet Oberhausen wird bekanntgegeben. Die SPD ist mit 36,89 Prozent Spitzenreiter vor der CDU mit 29,28 Prozent, dahinter folgen die Grünen mit 14,10 Prozent. Die AfD erhält 7,15 Prozent aller Zweitstimmen, die FDP 4,17 Prozent. Sonstige Parteien addieren sich auf 8,42 Prozent.

21.25 Uhr: Die ersten Ergebnisse liegen vor, die Stimmen im Wahlbezirk Oberhausen I (Alt-Oberhausen/Osterfeld) sind ausgezählt. Als Direktkandidatin hat Sonja Bongers (SPD) klar gewonnen: Sie kommt auf mehr als 40 Prozent der Stimmen, ihr CDU-Herausforderer Wilhelm Hausmann nur auf 29,3 Prozent. Bei den Zweitstimmen holt die SPD 37,3 Prozent, die CDU 28,1 Prozent, die Grünen landen bei 13,4 Prozent, die AfD sichert sich 8,1 Prozent der Stimmen, die FDP kommt auf vier Prozent.

21 Uhr: Es zeichnete sich bereits über Tag ab: Die Wahlbeteiligung in Oberhausen ist relativ niedrig. Noch sind nicht alle Stimmen ausgewertet, aber nach jetzigem Stand wird sich die Wahlbeteiligung wohl um die 50 Prozent einpendeln. Es hat also nur jeder zweite Wahlberechtigte von seinem Recht Gebrauch gemacht, die künftige Landesregierung mitzubestimmen.

20.20 Uhr: Auf Stadtebene führt die SPD, 197 von 208 Ergebnissen liegen bislang vor. Demnach liegt die SPD bei den Zweitstimmen aktuell bei knapp 37 Prozent, die CDU bei 29 Prozent. Die Grünen erreichen 14,1 Prozent, die AfD liegt bei 7,2 Prozent, die FDP bei 4,2 Prozent.

19.55 Uhr: Nächster Zwischenstand: Im Wahlkreis Oberhausen/Osterfeld liegt die SPD mit rund 37 Prozent der Zweitstimmen vor der CDU (28,5 Prozent) und den Grünen (13 Prozent). Die AfD kommt auf 8,3 Prozent, die FDP auf vier Prozent. 103 von 124 Ergebnissen liegen vor. Im Norden der Stadt, im Kreis Sterkrade/Dinslaken führt die SPD mit knapp 37 Prozent, es folgen die CDU (30 Prozent), die Grünen (15 Prozent) und die AfD (6,7 Prozent). 61 von 136 Ergebnissen liegen vor.

19.33 Uhr: Der große Wahlerfolg der Grünen auf Landesebene spiegelt sich auch in den Oberhausener Zwischenergebnissen wider: Bei den Zweitstimmen liegt sie gegen 19.30 Uhr bei knapp 14 Prozent – das sind rund zehn Prozentpunkte mehr als bei der Landtagswahl 2017.

19 Uhr: Die Auszählung der Stimmen aus den Oberhausener Wahllokalen läuft. 38 von 124 Meldungen im Bereich Oberhausen I (Alt-Oberhausen und Osterfeld) sind bereits eingegangen, im Bereich Oberhausen-Dinslaken sind es 16 von 136. In beiden Wahlkreisen liegt die SPD vor der CDU und den Grünen, sowohl bei den Erst-, als auch bei den Zweitstimmen.

18.30 Uhr: Jubel bei den Oberhausener Grünen und der CDU, bedrückte Gesichter dagegen bei der SPD. Auf Landesebene haben die Grünen mit rund 18 Prozent ein historisch gutes Ergebnis eingefahren. Die Christdemokraten freuen sich, den Wahlsieg in NRW eingefahren zu haben. Die SPD muss dagegen Verluste hinnehmen.

18.05 Uhr: Laut der ersten Prognosen (ARD, Infratest dimap) erreicht die CDU rund 35 Prozent der Zweitstimmen, die SPD landet bei 28 Prozent. Die Grünen haben kräftig an Stimmen gewonnen: 18 Prozent. Die AfD wäre mit sechs prognostizierten Prozent im neuen Landtag vertreten, die FDP muss noch zittern.

18 Uhr: Die Wahllokale sind geschlossen. Nun beginnen die Wahlhelferinnen und Wahlhelfer mit der Auszählung der Stimmen. Auch die eingegangenen Briefwahl-Unterlagen werden nun geöffnet und ausgewertet.

17.15 Uhr: Es zeichnet sich eine eher geringe Wahlbeteiligung ab. Inklusive der Briefwähler lag die Quote gegen 17 Uhr laut Rathaus-Pressestelle bei rund 46 Prozent. Zum Vergleich: Landesweit lag die Wahlbeteiligung um 16 Uhr bei 53 Prozent. Und bei der Landtagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung in Alt-Oberhausen und Osterfeld bei 59,48 Prozent, in Sterkrade/Dinslaken sogar bei 66,88 Prozent.

