PROJEKTERFOLG

Kita Löwenzahn: Neuer Gehweg entschärft Gefahr für Kinder

Die Kinder haben die Blumen angefertigt: (v.l.) Dirk Rubin, Löwenzahn-Geschäftsführer, Dirk Woywodt (Straßenplanung) und Michael Klöpper (Projektleiter Firma 7x7), unten (r.) Kita-Leiterin Mona Bremer.

Die Kinder haben die Blumen angefertigt: (v.l.) Dirk Rubin, Löwenzahn-Geschäftsführer, Dirk Woywodt (Straßenplanung) und Michael Klöpper (Projektleiter Firma 7x7), unten (r.) Kita-Leiterin Mona Bremer.

Foto: Kerstin Bögeholz

Osterfeld.   Verbindung zwischen Gebäuden der Kita Löwenzahn in Osterfeld ist endlich fertiggestellt. Drei Jahre haben Kitaleitung und Eltern dafür gekämpft.

Gute Nachrichten für die Kinder und Eltern der Kita Löwenzahn an der Straße Auf der Höchte: Rund 40 Meter Gesteinsplatten bilden einen neuen 1,20 Meter breiten Gehweg, der die beiden Kita-Gebäude miteinander verbindet. Rund drei Jahre hat diese Umsetzung allerdings in Anspruch genommen. Vorher war an dieser Stelle wilder Graswuchs. Kinder und Erwachsene, die von einem zum anderen Gebäude wollten, mussten zwei Mal die Straße überqueren – ein ständiger Gefahrenpunkt.

Seit rund sechs Wochen ist der Weg gepflastert, der Weg dahin war allerdings steinig. Bereits vor drei Jahren machten Elternvertreter und die Kita-Leitung die Stadtverwaltung auf das Problem aufmerksam. Es passierte jedoch lange Zeit nichts, außer dass viele Pflanzen den Platz zwischen den Parkbuchten und dem Zaun zuwucherten.

Fläche ist Privateigentum

Im Mai vergangen Jahres berichtete diese Redaktion über das Problem, nachdem sich zwei Elternbeiratsvorsitzende an die Zeitung gewandt hatten. Die Stadtverwaltung antwortete jedoch, dass sie damals nicht am Zug sei, da die betroffene Fläche Privateigentum des Kita-Betreibers sei.

„Die Grundstücksfläche wurde bis an den Rand verkauft, ursprünglich sollte dort, wo heute Kinder spielen, ein Privatweg zwischen Wohngebäuden verlaufen“, erklärt Dirk Woywodt vom Bereich Straßen- und Verkehrsplanung. An dieser Stelle sei im Bebauungsplan keine Verkehrsfläche, unter die ein Gehweg fällt, geplant. Dazu kommt, dass beide Gebäude unterschiedliche Eigentümer haben, dass also „Löwenzahn“ nur Mieter ist.

“Das letzte Puzzleteil, das noch fehlte“

Nach weiteren Gesprächen folgte die Einigung: Die Kosten von etwas über 10 000 Euro werden zu gleichen Teilen von der Stadtverwaltung, von der Elterninitiative „Löwenzahn“ sowie von der Unternehmensgruppe „7x7“, die Eigentümer des Gebäudes der Phase eins ist, übernommen.

Nun also das Happy End einer dramatischen Bürgersteiggeschichte: Löwenzahn-Geschäftsführer Dirk Rubin ist zufrieden mit der Lösung. „Der Fußweg ist das letzte Puzzleteil, welches noch fehlte. Die Kinder reden schon von ihrem Gehweg. Auch die Eltern sind froh, dass die Gefahr vermindert wurde.“

Ein viel genutzter Weg

Zur optischen Verschönerung haben die kleinen Bewohner zusammen mit dem Hausmeister bunte Holzblumen angefertigt und bemalt. Diese stehen jetzt entlang des Fußwegs, um die Parkbuchten für Autos besser voneinander abzugrenzen.

„Wir brauchen als Kindergarten die Verbindung zwischen beiden Häusern“, sagt Leiterin Mona Bremer. Trotz der doppelten Überquerung der Straße seien zum Glück keine Unfälle passiert. Der neue Gehweg hilft dabei, dass es weiterhin dabei bleibt.

>>> Kita mit „Phase eins“ und „Phase zwei“

Im südlichen Kita-Gebäude sind Kinder im Alter von einem bis vier Jahren (Phase eins) untergebracht, weiter nördlich sind die Kinder zwischen vier und sechs Jahre alt (Phase zwei).

„Löwenzahn“ ist eine Elterninitiative, die vor rund 25 Jahren in Alstaden ihre Arbeit aufnahm. Aktuell werden nach Angaben von Geschäftsführer Dirk Rubin rund 500 Kinder betreut.

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