Kreißsaal-Check

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Oberhausen

In den Kreißsälen des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen werden schwerpunktmäßig Risikoschwangerschaften und -geburten betreut.

In den Kreißsälen des Evangelischen Krankenhauses Oberhausen werden schwerpunktmäßig Risikoschwangerschaften und -geburten betreut.

Foto: ATEGRIS GmbH

Oberhausen.  Im Evangelischen Krankenhaus Oberhausen werden viele Risikoschwangerschaften und -geburten der Region betreut. Hier geht es zum Kreißsaal-Check.

In unserem Kreißsaal-Check beantwortet das Evangelische Krankenhaus Oberhausen (EKO) unsere Fragen rund um die Geburt:

Wie viele Geburten gibt es pro Jahr?

Im Jahr 2018 wurden 1665 Babys im EKO geboren

Wie hoch ist die Kaiserschnitt-Rate?

Die Kaiserschnitt-Rate lag laut Krankenhaus im Jahr 2018 bei 33 Prozent. Es gebe mehr Kaiserschnitte als im Schwestern-Krankenhaus in Mülheim. Das liege vorallem daran, dass das EKO als Perinatalzentrum Level I mehr Risikoschwangerschaften und -geburten betreue.

Wie viele Hebammen arbeiten in einer Schicht?

Zwei bis drei Hebammen sind in einer Schicht für die Patientinnen da.

Wie viele Ärzte arbeiten in einer Schicht?

Je nach Schicht sind zwischen drei und zehn Ärzte im Dienst.

Wie viele Kreißsäle gibt es? Gibt es eine besondere Ausstattung?

Insgesamt gibt es vier Kreißsäle, davon ist einer mit einer Gebärwanne ausgestattet. Außerdem gibt es zwei Aufnahme- und CTG-Zimmer.

Jeder Kreißsaal ist mit "unterschiedlichen Materialien zur Unterstützung aufrechter Positionen" ausgestattet, wie beispielsweise flexibel einstellbare Entbindungsbetten, Hocker, Matten, Gymnastikbälle oder Seile. Es gibt zwei zusätzliche Entspannungsbäder.

Der OP befindet sich direkt im Kreißsaalbereich. Außerdem ist im Kreißsaal ein Reanimationsbereich für die Neugeborenen eingerichtet.

Wie sind die Wöchnerinnen untergebracht? Wie viele Zimmer gibt es?

Es gibt 36 Betten in Zweibettzimmern. In das separate Stillzimmer dürfen nur die Mütter mit ihren Babys. Beim 24-Stunden-Rooming-In sind die Mamas mit ihren Säuglingen gemeinsam in einem Zimmer untergebracht. "Alles, was die Eltern für ihr Baby benötigen, ist im Zimmer", erklärt das EKO. Dazu zählen beispielsweise erste Babykleidung und Wickel-Zubehör.

Können Väter mit untergebracht werden?

Ja, Väter können im Familienzimmer mit untergebracht werden.

Yoga für Schwangere: Verschiedene Übungen zum Nachmachen
Yoga für Schwangere: Verschiedene Übungen zum Nachmachen

Gibt es Familienzimmer? Wie sind diese ausgestattet? Wie hoch ist die Zuzahlung?

"Wir haben neun Familienzimmer, die mit allem ausgestattet sind, was die Familie in den ersten Tagen benötigt", so das EKO. Die Väter zahlen laut Krankenhaus pro Nacht 90 Euro im Familienzimmer. "Für diese Familienzimmer gibt es eine Patientenlounge, in der die jungen Familien auch ihre Mahlzeiten einnehmen können."

Zu den Wahlleistungen zählen:

  • Ein- und Zweibettzimmer, die auch als Familienzimmer genutzt werden können
  • Wickelkommode mit Wärmestrahler im Zimmer
  • eigener Kühlschrank am Bett
  • Besucher-Ecke
  • Frühstücksbuffett und Abendbuffett
  • Zeitungen
  • Kaffeevollautomat

Wie ist die Verpflegung?

Morgens und abends bietet das Krankenhaus jeweils ein Buffett an. Zum Mittagessen gibt es ein Menü. "Unsere Gerichte sind von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zertifiziert", so das Krankenhaus.