16.08 Uhr: Gewählt wird in Oberhausen auch in eher ungewöhnlichen Wahllokalen wie dem Fitnessraum im Vereinsheim von Schwarz-Weiß Alstaden und dem Antiquitätengeschäft „Beim Holländer“ in Holten.

15.53 Uhr: Norbert Axt, Direktkandidat der Grünen für Alt-Oberhausen/Osterfeld, blickt optimistisch auf den Wahlabend. „Im Wahlkampf hat sich gezeigt, dass unsere Themen bei den Bürgerinnen und Bürgern gut ankommen, etwa wenn es um einen attraktiveren ÖPNV in der Region geht.“ Das werde sich aller Voraussicht nach in einem guten Wahlergebnis spiegeln, das hoffentlich zu einer Regierungsbeteiligung der Grünen in NRW führen werde. Wer dabei der Koalitionspartner sei, ob SPD oder CDU, lässt Axt offen: „Eventuell werden wir das bereits am heutigen Abend sehen können.“

15.27 Uhr: Bei der Straßenumfrage dieser Redaktion zeigt sich zudem, dass einige Wahlberechtigte gar nicht wählen – weder per Brief, noch im Wahllokal. Auf Nachfrage nach den Gründen reagiert eine Vielzahl der Befragten mit Ablehnung, „man wolle sich generell nicht zu dem Thema äußern“. Eine 42-jährige Erzieherin aus Oberhausen führt aus: „Die Politiker sollen endlich merken, dass es so nicht weitergehen kann. Ich unterstütze die Politik zurzeit definitiv nicht und bevor ich eine Partei wähle, hinter der ich nicht wirklich stehe, wähle ich lieber gar nicht.“ Doch nicht nur Protest oder Unzufriedenheit führen dazu, dass nicht jeder seine Stimme abgeben möchte. Der 72-jährige Helmut Cherocek fühlt sich überfordert mit den derzeitigen politischen Entscheidungen, die tagtäglich getroffen werden müssen und weiß selbst nicht, „was das richtige ist“. Er erklärt: „Ich gehe seit ein paar Jahren nicht mehr wählen, dass überlasse ich lieber den jüngeren Leuten. Die wissen eher, was gut für die Zukunft ist, ich bin damit einfach überfordert.“

15.24 Uhr: Bei einer Straßenumfrage dieser Redaktion gibt die Mehrheit der befragten Oberhausener Wahlberechtigten an, bereits im Vorfeld per Brief gewählt zu haben. Julia Pluta, 28 Jahre alt, sieht in der Briefwahl viele Vorteile: „Ich wollte heute lieber die Sonne genießen und nicht daran denken, noch rechtzeitig ins Wahllokal zu gehen. Deshalb habe ich schon vor einigen Tagen gewählt und die Stimmabgabe jetzt aus dem Kopf.“ Ihre Freundin Lena Jung, ebenfalls 28 Jahre alt, stimmt zu: „Es ist so einfach, man bekommt alle nötigen Unterlagen zugeschickt und muss nur die Anweisungen befolgen, die dabei stehen.“ Es gibt allerdings auch weiterhin viele Wähler, die lieber ins Wahllokal gehen, einer von ihnen ist der 51-jährige Volker Böhm, Der Oberhausener ist skeptisch, dass bei der Briefwahl „alles so ankommt und ausgezählt wird, wie es soll.“ Zudem habe er Bedenken, einen Fehler mit den verschiedenen Umschlägen und Zetteln zu machen, wodurch seine Stimme ihre Gültigkeit verliere.

14.55 Uhr: Die Wahlbeteiligung liegt aktuell bei 25 Prozent. Ermittelt wird der Wert durch Meldungen von 14 Wahlräumen im gesamten Stadtgebiet, die einmal stündlich die aktuelle Beteiligung übermitteln. Die Briefwähler sind nicht mit eingerechnet.

14.23 Uhr: Andreas Blanke, Parteichef der Grünen in Oberhausen, geht heute nicht ins Wahllokal. Er hat sich für die Briefwahl entschieden, um am heutigen Wahltag mehr Zeit für die Parteiarbeit zu haben. Blanke blickt optimistisch auf das kommende Wahlergebnis, gestützt auf zahlreiche positive Prognosen der Demoskopen zum zu erwartenden Abschneiden der Grünen. Die Partei hat zum Beispiel mit ihrem detailreichen S-Bahn-Konzept für das Ruhrgebiet ein Ausrufezeichen gesetzt, das große Beachtung gefunden hat. Welche Regierungskoalition er sich wünsche? Andreas Blanke antwortet so: „Die Oberhausener Grünen favorisieren jene Regierungskoalition für NRW, in der am meisten grüne Politik umgesetzt werden kann.“

