Kreißsaal-Check

Kreißsaal-Check: Das Katholische Klinikum in Oberhausen

Blick in einen Kreißsaal im Katholischen Klinikum Oberhausen.

Blick in einen Kreißsaal im Katholischen Klinikum Oberhausen.

Foto: Katholisches Klinikum Oberhausen

Oberhausen.  Im Kreißsaal-Check beantwortet das Katholische Klinikum Oberhausen unsere Fragen. Was Eltern zur Geburt im St. Clemens-Hospital wissen müssen.

Über 1400 Babys sind im Jahr 2018 im St. Clemens-Hospital, das zum Katholischen Klinikum Oberhausen (KKO) gehört, auf die Welt gekommen. Was werdenende Eltern wissen müssen, wenn ihr kleiner Junge oder ihr kleines Mädchen in dem Sterkrader Krankenhaus geboren werden soll – in unserem Kreißsaal-Check antwortet das Katholische Klinikum Oberhausen auf unsere Fragen rund um die Geburt.

Wie viele Geburten gibt es pro Jahr?

Im Jahr 2018 wurden 1423 kleine Jungen und Mädchen geboren.

Wie hoch ist die Kaiserschnitt-Rate?

Die Kaiserschnitt-Rate lag nach Angaben des KKO im vergangenen Jahr bei 30,7 Prozent.

Wie viele Hebammen arbeiten in einer Schicht?

Tagsüber sind es laut KKO 2 bis 2,5 Hebammen. Nachts sind zwei Hebammen im Einsatz.

Wie viele Ärzte arbeiten in einer Schicht?

Es seien immer zwei Ärzte pro Schicht im Dienst, so das Katholische Klinikum Oberhausen.

Wie viele Kreißsäle gibt es? Gibt es eine besondere Ausstattung?

Es gibt drei Kreißsäle und ein Entbindungsbad. Jeder Kreißsaal verfüge über ein Badezimmer. Das KKO beschreibt: "Beim Betreten des modernen Kreißsaals taucht man in eine andere Welt in wohnlicher Atmosphäre mit bequemen Sesseln auf einer beleuchteten Glasblumenwiese ein. Die Kreißsäle mit Blick in den Sternenhimmel, in warmen Erdtönen und weicher Beleuchtung gestaltet, strahlen Geborgenheit und Natürlichkeit aus."

In dem Krankenhaus werden laut KKO "alle alternativen Geburtsmethoden" angeboten. Aufrund der personellen Ausstattung sei eine 1:1-Betreuung gewährleistet. Ein Operationssaal sei direkt am Kreißsaal angebunden. Außerdem befinden sich die Kreißsäle auf einer Etage mit der Wöchnerinnen- und Neugeborenen-Intensivstation. Nach einem Kaiserschnitt gebe es einen separaten Überwachungsraum für Mutter und Kind.

Außerdem verfüge das St. Clemens-Hospital über eine Kinderreanimationseinheit. Es gebe die Möglichkeit zum Ultraschall während der Geburt. Auch könne eine sogenannte Kaisergeburt, eine besondere Form des Kaiserschnitts, durchgeführt werden.

Wie sind die Wöchnerinnen untergebracht? Wie viele Zimmer gibt es?

Die Wöchnerinnen seien in Zimmern mit direktem Zugang zu Dusche, Bad und WC untergebracht. Insgesamt gebe es zwölf Zimmer, davon acht Normal- und vier Privatzimmer. "Die Wöchnerinnen können sich in ein separates Stillzimmer zurückziehen, das sehr ansprechend und gemütlich eingerichtet wurde", so das KKO.

Können Väter mit untergebracht werden?

"Ja, denn den Vätern soll die Gelegenheit ermöglicht werden, vom ersten Tag an bei ihren Familien zu sein", so das KKO.

Gibt es Familienzimmer? Wie sind diese ausgestattet? Wie hoch ist die Zuzahlung?

Die Familienzimmer sind laut KKO mit Wickeltisch, Kinderbett, Fernseher (plus Kühlschrank im Wahlleistungsbereich) ausgestattet. Die Betten können individuell nach Wunsch zusammengestellt werden. Ein Familienzimmer koste für den Partner 45 Euro pro Tag. In der Pauschale seien die Unterkunftskosten sowie die Verpflegung (Frühstück, Mittagessen und Abendessen) für den Partner enthalten.