Gibt es eine Neugeborenenstation?

Die Neugeborenen sind gemeinsam mit den Wöchnerinnen untergebracht. Außerdem verfügt das Krankenhaus über eine neonatologische Intensivstation und eine Kinderintensivstation. "Bis zu 21 Patienten können hier rund um die Uhr intensivmedizinisch versorgt werden."

Ist das Krankenhaus Perinatalzentrum? Wenn ja, welche Stufe?

Das Evangelische Krankenhaus Oberhausen ist ein Perinatalzentrum Level I. Das Krankehaus erklärt dazu: "Sowohl bei normal verlaufenden Schwangerschaften und Geburten als auch bei Frauen mit Früh- und Risikogeburten und deren neugeborene Kindern ist die bestmögliche Versorgung gesichert. Unser Perinatalzentrum ist auch als „Twin Clinic“ ausgezeichnet und damit auf Mehrlingsschwangerschaften beziehungsweise -geburten spezialisiert."

Weitere Besonderheiten, wie beispielsweise Infoabende:

Das EKO verfügt über eine Still- und Laktationsberaterin. Das Krankenhaus unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen der Klinik für Geburtshilfe, der Klinik für Kinder und Jugendliche, der Klinik für Kinderchirurgie sowie dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) im Zentrum für Geburts-, Kinder- und Jugendmedizin.

Es gibt einen Storchenparkplatz. Außerdem arbeitet das EKO mit Beleghebammen zusammen.

Jeden Donnerstag – außer an Feiertagen – startet um 19 Uhr der Infoabend, begleitet von einem ärztlichen Mitarbeiter und einer Hebamme. Nach Möglichkeit gibt es im Anschluss eine Kreißsaalführung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Außerdem bietet das EKO folgende Veranstaltungen:

  • Schwimmen für Schwangere
  • Geburtsvorbereitung für Frauen
  • Geburtsvorbereitung für Paare
  • Wochenendintensivkurs zur Geburtsvorbereitung
  • Geburtsvorbereitung Akupunktur
  • Schwangerschaftsgymnastik
  • Roter Faden durch die Bürokratie

Darüber hinaus gibt es Sprechstunden für Schwangere, beispielsweise für Risikoschwangere mit Diabetes, Bluthochdruck oder anderen Risiken. Das EKO bietet eine Sprechstunde für Pränataldiagnostik und eine Ultraschall-Sprechstunde. In der Hebammen-Sprechstunde können Schwangere und ihre Partner mit einer Hebamme über Fragen rund um die Schwangerschaft und Geburt sprechen. Termine können vereinbart werden unter 0208 881-4200 (Kreißsaal).

Ist eine Anmeldung für die Geburt möglich/nötig? Und wann sollte man sich anmelden?

Werdende Eltern können unter 0208 881-4200 (Kreißsaal) einen Termin zur Geburtsanmeldung vereinbaren. "Natürlich können werdende Eltern auch ohne Anmeldung ihr Kind bei uns zur Welt bringen", so das EKO.

Die Adresse des Krankenhauses: Evangelisches Krankenhaus Oberhausen (EKO), Virchowstr. 20, 46047 Oberhausen. Kontaktdaten der Klinik für Frauenheilkunde im EKO: Chefarzt Dr. med. Bernhard Uhl (E-Mail: bernhard.uhl@eko.de), Sekretariat: Friederike Becker (Tel.: 0208 881-4175, E-Mail: friederike.becker@eko.de); Leitende Hebamme Carolin Buttke, Tel.: 0208 881-4200 (Kreißsaal), E-Mail: carolin.buttke@eko.de. Zur Homepage.