14.05 Uhr: Um Papier und Kosten zu sparen, hat die Stadt Oberhausen bei dieser Landtagswahl ein digitales Pilotprojekt gestartet: Erstmals erhielten die Wahlvorstände ausgewählte Unterlagen nicht in Papierform, sondern als Datensätze auf den städtischen Tablets. Dabei handelt es sich um Hintergrundwissen wie etwa Gesetzestexte oder Schulungsunterlagen und Leitfäden. Dokumente, die dem Datenschutz unterliegen (Wählerverzeichnis, Schnellmeldungen, Wahlniederschriften), sind den Wahlvorständen auf Papier übergeben worden, damit die Vertraulichkeit gewährleistet und eine Manipulation von außen ausgeschlossen ist. Sollte sich der Einsatz der Tablets bewähren, will die Stadt diese Computer auch bei künftigen Wahlen einsetzen.

13.54 Uhr: Marc Hoff, FDP-Landtagskandidat für Alt-Oberhausen/Osterfeld, hat seine Stimme bereits im Wahllokal in Alstaden-West abgegeben. Er blickt nicht euphorisch, aber durchaus mit einem gewissen Grundoptimismus auf das kommende Ergebnis. „Für Nordrhein-Westfalen ist es am besten, wenn die schwarz-gelbe Koalition unter Ministerpräsident Hendrik Wüst ihre erfolgreiche Arbeit fortsetzen kann.“ Die Regierungskoalition aus CDU und FDP habe den lange Zeit „schlafenden Riesen“ Nordrhein-Westfalen geweckt und in vielen Bereichen „entfesselt“. Auch die FDP habe in der Koalition gute Arbeit geleistet; leider sei das nicht immer in vollem Umfang zu den Wählerinnen und Wählern durchgedrungen.

13.25 Uhr: Tausende Oberhausenerinnen und Oberhausener haben ihre Stimme bereits vorab abgegeben: Exakt 36.033 Wahlberechtigte hatten eine Briefwahl beantragt. Zum Vergleich: Bei der Landtagswahl 2017 waren es 21.700 Anträge, bei der Bundestagswahl im vergangenen Jahr über 50.000. Die Rücklaufquote der Briefwahlunterlagen bei der jetzigen Landtagswahl liegt bei 94 Prozent. Die übrigen rund 2200 Wählerinnen und Wähler können ihre Unterlagen noch bis heute, 18 Uhr, in den Briefkasten des Wahlbereiches werfen. Der Bereich ist im alten Zinkweiß-Gebäude untergebracht, an der Schwartzstraße 73 (gegenüber dem Rathaus).

12.54 Uhr: SPD-Chef Dirk Vöpel hat in diesen Minuten noch nicht gewählt. Er will sich am Nachmittag auf den Weg zu seinem Wahllokal in Lirich-Süd machen. An Spekulationen über mögliche künftige Koalitionen in NRW wolle er sich zu diesem Zeitpunkt nicht beteiligen, sagt der Bundestagsabgeordnete zur Redaktion. „In diesen Stunden geht es für die SPD erst einmal darum, stärkste Partei in Nordrhein-Westfalen zu werden und einen klaren Regierungsauftrag zu erhalten.“ Wer dann als Koalitionspartner infrage komme, ob Grüne oder FDP, werde sich zeigen. Vöpel: „Am liebsten wäre mir natürlich eine absolute Mehrheit für die SPD.“ Die CDU jedenfalls habe mit ihrer Politik in NRW klar gezeigt, dass ihr an einer Stärkung der mittleren Großstädte nichts liege und dass sie dem Ruhrgebiet insgesamt nicht die gebührende Aufmerksamkeit schenke, denke man etwa an die nach wie vor fehlende Altschuldenregelung für Städte wie Oberhausen.

12.35 Uhr: Der Oberhausener CDU-Kreisverbandsvorsitzende Wilhelm Hausmann hat bereits heute Morgen in seinem Wahllokal in der Musikschule Lipperfeld um 10.30 Uhr gewählt – da war es ansonsten recht ruhig, kein Wähler drängelte sich in die Wahlkabinen. „Viele haben ja bereits per Brief gewählt“, beobachtet Hausmann. Er zeigt sich am Mittag sehr optimistisch, dass die CDU im Vergleich zur letzten Landtagswahl in NRW zulegen wird (2017: 33 Prozent) und erneut vor der SPD (2017: 31,2 Prozent) liegen wird. „An den Wahlständen gab es sehr freundliche Stimmen für uns, viele Bürger rissen uns das Infomaterial regelrecht aus den Händen, wollten unsere Inhalte kennenlernen und haben nachgefragt“, gibt Hausmann an. Sollte die CDU vor der SPD im Land liegen, dann habe Spitzenkandidat Hendrik Wüst das erste Zugriffsrecht in einer Demokratie, eine Koalitionsbildung zu versuchen. Der CDU-Vorsitzende in Oberhausen glaubt an eine schwarz-grüne Koalition in NRW, da es für eine Koalition mit der FDP nach allen Prognosen nicht reichen wird. „Schwarz-Gelb wäre mir am liebsten, aber wir haben uns da nichts zu wünschen, sondern müssen den Wählerauftrag erfüllen. Schwarz-Grün ist machbar, aber nicht einfach. Mit Schwarz-Grün würde es mit Sicherheit eine Mobilitätswende im Nahverkehr geben.“

