Karussells

Kirmes-Ersatz: So sieht der Freizeitpark in Oberhausen aus

Noch wird auf dem Hirschberg in Oberhausen-Sterkrade eifrig aufgebaut: Ab Freitag, 25. September, 12 Uhr drehen sich die Karussells im temporären Freizeitpark.

Noch wird auf dem Hirschberg in Oberhausen-Sterkrade eifrig aufgebaut: Ab Freitag, 25. September, 12 Uhr drehen sich die Karussells im temporären Freizeitpark.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Oberhausen.  In Oberhausen-Sterkrade drehen sich ab Freitag die Karussells. Wir stellen die Fahrgeschäfte und Kirmes-Buden im Freizeitpark auf Zeit vor.

Die Drehbohrer rotieren noch, tausende kleine Lämpchen werden eifrig in lange Lichterketten gedreht: Auf dem Hirschberg in Oberhausen-Sterkrade sind sie schon weit – aber längst noch nicht fertig. Die Schausteller bereiten in Kleinstarbeit das erste „Sterkrader Herbstvergnügen“ vor, das ab Freitag, 25. September, zumindest für etwas Kirmes-Gefühle sorgen soll.

Eine Kirmes darf es nicht sein, sondern ein temporärer Freizeitpark, wie er in Düsseldorf oder Dortmund bereits Besucher anlockte. „Wir haben unser Angebot auf Familien abgestimmt“, sagt Kristoffer Krenz und deutet mit den Armen auf die noch eifrig werkelnden Kollegen. An den Kinderkarussells stecken diese frisch abgelederte Tigerfiguren ein. Beim Weltall-Karussell „Star Trek“ drehen kleine Raumschiffe schon Proberunden.

Temporärer Freizeitpark ragt bis an die Holtener Straße

„Wir sind froh, dass es wieder ein Stückchen weitergeht“, sagt Schausteller Ronny Schütze, der einen Biergarten aufgebaut hat, in dem unter Corona-Regeln 50 Personen Platz finden. Die breiten Schraubschilder, die auf Abstände und Maskenpflicht aufmerksam machen, lehnen zum Montieren bereit an einer Tischreihe.

Wo sonst vergnügliche Sprüche zu lesen sind, geht es nun um Vor- und Nachsicht. An den Warteschlangen und auf den Karussells tragen die Besucher später eine Maske. Ein ungewohntes Bild, keine Frage.

Bis zum Sonntag, 11. Oktober, bleiben sie auf dem Hirschberg zwischen Eichelkampbunker und Eugen-zur-Nieden-Ring. Das Gelände wirkt in dieser Passage nicht nur größer als bei der Sterkrader Fronleichnamskirmes, sondern ist es auch. Die Freizeitparkfläche reicht bis zur Holtener Straße, da der private Besitzer ein sonst verschlossenes Areal zusätzlich zur Verfügung stellt.

An dieser Stelle wartet die wohl rasanteste Fahrt: Den „Polyp“, eine gerade erst umgebaute Krake, hat der junge Schausteller Marvin Dreßen aus Mönchengladbach mitgebracht. „Wir haben eine moderne LED-Lichtanlage installiert und besitzen die schnellste Beschleunigung unter den Kraken-Karussells“, sagt Dreßen. 25 rüttelnde Kabinen können 50 Besucher aufnehmen.

Neue Krake „Der Polyp“, Liberty Wheel und Raupenbahn

In der Nachbarschaft steht der Biergarten „Westfalen-Schänke“, den Besucher ebenfalls von der Sterkrader Fronleichnamskirmes kennen. Das Riesenrad „Liberty Wheel“ ragt 38 Meter in den Himmel und besitzt 26 offene Gondeln.

Mit drei Sattelschleppern bringt Schausteller Peter Buchholz „Steigers Raupenbahn“ auf den Hirschberg. Seit 96 Jahren schließt sich beim Nostalgie-Fahrgeschäft das Verdeck. Auch im Freizeitpark auf Zeit möchte der Oberhausener zur romantischen Drehfahrt alte Schallplatten auflegen.

Alle Oberhausener Schausteller haben beim „Sterkrader Herbstvergnügen“ einen Stellplatz erhalten. Eine Backfisch-Rutsche im 14 Meter hohen Turm der Schausteller-Familie Langenberg aus Königshardt soll neben der Schlemmerei ein beliebtes Instagram-Motiv werden.

Das Spiegelkabinett „Kristall Palast“ von Ralf Sturm erfordert außerdem einen guten Durchblick. Und in der Nachbarschaft kreisen beim Autoscooter krachende Wagen. Fünf Großkarussells, rund 20 Buden von Schmalhaus-Eis bis Entenangeln, zwei Biergärten und zusätzliche Kinderkarussells sind in Sterkrade dabei.

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