Glaube

Kirchenzentrum am Centro ist eine ökumenische Erfolgsstory

Das Team des Ökumenischen Kirchenzentrums mit dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, Manfred Rekowski,  Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Centro-Chef Marcus Remark und Sascha Neicken, der zum 20-jährigen Bestehen eine Lichtreklame gespendet hat.

Das Team des Ökumenischen Kirchenzentrums mit dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck, Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Centro-Chef Marcus Remark und Sascha Neicken, der zum 20-jährigen Bestehen eine Lichtreklame gespendet hat.

Foto: Kerstin Bögeholz

Oberhausen.   Das Kirchenzentrum am Centro besteht seit 20 Jahren. Jetzt kam hoher Besuch beider Konfessionen: Präses Rekowski und Bischof Overbeck.

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Seit 20 Jahren Jahren schon zeigen die Aktiven im Ökumenischen Kirchenzentrum am Centro, dass evangelischer und katholischer Glaube auch gemeinsam gelebt werden kann. Jetzt gab es hohen Besuch von Manfred Rekowski, Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, und dem Essener Bischof Franz-Josef Overbeck. Und die Basis konnte den Kirchen-Oberen zeigen, wie das so geht mit der Ökumene.

„Wir sind das Modell dafür, wie es in Zukunft aussehen könnte.“ Selbstbewusst präsentiert Pater Olav Hamelijnck, Vertreter der Katholiken im Kirchenzentrum, das Konzept des offenen Hauses am Platz der Guten Hoffnung. Haupt- und Ehrenamtler sind zum Kaffeeklatsch mit Präses und Bischof gekommen, allesamt ältere Damen und Herren, die sich einsetzen für die Idee des konfessionsübergreifenden Kirchenlebens – vom Gottesdienst bis zur Seelsorge.

„Die Kirche tut sich nicht schwer mit der Ökumene"

„Wir machen alles außer Eucharistie und Abendmahl“, sagt Pater Olav. „Wir wollen den Ärger und den Kampf mit den Oberen nicht.“ Präses und Bischof machen keinen Mucks zu dieser starken Aussage. Überhaupt zeigen sie sich geschlossen und freundschaftlich. „Wir müssen gemeinsam öffentlich auftreten“, sagt Overbeck. „Wo wir uns zeigen, glaubt man uns mehr.“ Davon, dass die Basis hier etwas vormacht, von dem die Kirche insgesamt noch weit entfernt ist, will er nichts hören. „Die Kirche tut sich nicht schwer mit der Ökumene. Besonders im Reformationsjahr arbeiten wir eng zusammen.“

Im Kirchenzentrum, das Präses Rekowski „eine Erfolgsstory“ nennt, scheinen diese Grenzen ohnehin längst überwunden zu sein. Die Ehrenamtler erzählen von der Arbeit in ihren Arbeitskreisen, vom lebendigen Adventskalender, der Spielecke und dem Spielplatz, womit auch Jüngere angesprochen werden sollen, und vom Gasometer, das Kaffee-Durstige vorbeischickt – mit dem Tipp: „Da ist der liebe Gott zuhause.“

„Manche haben wochenlang mit niemandem gesprochen."

Schnell spürt man: Hier geht es nicht ums große Ganze, um die Konflikte, die auf oberster Ebene ausgetragen werden. Sondern um kleine, zwischenmenschliche Momente. „Wir schauen immer, ob jemand ein Gespräch braucht“, beschreibt Heidemarie von Musil ihre Arbeit im Café. „Manche kommen her, die haben wochenlang mit niemandem gesprochen. Die freuen sich über ein freundliches Gesicht.“ Da fragt man sich, was wichtiger ist.

>>> Ehrenamtler und edle Spender gesucht

Das ökumenische Kirchenzentrum ist auf der Suche nach ehrenamtlichen Mitarbeitern in verschiedenen Bereichen. Infos gibt es auf kirchenzentrum.de und unter s 0208 - 80 23 59.

Gesucht wird auch eine Firma, die auf dem neu gestalteten Spielplatz des Kirchenzentrums Fallschutzplatten auslegen und die Kosten hierfür übernehmen würde.

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