12.30 Uhr: Die Wahl läuft bislang reibungslos, wie Kreiswahlleiter Frank Motschull auf Nachfrage erklärt. Einige Wahlhelfer hatten sich in den vergangenen Tagen zwar kurzfristig krank gemeldet, doch die Reservelisten waren gut gefüllt, alle Wahlvorstände sind komplett.

11.15 Uhr: Momentaufnahme im Wahllokal: Etwas unsicher betritt ein Ehepaar ein Wahllokal in Rathaus-Nähe. Es sei schon etwas her, dass sie das letzte Mal gewählt haben, sagen die Eheleute offen – möchten ihren Namen aber dennoch nicht nennen. Jetzt wollen sie aber wieder mitentscheiden, von wem sie regiert werden. „Wegen des Krieges in der Ukraine, das geht uns alle an.“

10 Uhr: Wer vergessen hat, wo er wählen muss, schaut am besten in seine Wahlbenachrichtigung: Dort sind Wahlbezirk und Wahlraum angegeben. Die Lokale sind bis 18 Uhr geöffnet. Maskenpflicht herrscht nicht, die Stadt empfiehlt jedoch das Tragen einer Mund-Nase-Maske, um sich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

9.06 Uhr: Die ersten Frühaufsteher haben ihr Kreuzchen in einem der Oberhausener Wahllokale bereits gemacht. Insgesamt sind rund 146.300 Menschen in Oberhausen aufgerufen, den neuen Landtag mitzuwählen. Das sind immerhin 1,1 Prozent aller Wahlberechtigten in ganz NRW.

15. Mai 2022, 8 Uhr: NRW wählt heute einen neuen Landtag. Seit 8 Uhr sind nun auch die 143 Wahlräume in Oberhausen geöffnet. Bis 18 Uhr kann man hier wählen gehen.

14. Mai 2022: Bei dieser Landtagswahl fällt es Wählerinnen und Wählern besonders schwer, sich für eine Partei zu entscheiden. Der Wahlkampf war zu lahm. Dazu ein Kommentar: Warum die Wahl vieler Wählern diesmal besonders schwer fällt

12. Mai 2022: Die Wohnungsnot in Ballungsräumen wie dem Ruhrgebiet wird sich weiter verschärfen. Davor warnen Experten schon lange. Und das merkt man auch im Wahlkampf der anstehenden Landtagswahl in NRW: Bereits im vergangenen Jahr hat die SPD die Wohnungsnot zum Wahlkampfthema gemacht. So will die SPD die Mietpreis-Spirale stoppen

11. Mai 2022: Das Gesundheitssystem wankt, die Bürger sorgen sich um die nahe Versorgung im Krankheitsfall durch kompetente Kliniken. Die Politik will handeln. Das planen die NRW-Parteien zur Rettung der Krankenhäuser

11. Mai 2022: Oberhausens Schulen leiden besonders unter Personal- und Platzmangel. Das ist das Ergebnis einer Umfrage dieser Redaktion unter Schulleiterinnen und Schulleitern: Zu wenige Lehrer, zu wenig Platz

08. Mai 2022: An alle Briefwähler: Der Fachbereich Wahlen der Stadt Oberhausen weist darauf hin, dass bei der Briefwahl der rote Wahlbrief so frühzeitig abgesendet werden muss, dass er – unter Berücksichtigung der üblichen Postlaufzeiten – bis Freitag, 13. Mai, zugestellt werden kann: Wahlbriefe rechtzeitig an die Stadt schicken

7. Mai 2022: Wir haben Oberhausenerinnen und Oberhausener nach ihren Wünschen gefragt: Was muss sich in der Stadt verbessern, wie sollte die künftige Landesregierung handeln? Diese Veränderungen wünschen sich Oberhausener vom Land NRW

Am Sonntag, 15. Mai 2022, entscheidet sich bei der NRW-Landtagswahl auch in Oberhausen, wer Nordrhein-Westfalen in den kommenden fünf Jahren regieren wird. Bei der Wahl zum 18. Landtag von NRW sind 13,2 Millionen Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, ihre Stimme abzugeben – darunter rund 786.000 Erstwählende.

Wahlberechtigt in Oberhausen sind alle deutschen Staatsbürger, die am Wahltag volljährig sind, ihren Hauptwohnsitz in der Stadt haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. 2017 waren bei der Landtagswahl in Oberhausen zum Wahltermin am Sonntag, 14. Mai 2017, über 152.500 Bürgerinnen und Bürger wahlberechtigt, bei dieser Wahl im Mai 2022 werden es 146.300 sein. Das sind 1,11 Prozent aller Wahlberechtigten in NRW.