Wie ist die Verpflegung?

Neben dem Frühstück auf dem Zimmer bestehe die Möglichkeit, sich am Buffet zu bedienen. Beim Mittagessen könne zwischen mehreren Menüs und verschiedenen Sonderkostformen gewählt werden. Außerdem gebe es eine große Auswahl beim Abendessen, so das KKO.

Gibt es eine Neugeborenenstation?

"Ja, inklusive neonatologischer Intensivstation, das heißt rund um die Uhr steht ein interdisziplinäres Team aus Gynäkologen (Geburtshelfern), Kinderärzten (Neonatologen), Hebammen und Kinderintensivschwestern bereit", so das KKO.

Ist das Krankenhaus Perinatalzentrum? Wenn ja, welche Stufe?

Es handelt sich um ein Perinatalzentrum II.

Weitere Besonderheiten, wie beispielsweise Infoabende:

"Die Wöchnerinnenstation befindet sich Tür an Tür auf einer Ebene mit der Neugeborenen-Intensivstation und dem Kreißsaal", teilt das KKO mit.

Kreißsaalführungen finden jeden ersten Dienstag im Monat um 18 Uhr und jeden dritten Sonntag im Monat um 11 Uhr statt. Zudem bestehe die Möglichkeit einer individuellen Kreißsaalführung. Diese könne kurzfristig nach telefonischer Absprache mit den Hebammen im Kreißsaal (Telefon 0208 695-259) vereinbart werden. Außerdem werden Infoabende zu Themen wie „Rund ums Stillen“, „Impfungen bei Kindern“ und „Säuglingsreanimation“ angeboten.

Hilfe gibt es für die Mütter auch nach der Entlassung aus dem Krankenhaus: In der Stillambulanz stehe den Müttern eine Still- und Laktationsberaterin zur Verfügung. "Die Stillambulanz bietet Tipps zum richtigen Anlegen, Informationen zu Milchbildung, Hilfe bei Brustproblemen." Die Beratung kann telefonisch oder persönlich nach Terminvereinbarung stattfinden (Telefon: 0208/695-6469; E-Mail: stillambulanz.stc@kk-ob.de).

Die Geburtsklinik trägt seit 2015 das Qualitätssiegel „Babyfreundlich“. Zu den Betreuungsstandards in babyfreundlichen Geburtsklinken gehöre die Umsetzung der „B.E.St.®-Kriterien“, die auf den internationalen Vorgaben der WHO und UNICEF beruhen. B.E.St.® ist laut KKO die Abkürzung für „Bindung“, „Entwicklung“ und „Stillen“. "Im Zentrum der Initiative stehen der Schutz und die Entwicklung des Kindes sowie die gezielte Förderung der Mutter-Kind-Bindung durch das Stillen", so das KKO.

Außerdem gibt es eine Elternschule mit Onlinebuchungsportal, die zahlreiche Beratungsangebote, Kurse, Sprechstunden und Informationsabende zu Themen rund um die Geburt bietet.

Weiterführende Links:

Ist eine Anmeldung für die Geburt möglich/nötig? Und wann sollte man sich anmelden?

"Zur Geburt muss man sich prinzipiell nicht anmelden", so das KKO. Wenn die Schwangerschaft unauffällig verlaufe und normal entbunden werden soll, können die Mütter in den Kreißsaal kommen, sobald es losgeht. "Wer sich dennoch zuvor vorstellen möchte, kann gerne einen Termin in der Hebammensprechstunde vereinbaren. In diesem Gespräch werden alle Fragen beantwortet."