Alles zum Kreißsaal-Check

Diese Krankenhäuser in der Region haben im Kreißsaal-Check unsere Fragen beantwortet:

Bocholt

Kreißsaal-Check: Das St. Agnes-Hospital in Bocholt

Bochum

Kreißsaal-Check: Die Augusta-Kranken-Anstalt in Bochum

Kreißsaal-Check: Das St. Elisabeth-Hospital in Bochum

Bottrop:

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Bottrop

Dinslaken:

Kreißsaal-Check: Das St. Vinzenz-Hospital in Dinslaken

Duisburg:

Kreißsaal-Check: Das Bethesda Krankenhaus in Duisburg

Kreißsaal-Check: Die Sana Kliniken in Duisburg

Kreißsaal-Check: Das Krankenhaus St. Anna in Duisburg

Kreißsaal-Check: Die St. Johannes Klinik in Duisburg

Düsseldorf:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Düsseldorf

Kreißsaal-Check: Das Sana Krankenhaus in Düsseldorf-Benrath

Kreißsaal-Check: Das Florence-Nightingale-Krankenhaus Düsseldorf

Essen:

Kreißsaal-Check: Das Elisabeth-Krankenhaus in Essen

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Essen-Altenessen

Kreißsaal-Check: Das Universitätsklinikum in Essen

Kreißsaal-Check: Das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen

Geldern:

Kreißsaal-Check: Das St.-Clemens-Hospital in Geldern

Gelsenkirchen:

Kreißsaal-Check: Das Marienhospital in Gelsenkirchen

Kreißsaal-Check: Sankt Marien-Hospital Buer in Gelsenkirchen

Herne:

Kreißsaal-Check: Das Marien Hospital in Herne

Kreißsaal-Check: Das St. Anna Hospital in Herne

Kleve:

Kreißsaal-Check: Das St. Antonius-Hospital in Kleve

Moers:

Kreißsaal-Check: Das Krankenhaus Bethanien in Moers

Kreißsaal-Check: Das St. Josef Krankenhaus in Moers

Mülheim:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Mülheim

Oberhausen:

Kreißsaal-Check: Das Evangelische Krankenhaus in Oberhausen

Kreißsaal-Check: Das Katholische Klinikum in Oberhausen

Velbert:

Kreißsaal-Check: Das Helios Klinikum Niederberg in Velbert

Wesel:

Kreißsaal-Check: Das Marien-Hospital in Wesel

Witten:

Kreißsaal-Check: Das Marien Hospital in Witten

Kreißsaal-Check: Unsere weitere Berichterstattung zum Thema:

  • Die Stadt Hattingen hat seit 2007 keine Geburtsstation mehr. Werdende Eltern sollten die Entbindung und Betreuung durch eine Hebamme sehr früh planen. Lesen Sie hier mehr.
  • Hebamme Regine Hoffmann aus Witten begleitet bis zu 300 Schwangere jährlich – seit mehr als 40 Jahren. In ihren Vorbereitungskursen räumt sie mit längst überholten Weisheiten auf: „Hecheln ist mega-out!“ Lesen Sie hier mehr.
  • In Dortmund und Duisburg können werdende Mütter ihren Nachwuchs im Fußball-Kreißsaal auf die Welt bringen. Die Nachfrage bei den Fans ist groß. Lesen Sie hier mehr.
  • Adina Stracke ist Hebamme in Sprockhövel. Sie erklärt, warum es immer weniger freiberufliche Hebammen gibt und wie Eltern die Bürokratie spüren. Lesen Sie hier mehr.
  • Eine Hebamme erklärt, warum der Babyblues nicht ungewöhnlich, eine Wochenbett-Depression aber gefährlich ist. Lesen Sie hier mehr.
  • Das Baby von BVB-Star Marco Reus kam in Witten zur Welt. Ein BVB-Fan tröstet sich damals im April 2019 so: „Solange sie nicht in Gelsenkirchen geboren ist, ist alles gut. Hauptsache, im Meisterschaftsjahr.“ Lesen Sie hier mehr.
  • Die Elternschule Essen hat in Rüttenscheid Räume gefunden. Die hohe Kurs-Nachfrage zeigt: Auch in Essen gibt es einen Hebammenmangel. Lesen Sie mehr.
  • Im Marienhospital Bottrop bahnt sich ein Geburtenrekord an. Schon im Oktober zählte das Krankenhaus die 1000. Geburt am MHB. So lautet seine Prognose für 2019.
  • In Deutschland sind Hausgeburten eher Ausnahme als Norm, in den Niederlanden sind es hingegen 13 Prozent. Warum Hausgeburten in den Niederlanden beliebter sind.

Kreißsaal-Check: Geburtsstationen aus der Region:

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