Landtagswahl in Oberhausen: Kandidaten und Ergebnisse für zwei Wahlkreise

Bei der Landtagswahl werden entweder direkt im jeweiligen Wahllokal oder per Briefwahl zwei Stimmen abgegeben, die Erst- und die Zweitstimme. Die Erststimme entscheidet, welche Direktkandidaten aus dem jeweiligen Wahlkreis in den Landtag einziehen: Gewählt ist derjenige Kandidat, der die relative Mehrheit der Stimmen im Wahlbezirk holt. Die Zweitstimme zählt für die jeweiligen Parteien und bestimmt damit am Ende die Sitzverteilung im 18. NRW-Landtag. Gewählt werden die Landtags-Abgeordneten in NRW für fünf Jahre. Die Ergebnisse sind abrufbar im Internet abrufbar auf der Seite www.oberhausen.de/landtagswahl2022. Dort sind Informationen zur Landtagswahl gesammelt. Der direkte Link zur Ergebnispräsentation lautet: https://wahlen.regioit.de/2/LW2022/05119000/praesentation/index.html

Wie ist die letzte Landtagswahl 2017 in Nordrhein-Westfalen ausgegangen?

Die Wahl 2017 brachte der rot-grünen Landesregierung von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) eine Niederlage ein. Es war Krafts zweite Amtszeit, die 2010 als erste Frau überhaupt nordrhein-westfälische Landeschefin wurde. Die CDU ging als Sieger hervor (33 Prozent, 72 Mandate) und bildet seitdem mit der FDP (12,6 Prozent, 28 Mandate) die Landesregierung.

Die Landesregierung verfügt aber nur über eine sehr knappe Mehrheit von nur einer Stimme: CDU und FDP kommen zusammen auf 100 der 199 Sitze. Der Ministerpräsident hieß bis Oktober 2021 Armin Laschet (CDU), bevor dieser in den Bundestag gewählt wurde. Sein Nachfolger ist Hendrik Wüst (CDU). Joachim Stamp von der FDP ist seit 2017 stellvertretender Ministerpräsident. In der Opposition sind die SPD (31,2 Prozent, 69 Sitze) und die Grünen (6,4 Prozent, 14 Sitze). Zudem zog die AfD (7,4 Prozent, 16 Sitze) zum ersten Mal ins Landesparlament ein, die es bei der Wahl 2012 noch nicht gab.

So war das Ergebnis der Landtagswahl 2017 in Oberhausen

Betrachtet man die Wahlergebnisse der Wählerinnen und Wähler nur im Stadtgebiet Oberhausen, dann hat bei der Landtagswahl 2017die SPD die Wahl zwar gewonnen, aber deutliche Verluste im Vergleich zum NRW-Urnengang fünf Jahre zuvor hinnehmen müssen.

Den Sozialdemokraten gaben nach der Auszählung aller 172 Stimmbezirke 38,6 Prozent der Wähler ihre Zweitstimmen (2012: 51,2 Prozent). Für die CDU stimmten 26,4 Prozent (17,5 Prozent). Auf die FDP entfielen 8,6 Prozent (2012: 4,4 Prozent), auf die Grünen 4,2 Prozent (2012: 9,2 Prozent), auf die Linke 5,6 Prozent (2012: 3,2 Prozent). Die Piraten stürzten auf 1,1 Prozent (2012: 8,99 Prozent) ab, die AfD schaffte es auf Anhieb auf 10,97 Prozent. Die Wahlbeteiligung lag bei 62,4 Prozent und damit rund fünf Prozent über der Wahlbeteiligung bei der vergangenen Landtagswahl im Jahre 2012 (57,1 Prozent).

Die Direktmandate holten damals Sonja Bongers und Stefan Zimkeit (beide SPD). Zudem wird Oberhausen im heutigen Landtag noch durch den CDU-Landtagsabgeordneten und Oberhausener CDU-Parteichef Wilhelm Hausmann und von dem SPD-Landtagsabgeordneten Frederick Cordes vertreten, der diesmal auf der Landesliste der SPD auf Platz 13 platziert ist.