Die Adresse des Krankenhauses: St. Clemens-Hospital, Wilhelmstraße 34, 46145 Oberhausen

Alles zum Kreißsaal-Check

Diese Krankenhäuser in der Region haben im Kreißsaal-Check unsere Fragen beantwortet:

Bocholt

Kreißsaal-Check: Das St. Agnes-Hospital in Bocholt

Bochum

Kreißsaal-Check: Die Augusta-Kranken-Anstalt in Bochum

Kreißsaal-Check: Das St. Elisabeth-Hospital in Bochum

Bottrop:

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Bottrop

Dinslaken:

Kreißsaal-Check: Das St. Vinzenz-Hospital in Dinslaken

Duisburg:

Kreißsaal-Check: Das Bethesda Krankenhaus in Duisburg

Kreißsaal-Check: Die Sana Kliniken in Duisburg

Kreißsaal-Check: Das Krankenhaus St. Anna in Duisburg

Kreißsaal-Check: Die St. Johannes Klinik in Duisburg

Düsseldorf:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Düsseldorf

Kreißsaal-Check: Das Sana Krankenhaus in Düsseldorf-Benrath

Kreißsaal-Check: Das Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf

Essen:

Kreißsaal-Check: Das Elisabeth-Krankenhaus in Essen

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Essen-Altenessen

Kreißsaal-Check: Das Universitätsklinikum in Essen

Kreißsaal-Check: Das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen

Geldern:

Kreißsaal-Check: Das St.-Clemens-Hospital in Geldern

Gelsenkirchen:

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Gelsenkirchen

Kreißsaal-Check: Sankt Marien-Hospital Buer in Gelsenkirchen

Herne:

Kreißsaal-Check: Das Marien Hospital in Herne

Kreißsaal-Check: Das St. Anna Hospital in Herne

Kleve:

Kreißsaal-Check: Das St. Antonius-Hospital in Kleve

Moers:

Kreißsaal-Check: Das Krankenhaus Bethanien in Moers

Kreißsaal-Check: Das St. Josef Krankenhaus in Moers

Mülheim:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Mülheim

Oberhausen:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Oberhausen

Kreißsaal-Check: Das Katholische Klinikum in Oberhausen

Velbert:

Kreißsaal-Check: Das Helios Klinikum Niederberg in Velbert

Wesel:

Kreißsaal-Check: Das Marien-Hospital in Wesel

Witten:

Kreißsaal-Check: Das Marien Hospital in Witten

Kreißsaal-Check: Unsere weitere Berichterstattung zum Thema:

  • Die Stadt Hattingen hat seit 2007 keine Geburtsstation mehr. Werdende Eltern sollten die Entbindung und Betreuung durch eine Hebamme sehr früh planen. Lesen Sie hier mehr.
  • Hebamme Regine Hoffmann aus Witten begleitet bis zu 300 Schwangere jährlich – seit mehr als 40 Jahren. In ihren Vorbereitungskursen räumt sie mit längst überholten Weisheiten auf: „Hecheln ist mega-out!“ Lesen Sie hier mehr.
  • In Dortmund und Duisburg können werdende Mütter ihren Nachwuchs im Fußball-Kreißsaal auf die Welt bringen. Die Nachfrage bei den Fans ist groß. Lesen Sie hier mehr.
  • Adina Stracke ist Hebamme in Sprockhövel. Sie erklärt, warum es immer weniger freiberufliche Hebammen gibt und wie Eltern die Bürokratie spüren. Lesen Sie hier mehr.
  • Eine Hebamme erklärt, warum der Babyblues nicht ungewöhnlich, eine Wochenbett-Depression aber gefährlich ist. Lesen Sie hier mehr.
  • Das Baby von BVB-Star Marco Reus kam in Witten zur Welt. Ein BVB-Fan tröstet sich damals im April 2019 so: „Solange sie nicht in Gelsenkirchen geboren ist, ist alles gut. Hauptsache, im Meisterschaftsjahr.“ Lesen Sie hier mehr.
  • Die Elternschule Essen hat in Rüttenscheid Räume gefunden. Die hohe Kurs-Nachfrage zeigt: Auch in Essen gibt es einen Hebammenmangel. Lesen Sie mehr.
  • Im Marienhospital Bottrop bahnt sich ein Geburtenrekord an. Schon im Oktober zählte das Krankenhaus die 1000. Geburt am MHB. So lautet seine Prognose für 2019.
  • In Deutschland sind Hausgeburten eher Ausnahme als Norm, in den Niederlanden sind es hingegen 13 Prozent. Warum Hausgeburten in den Niederlanden beliebter sind.

Kreißsaal-Check: Geburtsstationen aus der Region:

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