Bei den Zweitstimmen gab es also im Detail dieses stadtweite Ergebnis bei der Landtagswahl 2017 für Oberhausen:

  • SPD: 38,6 Prozent
  • CDU: 26,4 Prozent
  • AfD: 10,97 Prozent
  • FDP: 8,6 Prozent
  • Die Linke: 5,6 Prozent
  • Grüne: 4,2 Prozent
  • Piraten: 1,1 Prozent
  • Die PARTEI: 0,7 Prozent
  • Tierschutzliste: 0,9 Prozent
  • NPD: 0,6 Prozent
  • Freie Wähler: 0,4 Prozent
  • BIG: 0,3 Prozent
  • Allianz Deutscher Demokraten: 0,2 Prozent
  • Die Violetten: 0,2 Prozent
  • V-Partei: 0,2 Prozent
  • REP: 0,1 Prozent
  • JED: 0,1 Prozent
  • MLPD: 0,1 Prozent
  • ÖDP: 0,1 Prozent

Diese Parteien kann man bei der Landtagswahl 2022 in Oberhausen wählen:

Zugelassen wurden vom Landeswahlausschuss insgesamt 29 Parteien zur Landtagswahl am 15. Mai 2022, die man mit der Zweitstimme wählen kann: CDU, SPD, FDP, AfD, Grüne, Die Linke, Piraten, Die PARTEI, Freie Wähler, Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), Ökologisch-Demokratische Partei ÖDP, Volksabstimmung, MLPD, Die Violetten, Gesundheitsforschung, Zentrumspartei, DKP, dieBasis, Deutsche Sport Partei DSP, Die Urbane, LIEBE, Familien-Partei, neo, Die Humanisten, Partei des Fortschritts PdF, Lobbyisten für Kinder LfK, Tierschutzpartei, Team Todenhöfer und Volt. Wer in den Landtag einziehen will, muss die Fünf-Prozent-Hürde überwinden.

Das Land NRW ist in 128 Wahlkreise eingeteilt. Zum ersten Mal in NRW errechnet sich die Verteilung der Wahlkreise nicht nach der Einwohnerzahl, sondern nach der Zahl der Wahlberechtigten. Das Landeswahlgesetz wurde dafür im Jahr 2020 geändert. In jedem Wahlkreis wird ein Abgeordneter direkt gewählt (Erststimme). Die übrigen 53 Abgeordneten werden aus den Landeslisten der Parteien mit der Zweitstimme gewählt.

Die Stadt Oberhausen ist in zwei Wahlkreisen mit den Nummern 56 (Oberhausen I – hier: Alt-Oberhausen/Osterfeld) und 57 (Oberhausen II/Wesel I hier: Sterkrade/Dinslaken) aufgeteilt und stellt demnach zwei Direktkandidaten.

Als Direktkandidaten für die Landtagswahl 2022 in NRW gehen in Oberhausen diese Politikerinnen und Politiker ins Rennen:

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis Oberhausen 56 (Oberhausen I – hier Alt-Oberhausen/Osterfeld):

  • Wilhelm Hausmann (CDU)
  • Sonja Bongers (SPD)
  • Marc-Oliver Hoff (FDP)
  • Wolfgang Kempkes (AfD)
  • Norbert Axt (Grüne)
  • Lühr Koch (Die Linke)
  • Karin Schäfer (Die Violetten)


Der Wahlkreis 56 umfasst die Stadtbezirke Alt-Oberhausen und Osterfeld. Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier 89.890 Wahlberechtigte, von denen 59,5 Prozent auch zur Wahl gegangen sind. Als Direktkandidatin wurde bei der Landtagswahl 2017 Sonja Bongers (SPD) gewählt, die zum ersten Mal in den Landtag einzog.

Bongers wurde mit 41,5 Prozent der Wähler (21.746) klar vor Wilhelm Hausmann (CDU) direkt gewählt, der nur 28,7 Prozent der Stimmen (15.028) auf sich vereinen konnte. Über die Landesliste seiner Partei zog Wilhelm Hausmann zwei Jahre später als Nachrücker trotzdem in den Landtag ein.

NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick: So wird gewählt
NRW-Landtagswahlen 2022 auf einen Blick- So wird gewählt

Landtagswahl 2022 im Wahlkreis Oberhausen 57 (Oberhausen II/Wesel I – hier Sterkrade/Dinslaken)

  • Simone-Tatjana Stehr (CDU)
  • Stefan Zimkeit (SPD)
  • Bettina Piechatzek (FDP)
  • Olaf Wilhelm (AfD)
  • Niklas Graf (Grüne)
  • Christian Rösen (Die Linke)
  • Raimund Runte (Die Violetten)
  • Ann-Katrin van Rompaey (Volt)


Der Wahlkreis 57 umfasst den Oberhausener Stadtbezirk Sterkrade und die Stadt Dinslaken (Wesel I). Bei der Landtagswahl 2017 gab es hier über 115.100 Wahlberechtigte, von denen 66,9 Prozent auch zur Wahl gegangen sind.

Als Direktkandidat wurde bei der Landtagswahl 2017 Stefan Zimkeit (SPD) gewählt. Er wurde von 41,8 Prozent der Wähler (31.637) deutlich vor Simone-Tatjana Stehr (CDU) direkt gewählt, die nur 30,7 Prozent der Stimmen holte (23.260). Stehr ist heute CDU-Ratsfraktionschefin im Oberhausener Stadtrat.

Diese Politiker treten nochmals in Oberhausen an

In beiden Wahlkreisen treffen die Oberhausener Wählerinnen und Wähler also auf alte Bekannte. Schon 2017 traten diese Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkreis 56 (damals noch Wahlkreis 55, Oberhausen I – Alt-Oberhausen/Osterfeld) an: Sonja Bongers (SPD), Wilhelm Hausmann (CDU) und FDP-Ratsgruppenchef Marc Hoff (2017: 6,9 Prozent an Erststimmen, 3291 absolut). Und auch Wolfgang Kempkes, AfD-Fraktionsvorsitzender im Oberhausener Stadtrat, ist in diesem Jahr als Direktkandidat in diesem Wahlkreis wieder dabei, 2017 erreichte er mit 4910 Wählern immerhin 9,4 Prozent.

Im Wahlkreis 57 (damals noch Wahlkreis 56, Oberhausen II/Wesel I – Sterkrade/Dinslaken) stellten sich bereits 2017 diese Oberhausener Politiker zur Wahl: Stefan Zimkeit (SPD) und Simone-Tatjana Stehr (CDU). Norbert Axt von den Grünen trat damals im Wahlkreis Sterkrade/Dinslaken an, diesmal allerdings in Alt-Oberhausen/Osterfeld.

So sind die Oberhausener Politiker auf den Partei-Landeslisten für die Landtagswahl 2022 abgesichert

Die Landeslisten der Parteien sind für all diejenigen Kandidaten wichtig, die es nicht schaffen, ihren Wahlkreis mit relativer Mehrheit zu gewinnen. Sie können dann immer noch über die Landesliste ihrer Partei, aufgestellt von einem Parteitag, in den Landtag einziehen. Auf der Landesliste ihrer Parteien haben die Oberhausener Politiker folgende Plätze errungen: Bei der CDU steht Wilhelm Hausmann auf Rang 24 und Simone-Tatjana Stehr auf Rang 55; bei der SPD taucht Sonja Bongers auf Platz 104 und Stefan Zimkeit auf Platz 127 auf – um in den Landtag einzuziehen, müssen also beide ihr Direktmandat im Wahlkreis holen. Der Oberhausener SPD-Landtagsabgeordnete Frederick Cordes (nachgerückt am 1. November 2020) ist dagegen auf den guten Platz 13 auf der NRW-SPD-Parteiliste gewählt worden – und könnte erneut in den Landtag einziehen.

Bei der FDP ist Marc Hoff auf Rang 34 der Partei-Landesliste; Bettina Piechatzek ist dort gar nicht erst zu erblicken. Bei den Grünen wurde Niklas Graf auf Platz 84 gewählt, Norbert Axt hat gar keinen Listenplatz gewollt. Bei den Linken sind weder Lühr Koch noch Christian Rösen auf der Landesliste platziert. Auch Olaf Wilhelm und Wolfgang Kempkes von der AfD tauchen auf der Landesliste ihrer Partei nicht auf.

So viele Wahllokale stellt die Stadt Oberhausen am Wahltag zur Verfügung

In Oberhausen werden am Wahltag 15. Mai 2022 exakt 143 Wahlräume für die Wahlberechtigten zur Verfügung stehen. Diese sind von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Je Wahlraum wird ein Wahlvorstand mit acht Wahlhelfern benötigt, insgesamt sind deshalb 1144 Wahlhelfer erforderlich. Hier die Liste der Wahlräume für den Wahlkreis 56 Oberhausen I, hier die Liste der Wahlräume für den Wahlkreis 57 Oberhausen II/ Wesel I. Darüber hinaus richtet die Stadt Oberhausen 65 Briefwahlbezirke mit je sieben Wahlhelfern ein, schon hier sind also 455 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer im Einsatz. Zusätzlich stehen weitere Wahlhelfer für verschiedene Aufgaben bereit. Insgesamt werden, unter Berücksichtigung von möglichen Absagen, von der Stadt Oberhausen 2000 bis 2100 Wahlhelfende an diesem Wahltag beschäftigt. Wer sich noch als Wahlhelferin oder Wahlhelfer melden will, kann dies online erledigen auf der Webseite der Stadt Oberhausen.

Wie läuft die Wahl im Wahllokal am 15. Mai ab?

In den Wahlbenachrichtigungen sind der Wahlbezirk und der Wahlraum angegeben, in dem die wahlberechtigte Person wählen kann. Sie kann nur in dem Wahlraum des Wahlbezirks wählen, in dessen Wählerverzeichnis sie eingetragen ist bzw. einen Wahlschein besitzt. Ein Wahlschein sollte beantragt werden, wenn der zugeordnete Wahlraum nicht barrierefrei ist, aber ein barrierefreier Wahlraum benötigt wird. Wer am Wahltag in seinem Wahlraum vor Ort wählen möchte, nehme bitte die Wahlbenachrichtigung bzw. den Wahlschein mit und halte seinen Personalausweis oder Reisepass bereit. Liegt die Wahlbenachrichtigung nicht mehr vor, kann man auch unter Vorlage des Personalausweises oder Reisepasses wählen, sofern man im Wählerverzeichnis eingetragen ist. Es wird empfohlen, im Wahlraum eine Mund-Nase-Maske zu tragen.

Kann ich auch schon vor dem Wahltag wählen gehen?

Die Stadt Oberhausen hat die Wahlbenachrichtigungen ab Donnerstag, 7. April 2022, verschickt. Damit können die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger auch gleich wählen gehen. Sie können sich mit der Wahlbenachrichtigung, ihrem Personalausweis oder ihrem Reisepass in den Sofortwahlstellen einen Wahlschein ausstellen lassen und dort auch vor Ort wählen. Zur Landtagswahl NRW 2022 werden in allen drei Stadtbezirken Sofortwahlstellen eingerichtet. Natürlich ist aber auch der Antrag auf Briefwahlunterlagen möglich.

Hier kann man sofort wählen gehen für die Landtagswahl 2022 in Oberhausen:

Die Sofortwahlstellen sind ab Montag, 11. April, bis Freitag, 13. Mai 2022, geöffnet. Das sind die Öffnungszeiten und Adressen der Sofortwahlstellen: Alt-Oberhausen: Danziger Straße 11-13, Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr (am 13. Mai 2022 bis 18 Uhr). Sterkrade: Technisches Rathaus Sterkrade, Bahnhofstraße 66, Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr (am 13. Mai 2022 bis 18 Uhr), Samstag von 10 bis 13 Uhr (bis einschließlich 7. Mai 2022), Osterfeld: Rathaus Osterfeld, Bottroper Straße 183, Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von 8 bis 12 Uhr (am 13. Mai 2022 bis 18 Uhr).

So läuft die Briefwahl der Landtagswahl 2022 in Oberhausen ab:

Um per Briefwahl wählen zu können, benötigt der Wähler Briefwahlunterlagen, die beim städtischen Fachbereich Wahlen beantragt werden können. Üblicherweise werden die Unterlagen mit dem Antrag angefordert, der auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung aufgedruckt ist.

Der ausgefüllte und persönlich unterschriebene Antrag kann per Post (Stadt Oberhausen, Fachbereich Wahlen, Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen), per Fax (0208 825-3377) oder per E-Mail (briefwahl@oberhausen.de) an den Fachbereich Wahlen zurückgesendet werden oder in den Briefkasten des Fachbereichs Wahlen am Dienstgebäude Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen, eingeworfen werden. Eine formlose Antragstellung unter Angabe von Namen, Vornamen, Geburtsdatum, Anschrift und Wählerverzeichnisnummer (sofern zur Hand) der Antragsteller ist unter briefwahl@oberhausen.de möglich. Eine telefonische Antragstellung ist nicht umsetzbar.

Bis wann kann ich noch einen Wahlschein für die Briefwahl beantragen?

Wahlberechtigte, die noch an der Briefwahl teilnehmen möchten, müssen einen Wahlschein beantragen. Dies ist persönlich in den drei Sofortwahlstellen in Alt-Oberhausen, Sterkrade und Osterfeld möglich, in denen auch die Möglichkeit besteht, direkt vor Ort seine Stimme abzugeben. Alternativ kann der Wahlschein auch schriftlich beim Fachbereich Wahlen, Postanschrift Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen, per Fax unter 0208 825-3377 oder per E-Mail an briefwahl@oberhausen.de beantragt werden. Die Beantragung der Briefwahlunterlagen (Wahlschein und Stimmzettel) in den Sofortwahlstellen ist noch bis Freitag, 13. Mai, 18 Uhr möglich.

Bis wann muss ich die Briefwahl erledigt haben?

Der Fachbereich Wahlen weist darauf hin, dass bei der Briefwahl der rote Wahlbrief so frühzeitig abgesendet werden muss, dass er – unter Berücksichtigung der üblichen Postlaufzeiten – bis Freitag, 13. Mai, zugestellt werden kann. Sollte eine fristgerechte Zustellung nicht mehr gewährleistet sein, so ist ein Einwurf des Wahlbriefs noch bis zum Wahlsonntag, 15. Mai 2022, 18 Uhr in den Briefkasten des Fachbereichs Wahlen, Dienstgebäude Schwartzstraße 73, 46045 Oberhausen, möglich. Wichtiger Hinweis: Eine Leerung der Briefkästen an anderen Dienstgebäuden der Stadt Oberhausen erfolgt ab Freitagmittag nicht mehr.

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Die Wahlbeteiligung der Landtagswahl lag in Oberhausen im Jahre 2017 mit 62,4 Prozent etwas niedriger als landesweit (65,2 Prozent). Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2021 betrug die Wahlbeteiligung in Oberhausen 71,8 Prozent, bei den Kommunalwahlen 2020 hingegen 41,4 Prozent.

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